
Tesla übertrifft Erwartungen: Auslieferungen steigen im zweiten Quartal um 25 Prozent
480.126 Fahrzeuge weltweit ausgeliefert – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr, getrieben von Europa und China, während das Nordamerikageschäft schrumpft.
Tesla hat im zweiten Quartal 2026 weltweit 480.126 Fahrzeuge ausgeliefert und damit die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen. Der Konsens von FactSet hatte bei 401.000 Einheiten gelegen, die vom Unternehmen selbst zusammengestellte Schätzung bei 406.024. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als die Auslieferungen auf 384.122 gesunken waren, entspricht dies einem Anstieg von 25 Prozent. Die Produktion legte im gleichen Zeitraum um gut zehn Prozent auf 451.758 Fahrzeuge zu.
Als wesentliche Treiber gelten die Märkte in Europa und China. Analysten der Deutschen Bank schätzen das europäische Plus auf rund 40 Prozent, während die Neuzulassungen in der EU nach Verbandszahlen in den ersten fünf Monaten um 77 Prozent zulegten. In Deutschland verzeichnete Tesla im Mai einen Anstieg von 300 Prozent. In Nordamerika hingegen schrumpften die Verkäufe um 21 Prozent. Dort belastet der Wegfall der steuerlichen Kaufanreize von bis zu 7.500 Dollar, die unter der Regierung Trump ausliefen, die Nachfrage nach reinen Elektroautos. Gleichzeitig profitierte Tesla von den infolge des Nahostkonflikts stark gestiegenen Benzinpreisen, die in den USA im Mai auf umgerechnet rund 1,20 Euro je Liter kletterten und das Interesse an Elektrofahrzeugen neu belebten.
Die Erholung fällt in eine Phase, in der sich das Unternehmen zunehmend von seinem Kerngeschäft löst. Elon Musk hat den Fokus auf Robotik, autonomes Fahren und humanoide Roboter verlagert. Die Produktion der Oberklassemodelle S und X wurde eingestellt, um Fabrikfläche für den Optimus-Roboter freizumachen. An den Finanzmärkten wird Tesla mit 1,3 Billionen Dollar bewertet, liegt damit aber deutlich hinter dem kürzlich an die Börse gegangenen Raumfahrtunternehmen SpaceX, das auf 2,1 Billionen Dollar kommt. Spekulationen über eine Fusion beider Unternehmen werden von Investoren und SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell nicht ausgeschlossen.
Trotz des starken Quartals bleibt der Wettbewerbsdruck hoch. Der chinesische Hersteller BYD setzte im selben Zeitraum 557.090 reine Elektroautos ab und behauptete damit die globale Spitzenposition. Auch kleinere chinesische Anbieter wie Leapmotor und Zeekr meldeten Rekordverkäufe. Tesla setzt für weiteres Wachstum auf günstigere Varianten von Model Y und Model 3 sowie auf die schrittweise Zulassung seines Fahrassistenzsystems „Full Self-Driving (Supervised)“ in Europa. Die Niederlande, Estland, Griechenland und Litauen haben das System bereits genehmigt.
Die detaillierte Quartalsbilanz mit Gewinnzahlen und Ausblick wird Tesla am 22. Juli nach Börsenschluss vorlegen. Anleger werden dann insbesondere Hinweise auf den Fortschritt der neuen Geschäftsfelder und die Margenentwicklung im angestammten Autogeschäft erwarten.
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Der 25-prozentige Anstieg der Tesla-Auslieferungen, der die Wall-Street-Prognosen weit übertrifft, signalisiert, dass die Verbraucherreaktion gegen Elon Musk abklingt. Hohe Kraftstoffpreise und eine sich erholende europäische Nachfrage treiben die Erholung an, obwohl die US-Verkäufe nach dem Ende der Steuergutschriften schwach bleiben. Das Unternehmen scheint die Krise hinter sich zu lassen und wieder an Schwung zu gewinnen.
Tesla meldete einen Anstieg der Auslieferungen im zweiten Quartal um 25 % auf 480.126 Fahrzeuge und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen produzierte und verkaufte mehr seiner preisgünstigen Modelle Model 3 und Model Y. Die Zahlen wurden in einer routinemäßigen Unternehmensmitteilung ohne weiteren Kommentar veröffentlicht.
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