
Nach erschütterndem WM-Aus: Senegal beurlaubt Nationaltrainer Pape Thiaw
Eine 2:0-Führung bis zur 86. Minute reichte nicht – das 2:3 nach Verlängerung gegen Belgien besiegelt das frühe WM-Ende und den Rauswurf des Coaches, dessen Amtszeit vom umstrittenen Afrika-Cup geprägt war.
Es war eine jener Episoden, die das Wesen des Pokalwettbewerbs erbarmungslos offenlegen: Bis zur 86. Minute kontrollierte Senegal das Achtelfinalduell der Weltmeisterschaft 2026 gegen Belgien, führte verdient mit 2:0 – und stand doch am Ende mit leeren Händen da. Zwei späte Gegentore in der regulären Spielzeit erzwangen die Verlängerung, und als der Schiedsrichter in der fünften Minute der Nachspielzeit auf den Elfmeterpunkt zeigte, war das senegalesische Schicksal besiegelt. Das 2:3 nach 120 Minuten markierte nicht nur das Aus in der Runde der letzten 32, sondern auch das Ende der Amtszeit von Nationaltrainer Pape Thiaw.
Die Fédération Sénégalaise de Football (FSF) handelte rasch. In einer nächtlichen Sitzung beschloss das Exekutivkomitee, das Verfahren zur Trennung von Thiaw und seinem gesamten Trainerstab einzuleiten. Verbandspräsident Abdoulaye Fall werde am Montag die Gründe für diese Entscheidung darlegen und über die Zukunft der Auswahl informieren, hieß es in einer Mitteilung. Der 45-jährige frühere Nationalspieler, der das Team 2024 übernommen hatte, bezahlt damit für eine Weltmeisterschaft, die als Enttäuschung gewertet wird – und für eine Amtszeit, die von einem beispiellosen Kontrollverlust überschattet war.
Im Januar hatte Senegal unter Thiaw auf dem Rasen den Afrika-Cup gewonnen. Im Finale gegen Marokko in Rabat kam es jedoch zu einer Eskalation, als der Trainer seine Spieler nach einem späten Elfmeterpfiff für die Gastgeber vom Feld beorderte. Nach einer 15-minütigen Unterbrechung kehrte die Mannschaft zurück, und Pape Gueye erzielte in der Verlängerung das 1:0. Doch die Confédération Africaine de Football erkannte den Titel später ab und wertete das Spiel wegen Spielabbruchs mit 3:0 für Marokko – ein Verdikt, das in Dakar als „ungerecht“ angeprangert wurde und das Verhältnis zwischen beiden Verbänden belastet.
In der Gruppenphase der WM hatte Senegal gegen Frankreich (1:3) und Norwegen (2:3) verloren und durch ein 5:0 gegen Irak als einer der besten Gruppendritten die K.-o.-Phase erreicht. Das frühe Ausscheiden gegen Belgien, gepaart mit öffentlichen Spannungen – Nationalspieler Gueye erklärte via Instagram, nicht mehr unter Thiaw spielen zu wollen –, ließ der FSF keine Wahl. Mit der Entlassung reiht sich Thiaw in eine wachsende Liste von 14 Trainern ein, die nach dieser WM ihre Posten räumen mussten. Für den senegalesischen Fußball beginnt nun die Suche nach einem Neuanfang, noch bevor die Qualifikation für den nächsten Afrika-Cup ernsthaft Fahrt aufnimmt.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | −0.30 | critical |
Senegal sacked Thiaw for failing to deliver on the promise of the AFCON title, but this decision alone cannot fix deeper issues in the team.
Justifies the sacking as a logical consequence of sporting failure while implicitly questioning the federation's broader responsibility.
Omitted the context of Thiaw's protest and upcoming ban, which could have offered an alternative explanation for his performance.
Thiaw's dismissal is a routine technical change, part of a broader trend among World Cup teams making coaching changes post-tournament.
Normalizes the firing by framing it as a statistical occurrence, reducing the event to a quantifiable data point.
Omits the context of Senegal's recent AFCON victory, which made the early exit more surprising and the sacking more significant.
Thiaw's dismissal was not just due to poor results but also to his indiscipline during the AFCON final, which made him a liability.
Links sporting failure to personal conduct, delegitimizing the coach on both fronts without exploring the context of his protest.
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