
Schusswaffe in argentinischer Schule, Messerattacke in Australien: Jugendgewalt in mehreren Ländern
In Argentinien wurde ein Schüler durch einen Schuss verletzt, in Australien starb ein Jugendlicher nach einer Messerattacke; ein iranischer Teenager gestand einen tödlichen Angriff.
In der argentinischen Stadt Cutral Có ist ein 13-jähriger Schüler durch einen Schuss aus einer Handfeuerwaffe am Arm verletzt worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden brachte ein Mitschüler die geladene Pistole in die Sekundarschule CPEM N.º 6 und hantierte damit im Klassenzimmer, als sich ein Schuss löste. Das Opfer wurde mit einer Durchschussverletzung am linken Unterarm in ein Krankenhaus gebracht; das Gesundheitsministerium der Provinz Neuquén erklärte, der Jugendliche sei klinisch stabil, Frakturen wurden ausgeschlossen. Die Polizei stellte die Waffe sicher und bestätigte, dass es sich um den zweiten derartigen Vorfall an derselben Schule innerhalb von drei Monaten handelt – bereits im April war bei einem 15-Jährigen eine Schusswaffe entdeckt worden.
Im australischen Bundesstaat Victoria starb ein Jugendlicher am Mittwochabend an mutmaßlichen Stichverletzungen. Die Polizei von Victoria teilte mit, der Junge sei gegen 19.50 Uhr mit schweren Verletzungen vor einem medizinischen Zentrum im Vorort Craigieburn aufgefunden worden. Rettungskräfte konnten ihn nicht mehr retten; er verstarb noch am Fundort. Die Identität des Opfers war zunächst nicht geklärt. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise.
Aus Iran berichten Justizkreise von der Festnahme eines 16-Jährigen, der gestanden hat, einen Gleichaltrigen mit einem Messer getötet zu haben. Laut der Zeitung Hamshahri kam es nach einer länger schwelenden Auseinandersetzung zu einer körperlichen Konfrontation, in deren Verlauf der Beschuldigte dem Opfer ein Messer in den Hals stieß. Der Jugendliche gab an, die Tat nicht beabsichtigt zu haben; der Fall wurde an das Jugendgericht verwiesen.
Ein Leitartikel in der französischen Tageszeitung Le Figaro nimmt diese und ähnliche Vorfälle zum Anlass, auf eine Verdopplung der Strafverfahren gegen Jugendliche wegen Tötungsdelikten und schwerer Gewalt in Frankreich binnen zehn Jahren hinzuweisen. Der Kommentar verweist auf den kürzlichen Tod eines 17-Jährigen nach einem Lynchangriff und spricht von einem gesellschaftlichen Versagen. Die dort geäußerte Deutung ist Teil einer breiteren Debatte über Jugendkriminalität, die in mehreren Ländern geführt wird.
In allen drei aktuellen Fällen dauern die Ermittlungen an. Offen ist in Argentinien, wie der Schüler an die Waffe gelangte; in Australien werden die genauen Tatumstände noch rekonstruiert; im Iran prüft die Justiz die Hintergründe der Tat. Die Behörden haben jeweils angekündigt, nach Abschluss der Untersuchungen weitere Auskünfte zu erteilen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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An einer Schule in der argentinischen Provinz Neuquén brachte ein 13-Jähriger eine geladene Waffe mit und schoss einem Mitschüler versehentlich in den Arm. Das Opfer ist außer Lebensgefahr, und die Behörden untersuchen, wie die Waffe ins Gebäude gelangte, während die Schule Notfallprotokolle aktivierte. Der Vorfall wird als Einzelfall behandelt, ohne vorherigen Konflikt zwischen den beiden Jugendlichen.
Im australischen Craigieburn starb ein Teenager vor einem medizinischen Zentrum an mutmaßlichen Stichverletzungen. Die Polizei hat eine Mordermittlung eingeleitet und sucht nach Zeugen. Der Vorfall wird als schweres Verbrechen behandelt, weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
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