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Justiz & RechtFreitag, 26. Juni 2026

Südkoreas Ex-First Lady Kim Keon Hee zu weiterer Haftstrafe verurteilt

Ein Gericht in Seoul verhängte sieben Jahre Gefängnis wegen Korruption; die Ehefrau des zu lebenslanger Haft verurteilten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol verbüßt bereits eine vierjährige Strafe.

Das Zentrale Bezirksgericht Seoul hat die ehemalige First Lady Südkoreas, Kim Keon Hee, am Freitag zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die 53-Jährige wurde für schuldig befunden, hochwertige Geschenke im Gesamtwert von rund 103 Millionen Won (etwa 67.000 US-Dollar) als Gegenleistung für die Vermittlung von Regierungsposten und geschäftlichen Vergünstigungen angenommen zu haben. Mit diesem Urteil erhöht sich die Gesamthaftdauer für Kim auf elf Jahre, da sie bereits eine vierjährige Strafe wegen Aktienmanipulation und Bestechung verbüßt. Das Gericht erklärte in der live übertragenen Urteilsbegründung, die Angeklagte habe „ohne Zögern Wertgegenstände angenommen, die ein Durchschnittsbürger selbst einmal im Leben kaum erlangen könnte“.

Die Verurteilung stützt sich auf eine Reihe von Zuwendungen, die Kim zwischen März und September 2022 erhielt, als ihr Mann das Präsidentenamt innehatte. Dazu zählen nach Darstellung der südkoreanischen Justiz eine Kette von Van Cleef & Arpels, eine Brosche von Tiffany, Ohrringe von Graff sowie eine goldene Schildkrötenfigur und eine Armbanduhr von Vacheron Constantin. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren gefordert und begrüßte das Urteil. Kims Verteidigung kündigte Berufung an. Die Angeklagte selbst räumte den Erhalt der Geschenke ein, bestritt jedoch, dass damit Bitten um Gefälligkeiten verbunden gewesen seien. Aus Sicht des Gerichts zeige der Versuch, nach Beginn der Ermittlungen einen Teil der Gegenstände zurückzugeben, ein klares Bewusstsein für die Rechtswidrigkeit des Handelns.

Das Verfahren gegen Kim Keon Hee ist Teil einer umfassenden juristischen Aufarbeitung des gescheiterten Versuchs ihres Mannes, Yoon Suk Yeol, im Dezember 2024 das Kriegsrecht zu verhängen. Yoon wurde im Februar 2025 wegen Aufruhrs zu lebenslanger Haft verurteilt; die Staatsanwaltschaft fordert in einem weiteren Verfahren die Todesstrafe. Die Ermittlungen werden von einer Sonderstaatsanwaltschaft geführt, die eigens zur Untersuchung der Umstände der Kriegsrechtserklärung eingesetzt wurde. Beobachter in Seoul verweisen auf eine historische Kontinuität: Mehrere frühere Präsidenten Südkoreas wurden nach ihrer Amtszeit wegen Korruption oder anderer Vergehen verurteilt, was aus Sicht südkoreanischer Kommentatoren auf systemische Defizite in der politischen Kultur hindeutet.

Für die politische Landschaft Südkoreas vertieft die erneute Verurteilung die Krise des konservativen Lagers. Die Skandale um die First Lady hatten bereits während Yoons Amtszeit zu erheblichen Spannungen geführt; ein mit versteckter Kamera aufgenommenes Video, das Kim bei der Annahme einer Dior-Handtasche zeigte, trug zur schweren Niederlage der Regierungspartei bei den Parlamentswahlen im April 2024 bei. Yoon legte mehrfach sein Veto gegen parlamentarische Untersuchungen zu seiner Frau ein. Die nächste Instanz im Berufungsverfahren Kims steht noch nicht fest. Parallel dazu wird das Hauptverfahren gegen Yoon fortgesetzt, in dem die Forderung nach der Todesstrafe erneut erhoben wurde.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseSüdostasiatische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
DistanzPragmatismus

Die russische Presse berichtet über die siebenjährige Haftstrafe der ehemaligen First Lady Südkoreas als einen einfachen Korruptionsfall, listet die Vorwürfe auf und erinnert an ihre frühere vierjährige Verurteilung, ohne Kommentar oder Kontextanalyse hinzuzufügen.

Südostasiatische Presse
AlarmEmpörung

Südostasiatische Medien betten die Verurteilung der ehemaligen First Lady in ein umfassenderes Durchgreifen gegen das korrupte Geflecht aus Politik und Chaebols ein, verknüpfen sie mit dem milliardenschweren Scheidungsfall des SK-Group-Vorsitzenden und zeichnen ein System, in dem Luxusgeschenke und Gefälligkeiten über Ernennungen und Geschäfte bestimmen.

