
Trump stellt Iran vor die Wahl: Abkommen oder militärische „Beendigung der Aufgabe“
Nach ergebnislosen indirekten Gesprächen und während der Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ajatollah Ali Khamenei erhöht US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran und droht mit der Zerstörung kritischer Infrastruktur.
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung am Montag im Oval Office ein öffentliches Ultimatum gestellt: Entweder es komme zu einer Einigung in den laufenden Verhandlungen, oder die Vereinigten Staaten würden „die Aufgabe beenden“. Trump fügte hinzu, ein militärisches Vorgehen sei nicht schwierig, er bevorzuge jedoch eine Verhandlungslösung, um nicht 91 Millionen Menschen in Mitleidenschaft zu ziehen. Konkret drohte er damit, binnen einer Stunde Brücken und binnen eines Nachmittags die gesamte Strom- und Energieversorgung des Landes ausschalten zu können. Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran in Doha ohne öffentliche Fortschritte unterbrochen wurden – trotz einer 60-tägigen Waffenruhe, die nach den gemeinsamen US-amerikanisch-israelischen Luftschlägen vom 28. Februar diplomatischen Raum schaffen sollte.
Aus Teheran wird die Drohung als realitätsfremd zurückgewiesen. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, Mohammad Baqer Zolqadr, bezeichnete Trumps Warnung als „wahnhaft“ und erklärte, die iranische Bevölkerung sei mit der Sprache der Drohungen nicht vertraut; man werde in einer anderen Sprache antworten, sollte nicht mit Respekt gesprochen werden. Die iranische Botschaft in Armenien verurteilte die Äußerungen mit dem Hinweis, die USA besäßen weder Zivilisation noch Geschichte noch Ehre. Die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den bei den Angriffen getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei, die noch bis zum 9. Juli andauern, werden in iranischen Staatsmedien als Ausdruck von Geschlossenheit und Entschlossenheit beschrieben, den weiteren Weg selbst zu bestimmen.
Die jüngste Gesprächsrunde in Doha, die unter katarischer Vermittlung stattfand, hat nach Angaben mit den Verhandlungen vertrauter Personen vor allem technische Fragen behandelt, die beide Seiten bei der Ankündigung des vorläufigen Abkommens bereits als gelöst dargestellt hatten. Im Mittelpunkt standen demnach der Seeverkehr in der Straße von Hormus und die Freigabe eingefrorener iranischer Finanzmittel. Die 60-tägige Waffenruhe war aus Washingtoner Sicht darauf angelegt, die Diplomatie zur Verhinderung eines iranischen Nuklearwaffenarsenals wiederzubeleben. Trump bekräftigte, das Ziel sei nicht ein Regimewechsel, sondern die Sicherstellung, dass Teheran keine Kernwaffen erlange; er sprach in diesem Zusammenhang von angereichertem Material als „nuklearem Staub“.
Für die deutschsprachigen Staaten, die sich traditionell für diplomatische Lösungen und die Nichtverbreitung von Kernwaffen einsetzen, bleibt die Lage am Persischen Golf ein zentraler Unsicherheitsfaktor. Die Gespräche sollen nach Abschluss der Trauerzeremonien wieder aufgenommen werden; ein Datum für die nächste Runde ist noch nicht offiziell bestätigt. Die fragile Waffenruhe und die gegensätzlichen öffentlichen Signale aus Washington und Teheran lassen den Ausgang des Dossiers offen. Beobachter in der Region verweisen darauf, dass die technischen Beratungen zwar fortgesetzt werden, die politische Eskalationsrhetorik jedoch den Verhandlungsspielraum verengt.
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Washington zwingt Teheran eine klare Wahl auf: ein Abkommen oder entschlossene militärische Aktion.
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Washington zwingt Teheran eine klare Wahl auf: Verhandlung oder Zerstörung.
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