
Samir Nasri in Paris vernommen – Ermittlungen wegen Geldwäsche und Drogenhandel
Der frühere französische Nationalspieler wurde im Rahmen von Ermittlungen zu organisierter Kriminalität zehn Stunden lang befragt, jedoch ohne Anklageerhebung entlassen.
Samir Nasri, ehemaliger Mittelfeldspieler der französischen Fußballnationalmannschaft, ist am 9. Juli in Paris von der Polizei festgenommen und rund zehn Stunden lang vernommen worden. Der 39-Jährige wurde noch am selben Abend ohne Anklageerhebung wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Vernehmung erfolgte im Rahmen eines justiziellen Ermittlungsverfahrens, das sich gegen eine organisierte Gruppe richtet. Nach Angaben der Pariser Finanzermittlungsbrigade (BRIF) lauten die Vorwürfe auf Einfuhr von Betäubungsmitteln, kriminelle Vereinigung sowie Geldwäsche. Im Zentrum der Untersuchungen steht der Nachtclub „XS“ in Ivry-sur-Seine, südöstlich von Paris, an dem Nasri seit 2016 als Gesellschafter beteiligt war und zuvor als Geschäftsführer fungierte.
Französische Medien berichten unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass über den Club größere Bargeldsummen an die Ehefrau eines inhaftierten Drogenhändlers aus Marseille geflossen sein sollen. Nasri, der die Familie des Hauptverdächtigen aus Kindertagen kennt, soll seine Anteile an dem Club im Jahr 2020 mündlich an den Bruder des Inhaftierten abgetreten haben – eine formelle Übertragung fand jedoch nicht statt. Diese Verbindung steht nun im Fokus der Finanzfahnder.
Neben den aktuellen Vorwürfen laufen gegen Nasri bereits Steuerverfahren. Die französische Steuerbehörde wirft ihm vor, für die Jahre 2020 bis 2022 Einkommensteuer in Millionenhöhe sowie Vermögensteuer nicht entrichtet zu haben. Im März wurden Konten und eine Immobilie im Gesamtwert von rund 5,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Nasri bestreitet die steuerrechtlichen Vorwürfe über seine Anwälte.
Der frühere Profi von Olympique Marseille, Arsenal und Manchester City beendete seine Karriere 2021 und arbeitet heute als TV-Experte. Die Ermittlungen der Pariser Justiz dauern an; eine Anklageerhebung ist bislang nicht erfolgt.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
Russland stellt den Fall als routinemäßiges Gerichtsverfahren dar und betont, dass Nasri ohne Anklage freigelassen wurde.
Russland hebt die Freilassung ohne Anklage hervor, um das Ereignis zu normalisieren und die Schwere der Untersuchung herunterzuspielen.
Russland lässt die Betonung der 'organisierten Kriminalität' aus europäischen Quellen weg und verringert so den Umfang des Falles.
Lateinamerika stellt die Angelegenheit als laufende Untersuchung dar, ohne vorzuverurteilen.
Durch die Verwendung des Begriffs 'Untersuchung' und 'inquérito' bleibt es in einer abwartenden Position und vermeidet es, den Fall als Skandal zu bezeichnen.
Lateinamerika lässt den spezifischen Verweis auf die Finanzbrigade (BRIF) aus europäischen Quellen weg und behält ein generisches Profil.
Kontinentaleuropa stellt den Fall als Fall organisierter Kriminalität dar und betont die Schwere der Anschuldigungen.
Durch die Verwendung von Begriffen wie 'organisierte Bande' und 'organisierte Kriminalität' wird der Fall zu einer ernsthaften Bedrohung erhoben, was ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugt.
Kontinentaleuropa (deutsche Version) erwähnt die Freilassung ohne Anklage nicht und konzentriert sich auf die Inhaftierung und das Verhör.
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