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Freitag, 26. Juni 2026

Südkoreas Ex-First Lady Kim Keon Hee zu weiterer Haftstrafe verurteilt

Ein Gericht in Seoul verhängte sieben Jahre Gefängnis wegen Korruption; die Ehefrau des zu lebenslanger Haft verurteilten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol verbüßt bereits eine vierjährige Strafe.

Das Zentrale Bezirksgericht Seoul hat die ehemalige First Lady Südkoreas, Kim Keon Hee, am Freitag zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die 53-Jährige wurde für schuldig befunden, hochwertige Geschenke im Gesamtwert von rund 103 Millionen Won (etwa 67.000 US-Dollar) als Gegenleistung für die Vermittlung von Regierungsposten und geschäftlichen Vergünstigungen angenommen zu haben. Mit diesem Urteil erhöht sich die Gesamthaftdauer für Kim auf elf Jahre, da sie bereits eine vierjährige Strafe wegen Aktienmanipulation und Bestechung verbüßt. Das Gericht erklärte in der live übertragenen Urteilsbegründung, die Angeklagte habe „ohne Zögern Wertgegenstände angenommen, die ein Durchschnittsbürger selbst einmal im Leben kaum erlangen könnte“.

Die Verurteilung stützt sich auf eine Reihe von Zuwendungen, die Kim zwischen März und September 2022 erhielt, als ihr Mann das Präsidentenamt innehatte. Dazu zählen nach Darstellung der südkoreanischen Justiz eine Kette von Van Cleef & Arpels, eine Brosche von Tiffany, Ohrringe von Graff sowie eine goldene Schildkrötenfigur und eine Armbanduhr von Vacheron Constantin. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren gefordert und begrüßte das Urteil. Kims Verteidigung kündigte Berufung an. Die Angeklagte selbst räumte den Erhalt der Geschenke ein, bestritt jedoch, dass damit Bitten um Gefälligkeiten verbunden gewesen seien. Aus Sicht des Gerichts zeige der Versuch, nach Beginn der Ermittlungen einen Teil der Gegenstände zurückzugeben, ein klares Bewusstsein für die Rechtswidrigkeit des Handelns.

Das Verfahren gegen Kim Keon Hee ist Teil einer umfassenden juristischen Aufarbeitung des gescheiterten Versuchs ihres Mannes, Yoon Suk Yeol, im Dezember 2024 das Kriegsrecht zu verhängen. Yoon wurde im Februar 2025 wegen Aufruhrs zu lebenslanger Haft verurteilt; die Staatsanwaltschaft fordert in einem weiteren Verfahren die Todesstrafe. Die Ermittlungen werden von einer Sonderstaatsanwaltschaft geführt, die eigens zur Untersuchung der Umstände der Kriegsrechtserklärung eingesetzt wurde. Beobachter in Seoul verweisen auf eine historische Kontinuität: Mehrere frühere Präsidenten Südkoreas wurden nach ihrer Amtszeit wegen Korruption oder anderer Vergehen verurteilt, was aus Sicht südkoreanischer Kommentatoren auf systemische Defizite in der politischen Kultur hindeutet.

Für die politische Landschaft Südkoreas vertieft die erneute Verurteilung die Krise des konservativen Lagers. Die Skandale um die First Lady hatten bereits während Yoons Amtszeit zu erheblichen Spannungen geführt; ein mit versteckter Kamera aufgenommenes Video, das Kim bei der Annahme einer Dior-Handtasche zeigte, trug zur schweren Niederlage der Regierungspartei bei den Parlamentswahlen im April 2024 bei. Yoon legte mehrfach sein Veto gegen parlamentarische Untersuchungen zu seiner Frau ein. Die nächste Instanz im Berufungsverfahren Kims steht noch nicht fest. Parallel dazu wird das Hauptverfahren gegen Yoon fortgesetzt, in dem die Forderung nach der Todesstrafe erneut erhoben wurde.

Divergenz der Quellen

Justiz & Recht · 3 Quellen · 3 Sprachen

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Wie sie sich aufteilen

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseSüdostasiatische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
DistanzPragmatismus

Die russische Presse berichtet über die siebenjährige Haftstrafe der ehemaligen First Lady Südkoreas als einen einfachen Korruptionsfall, listet die Vorwürfe auf und erinnert an ihre frühere vierjährige Verurteilung, ohne Kommentar oder Kontextanalyse hinzuzufügen.

Südostasiatische Presse
AlarmEmpörung

Südostasiatische Medien betten die Verurteilung der ehemaligen First Lady in ein umfassenderes Durchgreifen gegen das korrupte Geflecht aus Politik und Chaebols ein, verknüpfen sie mit dem milliardenschweren Scheidungsfall des SK-Group-Vorsitzenden und zeichnen ein System, in dem Luxusgeschenke und Gefälligkeiten über Ernennungen und Geschäfte bestimmen.

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