
Delegationen aus Iran und USA in der Schweiz zu Detailverhandlungen eingetroffen
Nach der digitalen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens beginnen am Sonntag in Bürgenstock Gespräche über eine dauerhafte Lösung des seit Februar andauernden Krieges, überschattet von Kämpfen im Libanon und der Hormus-Blockade.
Am Sonntag, dem 21. Juni, sind die Verhandlungsdelegationen Irans und der Vereinigten Staaten im schweizerischen Bürgenstock eingetroffen, um die technischen Gespräche über einen dauerhaften Friedensschluss aufzunehmen. Die iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf landete mit einem Flugzeug, das die Aufschrift «Minab-168» trug – eine Referenz auf die 168 Todesopfer eines Luftschlags auf eine Schule zu Beginn des Krieges. Auf amerikanischer Seite führt Vizepräsident JD Vance die Gespräche, begleitet von dem Sondergesandten Steve Witkoff und dem Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner. Als Vermittler sind Pakistan und Katar präsent. Das schweizerische Außenministerium bestätigte die Ankunft aller Parteien.
Grundlage der Verhandlungen ist das am 18. Juni auf digitalem Wege von Präsident Masoud Pezeshkian und Präsident Donald Trump unterzeichnete «Islamabad Memorandum of Understanding», das unter Vermittlung des pakistanischen Premierministers Shahbaz Sharif zustande kam. Es sieht eine sechzigtägige Frist vor, um ein umfassendes Abkommen auszuarbeiten, und verpflichtet Iran zur Sicherstellung der freien Passage durch die Strasse von Hormus, die seit Kriegsbeginn de facto geschlossen war. Gleichzeitig sollen alle militärischen Aktivitäten an sämtlichen Fronten, einschliesslich des Libanon, eingestellt werden. Die ursprünglich für Freitag geplante Unterzeichnungszeremonie war hinfällig geworden, nachdem das Dokument ohne persönliches Treffen in Kraft trat; nun stehen erste Verhandlungsrunden über die konkrete Ausgestaltung der Friedensordnung an.
Aus Teheraner Sicht ist die Bereitschaft zu substantiellen Zugeständnissen an die Umsetzung der fünf Kernbestimmungen des Memorandums durch Washington gebunden. Der iranische Aussenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei betonte gegenüber der Agentur IRNA, die Gespräche dienten der Kontrolle der amerikanischen Vertragstreue. Vizepräsident Vance äusserte vor seiner Abreise die Hoffnung auf Fortschritte in der Nuklearfrage und bei der Waffenruhe im Libanon. In Washington hingegen stiess das Abkommen bei Abgeordneten weitgehend auf Ablehnung, da es aus ihrer Sicht keine ausreichenden Sicherheitsgarantien biete. Gleichzeitig belasten die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah den Prozess; beide Seiten werfen einander Verstösse gegen die im Memorandum stipulierte Feuerpause vor.
Für den deutschsprachigen Raum steht neben der geopolitischen Dimension die wirtschaftliche Bedeutung im Vordergrund. Die Blockade der Strasse von Hormus, einer der wichtigsten globalen Handelsrouten für Öl und Gas, hat die Energiepreise emporschnellen lassen und trifft exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland und Österreich empfindlich. Die Schweiz als Gastgeberin unterstreicht ihre traditionelle Rolle als neutrale Vermittlerplattform. Nach Angaben des iranischen Aussenamtssprechers sollen am Sonntag zwei Gesprächsrunden stattfinden – zunächst mit den Mediatoren, dann im Viererformat mit den USA. Über den Fortgang der Verhandlungen und eine mögliche Verlängerung des Zeitplans wird frühestens nach Abschluss dieser ersten Direktkontakte zu entscheiden sein.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Russian press highlights the arrival of the Iranian delegation for technical talks, emphasizing that the delegation's plane was named "Minab-168" in memory of 168 children killed in an American strike. The coverage notes the Swiss welcome and positions the talks as part of the US-Iran memorandum of understanding, while subtly reminding readers of past grievances.
The continental European press reports factually on the arrival of both delegations, noting the symbolic name "Minab 168" for the Iranian team and Vice President Vance's statement about focusing on nuclear energy and a Lebanon ceasefire. The tone is neutral, simply recording events without editorializing.
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