
Drohnenangriffe auf Krim und Südrussland erzwingen Aussetzung des zivilen Treibstoffverkaufs
Bei den nächtlichen ukrainischen Luftangriffen auf Öllager und Logistikeinrichtungen in der Straße von Kertsch kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, und die Krim-Behörden stellten die Kraftstoffabgabe an Privatpersonen ein.
In der Nacht zum Sonntag haben ukrainische Drohnen Ziele auf der Halbinsel Kertsch sowie in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Nach Angaben des von Moskau eingesetzten Gouverneurs Sergej Aksjonow wurden auf der Krim vier Personen getötet und 28 verletzt. In Krasnodar starb eine weitere Person an Bord einer Passagierfähre. Noch am Vormittag verfügten die Behörden der annektierten Halbinsel, dass Tankstellen ab sofort keine Kraftstoffe mehr an Privatpersonen und Unternehmen abgeben dürfen; Treibstoff werde nur noch an staatliche Stellen geliefert, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit zuständig seien.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Verantwortung seiner Streitkräfte und sprach von einer „gerechten Antwort auf die brutalen russischen Attacken gegen unser Volk“. Ziel seien militärische Logistik, die Ölindustrie und die Luftabwehr gewesen. Nach Darstellung Kiews sollen ein Öldepot in Kertsch und ein Umschlagterminal in Krasnodar getroffen worden sein. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in jener Nacht 239 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben, räumte aber keine Schäden an zivilen Objekten ein.
Die Angriffe verschärfen eine bereits angespannte Versorgungslage auf der 2014 völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel, die als logistische Drehscheibe für die russische Schwarzmeerflotte dient. In den Vorwochen hatte es bereits Treibstoffrationierungen gegeben. Ein lokaler Netzbetreiber meldete Stromausfälle in mehreren Bezirken infolge beschädigter Leitungen. Der Fährverkehr über die 35 Kilometer lange Straße von Kertsch, die das Schwarze mit dem Asowschen Meer verbindet, wurde ebenso zeitweise eingestellt wie der Verkehr auf der Krim-Brücke; elf Züge verspäteten sich. Aus Moskauer Sicht gefährdet die Entwicklung die begonnene Feriensaison: In sozialen Medien berichten Reisende von stundenlangen Wartezeiten an Tankstellen und Treibstoffmangel.
Die ukrainischen Angriffe sind Teil einer seit Monaten intensivierten Kampagne gegen Energieinfrastruktur tief in russisch kontrolliertem Gebiet. In westlichen Hauptstädten wird dies als Versuch Kiews bewertet, die Nachschubwege des Gegners zu stören und die Kosten des Krieges für Moskau zu erhöhen, während die russische Sommeroffensive an Boden gewonnen hat. Russland setzte seine Angriffe auf ukrainische Städte unterdessen fort; nach Behördenangaben gab es allein in Saporischschja binnen 24 Stunden 846 Beschüsse mit mehreren Toten. Die Aussichten auf baldige Waffenstillstandsverhandlungen gelten angesichts dieser beiderseitigen Eskalation in Brüssel und Berlin als gering.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The coverage highlights civilian casualties from Ukrainian drone strikes on Crimea and the ensuing fuel shortage, with gas stations halting sales to the public. It portrays the attack as part of an intensified Ukrainian campaign to disrupt Russian supply lines.
The coverage frames the Ukrainian strike on Kerch port as a significant blow to Russian logistics, with civilian casualties. Some outlets highlight it as a justified response to Russian brutality, while others focus on the broader escalation of hostilities.
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