
Überschwemmungen und Gebäudeeinstürze fordern Todesopfer in Westafrika und Indien
Heftige Regenfälle in Ghana und Nigeria sowie einsturzgefährdete Bauten in Lagos und Kalkutta führten zu zahlreichen Toten und Verletzten; die Behörden leiten Untersuchungen ein.
In mehreren Städten Westafrikas und Indiens haben Unwetter und marode Bausubstanz am Freitag zu Todesfällen und erheblichen Schäden geführt. In Lagos stürzte ein dreistöckiges Geschäftsgebäude im Stadtteil Alakija ein; nach Angaben der Landesregierung kamen dabei neun Menschen ums Leben, 27 weitere wurden aus den Trümmern gerettet. In Kalkutta forderte der Einsturz einer im Bau befindlichen Lagerhalle nach Polizeiangaben fünf Todesopfer. Überschwemmungen infolge starker Regenfälle richteten in ghanaischen und nigerianischen Gemeinden schwere Sachschäden an, Todesopfer wurden aus diesen Gebieten zunächst nicht gemeldet.
Die Behörden in Lagos leiteten eine Untersuchung zu dem eingestürzten Gebäude ein. Der Informationskommissar des Bundesstaates, Gbenga Omotoso, erklärte vor Ort, das Bauwerk sei zuvor als einsturzgefährdet eingestuft und zur Räumung markiert worden. Einige Bewohner seien jedoch nach anfänglichem Verlassen zurückgekehrt. Die Landesregierung ordnete den Abriss weiterer als baufällig identifizierter Gebäude in der Umgebung an und kündigte strafrechtliche Schritte gegen Verantwortliche an. Die Rettungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an; die meisten Geretteten erlitten nach Behördenangaben keine lebensgefährlichen Verletzungen.
In Kalkutta nahm die Polizei im Zusammenhang mit dem Halleneinsturz sechs Personen fest, darunter den Bauleiter und zwei Arbeitsvermittler. Nach Darstellung der westbengalischen Regierung soll der verantwortliche Architekt von der Stadtverwaltung auf eine schwarze Liste gesetzt werden. Die Ermittler prüfen, ob es Unregelmäßigkeiten bei der Baugenehmigung gab. Während die Polizei fünf Tote bestätigte, sprach der Gesundheitsminister des Bundesstaates von vier Opfern; eine abschließende Klärung steht noch aus.
In Ghana und Teilen von Lagos verursachten heftige Regenfälle weiträumige Überschwemmungen. In den Ortschaften Vicolis und Amamorley Estates nördlich von Accra wurden nach Berichten von Anwohnern zahlreiche Häuser überflutet, Familien mussten ihre Unterkünfte verlassen. Betroffene machten verstopfte Abwasserkanäle für die Wassermassen verantwortlich. In den Lagoser Stadtteilen Ajah und Mafoluku standen Straßen und Wohngebiete unter Wasser; Pendler wateten durch hüfttiefe Fluten. Die örtlichen Behörden verwiesen auf unzureichende Entwässerungssysteme und zugesetzte Kanäle. Ein Feuer in einem Gebäude im Stadtteil Alapere konnte von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden; über Opfer oder die Schadenshöhe lagen zunächst keine Angaben vor.
Die Untersuchungen zu den Einstürzen in Lagos und Kalkutta sowie zu den Überschwemmungsursachen dauern an. Die vorläufigen Opferzahlen beruhen auf Behördenangaben und könnten sich im Laufe der Ermittlungen ändern.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Lagos, Nigeria, ist ein dreistöckiges Einkaufszentrum eingestürzt. Die örtlichen Behörden bestätigten neun Tote und 27 Gerettete nach Abschluss der Suchaktionen. Die Ursache wird noch untersucht.
Starke Regenfälle haben in Ghana und Nigeria schwere Überschwemmungen verursacht, Häuser überflutet und Anwohner gestrandet. In Lagos stürzte ein dreistöckiges Gebäude ein und tötete neun Menschen, während in einem Wohngebiet ein weiteres Feuer ausbrach. Die Behörden leiteten Untersuchungen ein und ordneten den Abriss einsturzgefährdeter Gebäude an, während die Gemeinden bessere Entwässerung und die Durchsetzung von Bauvorschriften fordern.
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