
Tod eines Verlobten in Maharashtra: Polizei ermittelt gegen Braut und mutmaßlichen Komplizen
Nach dem Sturz eines 26-jährigen Geschäftsmanns von einer Festung bei Pune hat die indische Polizei die Verlobte und einen weiteren Mann festgenommen – die Ermittlungen fördern widersprüchliche Darstellungen zutage.
Am 18. Juni starb der 26-jährige Immobilienkaufmann Ketan Agarwal bei einem Sturz vom Lohagad-Fort in den Sahyadri-Bergen Maharashtras. Die Polizei in Pune nahm wenige Tage später seine Verlobte, die 20-jährige Siya Goyal, sowie den 22-jährigen Chetan Chaudhary fest. Nach Darstellung der Ermittler handelt es sich nicht um einen Unfall, sondern um ein vorsätzliches Tötungsdelikt: Das Paar soll Agarwal in eine 300 Fuß tiefe Schlucht gestoßen haben, nachdem Goyal ein verabredetes Zeichen gegeben hatte.
Die Behörden stützen ihren Verdacht auf umfangreiche Kommunikationsdaten. Laut Polizei tauschten Goyal und Chaudhary in den Monaten vor der Tat über 2.000 Anrufe mit einer Gesamtdauer von rund 238 Stunden aus. Zudem sollen beide vor und nach dem Vorfall Chatverläufe und selbst den Papierkorb ihrer Mobiltelefone gelöscht haben; die Geräte werden derzeit forensisch ausgewertet. Ein Treffen der Beschuldigten am Vortag in einem Café in Pune ist ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen.
Über das Motiv herrscht unter den Beteiligten Uneinigkeit. Die Beschuldigte gab bei Vernehmungen an, sie habe ihren Verlobten wegen eines von ihm getragenen Haarteils abgelehnt, eine Absage der arrangierten Hochzeit aber für schwieriger gehalten als die Tat. Der Vater des Opfers wies dies zurück: Die Familie der Braut sei vor der Verlobung über das Haarteil informiert gewesen. Siya Goyals Eltern wiederum erklärten, ihre Tochter habe der Heirat stets zugestimmt und sei nicht unter Druck gesetzt worden.
Die Verteidigung bestreitet das Vorliegen direkter Beweise. Anwalt Ashutosh Srivastava erklärte, es gebe weder Augenzeugen noch unabhängige Zeugen, die seine Mandantin mit dem Sturz in Verbindung brächten. Unterdessen hat die Regierung von Maharashtra dem Wunsch der Familie des Opfers entsprochen und den bekannten Sonderstaatsanwalt Ujjwal Nikam mit der Anklage betraut; ein Schnellverfahren wurde zugesagt. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, weitere Zeugen aus dem Umfeld der Beschuldigten sollen vernommen werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die indische Presse zeichnet ein erschütterndes Bild: Eine junge Verlobte soll ihren Bräutigam in eine Schlucht gestoßen haben, weil Töten ihr leichter erschien, als sich ihrer Familie zu stellen. Grausige Details — zertrümmerter Schädel, unheimliche Ruhe der Beschuldigten, gelöschte Chats — befeuern eine Erzählung von Verrat und psychologischem Horror, während Experten fragen, warum manche Menschen tödliche Gewalt einer Trennung vorziehen.
Die Golfmedien berichten distanziert über das schockierende Geständnis im Mordfall von Pune: Die Beschuldigte soll es leichter gefunden haben zu töten, als die arrangierte Ehe abzusagen. Der Fokus liegt auf der digitalen Spur und Tausenden von Anrufen, die die Ermittler untersuchen, in einem knappen und pragmatischen Update zu den Ermittlungen.
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