
Saudi-Arabien nimmt Ölverladungen am Terminal Ras Tanura wieder auf
Nach fast viermonatiger Blockade des Persischen Golfs kehrt das grösste saudische Exportterminal schrittweise in den Betrieb zurück – ein Signal für die globalen Energiemärkte.
Am Freitag haben saudische Aramco-Tanker wieder Rohöl am Terminal Ras Tanura im Persischen Golf geladen, wie Schifffahrtsdaten von LSEG zeigen. Zwei Very Large Crude Carrier (VLCC) mit je zwei Millionen Barrel Kapazität befanden sich im Beladevorgang, ein dritter wartete in der Nähe. Die Wiederaufnahme beendet eine fast viermonatige Zwangspause, die am 8. März begann, nachdem Iran die Strasse von Hormus blockiert hatte. Über Ras Tanura werden normalerweise rund 90 Prozent der saudischen Rohölexporte abgewickelt; das Terminal ist damit eine zentrale Schaltstelle der globalen Ölversorgung.
Die Blockade war Teil der militärischen Eskalation zwischen den USA und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite. Aus Teheraner Sicht handelte es sich um eine Reaktion auf die 'amerikanisch-israelische Aggression', wie mit der Hisbollah verbundene Medien berichten. Während der Sperrung musste Saudi-Arabien seine Exporte auf den Hafen Yanbu am Roten Meer umleiten, was die Ausfuhren jedoch nur begrenzt aufrechterhalten konnte. Iranische Angriffe richteten sich in dieser Zeit nicht nur gegen den Hafen Ras Tanura, sondern auch gegen die angeschlossene Raffinerie und nahegelegene Ölfelder.
Die Normalisierung folgt auf ein Interimsabkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung der Kampfhandlungen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) liegt die saudische Gesamtproduktion flüssiger Kohlenwasserstoffe derzeit bei etwa acht Millionen Barrel pro Tag – vor dem Krieg waren es über zwölf Millionen. Die Exporte der Golfstaaten haben sich insgesamt auf etwa 75 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt. Die wichtigsten Abnehmer, vor allem China und Indien, beobachten die Entwicklung genau, da jede Störung in Ras Tanura unmittelbare Auswirkungen auf die asiatischen Spotmärkte hat.
Für die globalen Energiemärkte bleibt die Lage fragil. Die schrittweise Wiederinbetriebnahme des Terminals ist ein notwendiger, aber kein hinreichender Schritt zur Stabilisierung. Entscheidend wird sein, ob die Waffenruhe hält und Saudi-Arabien seine Produktion wieder hochfahren kann, ohne neue Angriffe befürchten zu müssen. Die nächsten Beladungsdaten aus Ras Tanura werden zeigen, ob die Normalisierung nachhaltig ist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach einer viermonatigen Blockade, die durch die US-israelische Militäraktion gegen den Iran verursacht wurde, hat Saudi-Arabien die Ölverladung am Terminal Ras Tanura wieder aufgenommen. Schifffahrtsdaten bestätigen, dass zwei Supertanker Rohöl laden, während ein dritter in der Nähe wartet. Der Stillstand hatte das Königreich gezwungen, alle Exporte über den Hafen Yanbu am Roten Meer umzuleiten.
Das saudische Terminal Ras Tanura ist nach einer viermonatigen Schließung, die auf die Angriffe des Iran und die Schließung der Straße von Hormuz zurückzuführen ist, wieder in Betrieb. Die Anlage, die 90 Prozent der saudischen Ölexporte abwickelt, war während der Krise teilweise durch Yanbu ersetzt worden. Schifffahrtsdaten zeigen nun zwei VLCC beim Laden und einen dritten, der zum Anlegen bereit ist.
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