
Rücktritt nach WM-Aus: Saudi-Arabiens Fußballchef übernimmt Verantwortung
Yasser Al-Misehal zieht Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden der saudischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 und kündigt Neuwahlen an.
Der Präsident des saudi-arabischen Fußballverbands, Yasser Al-Misehal, hat am Montag seinen Rücktritt erklärt. Er zog damit die persönliche Konsequenz aus dem frühen Scheitern der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika. Das Team war in der Gruppe H nach einem torlosen Remis gegen Kap Verde, einem 1:1 gegen Uruguay und einer 0:4-Niederlage gegen Spanien mit nur zwei Punkten ausgeschieden. Der benötigte Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den Außenseiter aus Kap Verde blieb aus; stattdessen sicherte sich der Gegner mit dem Unentschieden erstmals in seiner Geschichte den Einzug in die K.-o.-Runde.
In einer auf der Plattform X veröffentlichten Erklärung übernahm Al-Misehal die „volle Verantwortung“ für das Abschneiden, das „nicht unseren Ambitionen entspricht“. Er kündigte an, nicht bis zum Ende der laufenden Amtszeit 2027 im Amt zu bleiben, sondern den Weg für eine neue Führung freizumachen. Der Verband werde nun das Verfahren zur Wahl eines neuen Vorstands einleiten. Al-Misehal, der das Amt seit Juni 2019 innehatte, bedankte sich bei der politischen Führung des Königreichs und bei den Fans, die er um Entschuldigung bat.
Das Ausscheiden wiegt aus regionaler Perspektive schwer, weil Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren massiv in den Fußball investiert hat. Unter Al-Misehals Führung holte die saudische Liga Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Neymar ins Land, richtete zahlreiche internationale Wettbewerbe aus – darunter die spanische und italienische Supercopa, die Klub-WM 2023 und den Arab Club Champions Cup – und sicherte sich die Zusage für die Ausrichtung der Asienmeisterschaft 2027 sowie der Weltmeisterschaft 2034. Die Nationalmannschaft selbst konnte jedoch bei den beiden WM-Teilnahmen unter seiner Ägide (2022 und 2026) die Gruppenphase nie überstehen; 2022 in Katar waren es drei Punkte, nun nur zwei.
In iranischen Medien wird das saudische Scheitern auch im Kontext der eigenen Enttäuschung wahrgenommen. Dort kommentierte man die „schwachen Ergebnisse“ des Nachbarn, der trotz der enormen finanziellen Mittel erneut früh gescheitert sei. Die arabische Berichterstattung hebt dagegen stärker die persönliche Verantwortungsübernahme Al-Misehals und die anstehende Neuordnung hervor. Beobachter in Riad verweisen darauf, dass der Rücktritt den Druck auf den Verband kanalisieren und einen Neuanfang vor den anstehenden Heimturnieren ermöglichen soll.
Für den saudi-arabischen Fußball steht nun eine Übergangsphase an. Die Neuwahl des Verbandsvorstands wird in den kommenden Wochen erwartet. Der neue Präsident übernimmt eine Organisation, die einerseits über erhebliche Ressourcen verfügt, andererseits die sportliche Weiterentwicklung der Nationalmannschaft vor der Asienmeisterschaft 2027 und der eigenen WM 2034 sicherstellen muss.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Präsident des saudi-arabischen Fußballverbands trat zurück und übernahm die volle Verantwortung für das frühe WM-Aus. Er dankte der Führung und entschuldigte sich bei den Fans, da das Ergebnis nicht den Ambitionen entsprach. Der Verband wird nun Kandidaturen für einen neuen Vorstand eröffnen.
Der saudi-arabische Fußballchef trat nach der „Katastrophe“ des Vorrunden-Aus bei der WM zurück. Das Team holte nur zwei Punkte, ein Ergebnis, das weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Rücktritt wird als Eingeständnis des Scheiterns dargestellt.
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