
Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela lebend geborgen
Ein jordanisches Rettungsteam zog den Jungen aus den Trümmern in La Guaira; die Behörden sprechen von einem Hoffnungsschimmer angesichts der verheerenden humanitären Lage.
Sechs Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist ein dreijähriger Junge lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes gerettet worden. Nach Angaben der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez barg ein jordanisches Spezialteam das Kind namens Klieber Morán im Bundesstaat La Guaira. Der Junge wurde medizinisch erstversorgt und in ein Krankenhaus der Hauptstadt Caracas gebracht; sein Zustand wird von den behandelnden Ärzten als stabil beschrieben.
Die beiden Erdstöße der Stärke 7,2 und 7,5, die nach Behördenangaben am 25. Juni innerhalb weniger Minuten die dicht besiedelte Küstenregion erschütterten, haben nach offiziellen Zählungen mindestens 1.943 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 10.000 Personen wurden verletzt, Zehntausende gelten weiterhin als vermisst. Eine erste Auswertung von Satellitendaten der NASA ergab, dass rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden. Die Rettung des Kindes erfolgte deutlich nach dem von Experten genannten kritischen 72-Stunden-Fenster, in dem Überlebende unter Trümmern die höchste Überlebenschance haben.
In den am schwersten betroffenen Gebieten, insbesondere in La Guaira, spitzt sich die humanitäre Lage zu. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) berichtete von weitverbreiteter Nahrungsmittelknappheit, zusammengebrochener Grundversorgung und weitgehend unterbrochenen Kommunikationsverbindungen. Die Organisation warnte vor wachsenden Spannungen in der Bevölkerung, da der Zugang zu Hilfsgütern eingeschränkt bleibe. Eine 18-jährige Händlerin aus La Guaira schilderte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es bei der Verteilung von Lebensmitteln teils zu heftigen Auseinandersetzungen komme. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwies auf den erhöhten Ausbruchsrisiko von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten wie Masern und Diphtherie aufgrund niedriger Impfquoten. Unterdessen traf eine 47 Tonnen schwere Lieferung mit medizinischen Hilfsgütern und Material für Geburtshilfe und Neugeborenenversorgung ein.
In den Berichten über das Alter des geretteten Kindes bestehen Unstimmigkeiten: Während Übergangspräsidentin Rodríguez von einem Dreijährigen sprach, gab der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, das Alter mit zwei Jahren an. Auch die Gesamtzahl der Vermissten bleibt unklar; eine zivile Tracking-Website meldete über 46.000 als vermisst registrierte Personen, während offizielle Stellen von Zehntausenden Vermissten sprechen. Internationale Beobachter weisen darauf hin, dass die offiziellen Opferzahlen die tatsächliche Dimension der Katastrophe möglicherweise nicht vollständig abbilden.
Die Such- und Rettungsarbeiten werden von mehr als 2.000 Einsatzkräften aus über 30 Ländern fortgesetzt. Die Behörden betonten, dass die Bergung des Jungen die Hoffnung nähre, noch weitere Überlebende zu finden. Die vorläufige Opferbilanz bleibt angesichts der fortdauernden Bergungsarbeiten und der schwierigen Kommunikationslage vorläufig.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein dreijähriger Junge wurde sechs Tage nach dem verheerenden Doppelbeben in Venezuela lebend aus den Trümmern geborgen. Die jordanischen Retter vollbrachten ein Wunder, denn das Kind überlebte entgegen aller Erwartungen. Die Rettung wird als Hoffnungsschimmer inmitten der Zerstörung gefeiert.
Ein zweijähriger Junge wurde nach sechs Tagen unter den Trümmern gerettet, der einzige Überlebende, der am sechsten Tag gefunden wurde. Das kritische 72-Stunden-Fenster für die Suche nach Überlebenden war längst überschritten, was die Rettung zu einer seltenen Ausnahme macht. Das Kind wurde von jordanischen Teams geborgen und ins Krankenhaus gebracht.
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