
Russell erbt Pole nach Verstappen-Crash – Antonelli dominiert bis zum Q3-Drama
George Russell sichert sich die Startposition eins in Spielberg, nachdem Max Verstappen in der entscheidenden Phase verunfallt und Kimi Antonelli zurückfällt.
Die Pole-Position für den Großen Preis von Österreich ging am Samstag an George Russell, doch der Weg dorthin war von einem Unfall des viermaligen Weltmeisters Max Verstappen überschattet. Der Brite umrundete den Red Bull Ring in 1:06,113 Minuten und profitierte davon, dass die Session nach Verstappens Einschlag in die Streckenbegrenzung unter gelben Flaggen abgebrochen wurde. Die Rennleitung bestätigte nach einer Prüfung, dass Russell seine Zeit nicht in einem Sektor unter gelb erzielt hatte, womit die Pole Bestand hatte. Charles Leclerc und Lewis Hamilton komplettierten im Ferrari die erste Startreihe, während der bis dahin dominierende Mercedes-Pilot Kimi Antonelli auf Rang vier zurückfiel.
Bis zum Q3-Unfall hatte der 19-jährige Italiener das Geschehen bestimmt. Antonelli, der in den freien Trainings am Freitag und Samstagvormittag mehrfach die Bestzeit gefahren war, setzte auch in Q1 und Q2 die schnellste Runde. In Q3 legte er mit 1:06,414 Minuten vor, wurde dann aber von Russell und den Ferrari-Piloten überflügelt. Verstappen, der nach einem schwierigen Wochenende mit nur sechstem Platz im dritten Training gerade noch in die Top Ten gerutscht war, verlor in der Schlussphase die Kontrolle über seinen Red Bull und schlug heftig ein. Der Niederländer blieb unverletzt, startet aber nur von Platz fünf.
Die Mercedes-Überlegenheit der Trainings fand damit nur bedingt ihren Niederschlag im Qualifying. Antonelli, der fünf der ersten sieben Saisonrennen gewonnen hat und die WM-Wertung mit 156 Punkten anführt, musste sich mit der vierten Position begnügen. Sein Teamkollege Russell, der zuletzt in Barcelona hinter Hamilton und Antonelli zurückgefallen war, nutzte die Gelegenheit zur ersten Pole seit dem Saisonauftakt. Aus europäischer Perspektive bemerkenswert ist die wiedererstarkte Scuderia Ferrari: Hamilton, der vor zwei Wochen in Spanien seinen ersten Sieg in Rot feierte, liegt als WM-Zweiter nur 41 Zähler hinter Antonelli und zeigte auch in Spielberg mit Rang drei eine geschlossene Teamleistung.
Für den argentinischen Alpine-Piloten Franco Colapinto endete die Qualifikation auf dem 16. Platz. Ein kleiner Fahrfehler in der zweiten Kurve seines letzten Versuchs in Q2 verhinderte den Einzug in die Top Ten. Sein Teamkollege Pierre Gasly erging es ähnlich; beide Alpine schieden gemeinsam mit Gabriel Bortoleto (Audi) und weiteren Fahrern vorzeitig aus. In den Nachwuchsklassen verlief das Wochenende für die südamerikanischen Fahrer ebenfalls verhalten: Nicolás Varrone (F2) qualifizierte sich als 22., Mattia Colnaghi (F3) belegte im Sprintrennen Rang 18. Der Grand Prix am Sonntag verspricht bei erwarteter Hitze ein strategisch anspruchsvolles Rennen, in dem Hamilton und Leclerc den Silberpfeilen die Führung streitig machen wollen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Lateinamerikanische Medien richten den Fokus auf die Probleme ihrer Fahrer: Colapinto kämpft mit einem sich losgelöst anfühlenden Auto und der neue Frontflügel bringt nicht den erhofften Fortschritt, während Varrone in der Formel 2 ganz hinten startet. Die Enttäuschung über die Leistungen überschattet den Kampf an der Spitze zwischen Russell und Antonelli.
Die Atlantik-Presse betont Russells perfektes Timing: Mit der Bestzeit im letzten Training durchbricht er Antonellis Dominanz am Freitag und gewinnt nach einer sieglosen Serie seit Australien wieder Schwung.
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