
Schweiz überrollt Bosnien-Herzegowina spät und übernimmt Gruppenführung
Dank eines Doppelpacks von Johan Manzambi und einer roten Karte für Bosnien gewinnt die Schweiz 4:1 und steht vor dem Achtelfinaleinzug.
In einem lange zähen, dann furiosen Gruppen-Duell hat die Schweizer Nationalmannschaft am Donnerstagabend im SoFi-Stadion von Los Angeles Bosnien-Herzegowina mit 4:1 besiegt und die provisorische Führung in der Gruppe B übernommen. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Katar zum Auftakt stand das Team von Murat Yakin unter Zugzwang, während auch die Bosnier nach dem Remis gegen Co-Gastgeber Kanada auf den ersten Sieg hofften. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, ehe die Partie in den letzten zwanzig Minuten kippte und fünf Tore sowie ein Platzverweis eine völlig neue Dynamik schufen.
Aus Schweizer Sicht war es vor allem die Einwechslung des 20-jährigen Johan Manzambi, die dem Spiel die entscheidende Wende gab. Der Freiburger Stürmer traf in der 74. Minute per Direktabnahme zur Führung und leitete damit den Kollaps der bosnischen Defensive ein. Sechs Minuten später sah Tarik Muharemovic nach einem Notbremse-Foul an Breel Embolo die Rote Karte, was die numerische Überlegenheit der Eidgenossen besiegelte. Ruben Vargas erhöhte in der 84. Minute auf 2:0, ehe Manzambi in der 90. Minute seinen zweiten Treffer markierte. Ermin Mahmic gelang in der Nachspielzeit zwar noch der Anschlusstreffer, doch Granit Xhaka verwandelte einen Elfmeter zum 4:1-Endstand und stellte die Kräfteverhältnisse endgültig klar.
Für die Schweiz bedeutet der erste Sieg im Turnier einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale. Mit nun vier Punkten thront sie an der Spitze einer Gruppe, in der alle vier Teams nach dem ersten Spieltag mit einem Zähler gleichauf lagen. Aus bosnischer Perspektive ist die Lage nach der deutlichen Niederlage und der Roten Karte prekär: Mit nur einem Punkt und dem bevorstehenden Duell gegen Katar droht das frühe Aus. Beobachter in Nordamerika verweisen auf die starke Kulisse im SoFi-Stadion, wo zahlreiche bosnische Fans für Heimspiel-Atmosphäre sorgten, die jedoch den sportlichen Rückschlag nicht verhindern konnten.
Die taktische Reife der Schweizer, die nach einer verhaltenen ersten Hälfte das Tempo forcierten und die Schwächen des Gegners eiskalt ausnutzten, unterstreicht den Anspruch, in diesem Turnier eine ernsthafte Rolle zu spielen. Granit Xhaka agierte als Taktgeber im Mittelfeld und setzte mit seinem verwandelten Strafstoß den Schlusspunkt. Die Effizienz der Joker – Manzambi und Vargas – belegt zudem die Tiefe des Kaders, die in einem langen Turnier zum Trumpf werden kann.
Der Blick geht nun auf den abschließenden Gruppenspieltag am 24. Juni: Die Schweiz trifft auf Kanada, das sein zweites Spiel noch bestreiten muss, während Bosnien-Herzegowina gegen Katar auf Schadensbegrenzung hofft. Ein Unentschieden könnte den Schweizern bereits reichen, doch das Selbstverständnis nach diesem Befreiungsschlag dürfte auf einen weiteren Sieg ausgerichtet sein. Für die bosnische Auswahl wird es dagegen zur existenziellen Aufgabe, die defensive Fragilität in den Griff zu bekommen und doch noch eine Chance auf das Weiterkommen zu wahren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Duell Schweiz-Bosnien ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel: Beide Teams haben zum Auftakt unentschieden gespielt, und jetzt sind drei Punkte ein Muss. Die Buchmacher sehen die Schweiz aufgrund der höheren Kaderqualität und Turniererfahrung als Favoriten, wobei Granit Xhaka als möglicher spielentscheidender Akteur gilt. Fans können den Livestream auf lokalen Plattformen verfolgen.
Die Schweiz und Bosnien treffen in einer völlig ausgeglichenen Gruppe B aufeinander, in der alle Teams nach Auftaktremis einen Punkt haben. Die Schweiz wurde von Katar überrascht, während Bosnien gegen Kanada unentschieden spielte; ein Sieg ist entscheidend, um den Weg ins Achtelfinale zu ebnen. Das Spiel wird live auf mehreren Fernsehsendern übertragen.
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