
Renault rüstet Megane mit LFP-Batterie und KI auf, Smart zeigt elektrischen Zweisitzer
Die Kompaktstromer erhalten neue Technik: Renault setzt auf kostengünstigere Zellchemie und Google Gemini, Smart kehrt zum urbantypischen Format zurück – während weltweit kompakte Modelle modernisiert werden.
Die Renault Megane E-Tech Electric, seit 2022 eines der volumenstärkeren Elektromodelle der Marke, erhält ein technisches Update, das die Wettbewerbsposition im Segment der kompakten Stromer verändert. Kernstück ist der Wechsel auf eine 67 kWh nutzbare Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), die eine WLTP-Reichweite von bis zu 500 Kilometern ermöglicht – ein Zuwachs von rund 30 Kilometern gegenüber der Vorgängerversion. Gleichzeitig steigt die DC-Ladeleistung auf 165 kW, sodass der Ladehub von 15 auf 80 Prozent in etwa 24 Minuten absolviert ist. Die LFP-Chemie verspricht zudem geringere Materialkosten und höhere Zyklenfestigkeit.
Flankiert wird der Antriebsstrang von einer digitalen Offensive: Das Infotainmentsystem openR link integriert nun den KI-Assistenten Google Gemini, der per Sprachdialog personalisierte Einstellungen und Routenplanung ermöglicht. Die Produktion von Fahrzeug und Batterie erfolgt im nordfranzösischen Douai, der Motor stammt aus Cléon – ein Bekenntnis zur europäischen Wertschöpfungskette, das in der Branche angesichts des Wettbewerbsdrucks aus Asien als strategisch gilt. Die Modellpalette wird auf die Ausstattungslinien Techno und Esprit Alpine gestrafft, das Exterieur erhält eine neue Lichtsignatur mit rautenförmigen LED-Elementen.
Parallel dazu präsentierte Smart in Rom das Interieur der Concept #2, die eine Rückkehr zum ursprünglichen Zweisitzer-Format einleitet. Das Serienmodell soll rund 2,70 Meter lang werden, eine 35,7 kWh große Batterie und eine Reichweite von 300 Kilometern erhalten sowie in weniger als 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Smart Europe sieht in der #2 einen möglichen Wachstumstreiber, um die zuletzt gesunkenen Verkaufszahlen in Europa wieder zu steigern. Die Wahl Roms als Präsentationsort unterstreicht die urbane Verankerung: Über 200.000 Fortwo wurden dort zugelassen.
Außerhalb Europas zeigt sich, dass kompakte Fahrzeuge weltweit technisch aufgewertet werden. Tata Motors hat in Indien den Tiago überarbeitet – mit neuem Infotainment, digitalem Cockpit und einer Antriebspalette, die neben Benzin und CNG auch eine Elektroversion (Tiago.ev) mit Konnektivitätsfunktionen umfasst. In Argentinien bringt Fiat die Toro 2026 mit einem 2,2-Liter-Turbodiesel (200 PS, 450 Nm) und überarbeitetem Design auf den Markt. Beide Regionalbeispiele belegen, dass die Kompaktklasse auch jenseits der Elektrifizierung eine Modernisierung erfährt. Die Markteinführung der erneuerten Megane und der Smart #2 ist für die zweite Jahreshälfte 2025 angekündigt; die Preisgestaltung und die Resonanz der Käufer werden zeigen, ob LFP-Technik und KI-Integration die europäischen Hersteller im Kompaktsegment stärken können.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Europäische Hersteller kalibrieren ihr Elektroangebot neu, indem sie auf günstigere LFP-Batterien setzen und zu kompakten Stadtautos zurückkehren, wie das neue Smart-Konzept und der aktualisierte Megane E-Tech mit größerer Reichweite und Schnellladung zeigen. Es ist eine pragmatische Strategie, um sich an verstopfte Städte und starken Wettbewerb anzupassen, ohne auf fortschrittliche Konnektivität und Fahrerassistenz zu verzichten.
Der elektrische Renault Megane erhält ein Facelift mit einem reiferen Design und LFP-Batterien, um Reichweite und Ladegeschwindigkeit zu steigern und den europäischen Markt zu erobern. Das technische Update wird als wettbewerbsorientierter Schachzug gesehen, um Rivalen in einem schwierigen Segment herauszufordern.
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