
Arabische Liga ernennt ägyptischen Diplomaten Nabil Fahmy zum neuen Generalsekretär
Der Ministerrat der Arabischen Liga bestätigte in Amman den früheren ägyptischen Außenminister für eine fünfjährige Amtszeit ab Juli – ein Wechsel, der aus europäischer Sicht die Kontinuität der regionalen Koordination sichert.
Der Rat der Arabischen Liga hat auf Ministerebene in Amman den ägyptischen Diplomaten Nabil Fahmy zum neuen Generalsekretär ernannt. Die Amtszeit des 75-Jährigen beginnt am 1. Juli und ist auf fünf Jahre angelegt. Fahmy tritt die Nachfolge von Ahmed Aboul Gheit an, der das Amt über zwei Mandate hinweg ausübte. Die Entscheidung war bereits im März einstimmig von den Mitgliedstaaten vorbereitet worden und wurde nun im Rahmen der wiederaufgenommenen 165. ordentlichen Sitzung formell bestätigt.
Der Ministerrat würdigte laut einer Erklärung die diplomatische Erfahrung Fahmys und bekundete sein Vertrauen, dass dieser die gemeinsame arabische Handlungsfähigkeit stärken und den gegenwärtigen Herausforderungen begegnen werde. Aus Kairoer Regierungskreisen verlautete, Fahmy selbst habe die Berufung als „große Verantwortung“ bezeichnet und dabei auf „eklatante Verstöße gegen das Völkerrecht“ sowie eine „anhaltende Besetzung von Gebieten“ arabischer Staaten verwiesen, ohne einzelne Länder zu nennen. Beobachter in der Region werten dies als Anspielung auf die israelische Politik gegenüber den Palästinensergebieten und auf iranische Aktivitäten. Dem scheidenden Generalsekretär Aboul Gheit sprach der Rat seinen Dank für dessen „aufrichtige Bemühungen“ und seine Rolle bei der Verteidigung der palästinensischen Sache aus.
Mit Fahmy übernimmt zum achten Mal ein Ägypter die Führung des 1945 gegründeten panarabischen Bündnisses; lediglich in den 1980er Jahren, als Ägypten nach dem Friedensvertrag mit Israel suspendiert war, stand mit dem Tunesier Chedli Klibi ein Nicht-Ägypter an der Spitze. Die Liga mit Sitz in Kairo fungiert als politisches Forum für 22 Mitgliedstaaten und besitzt Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen. In den vergangenen Jahren befasste sie sich intensiv mit der Rückkehr Syriens in die Organisation, mit einem von Technokraten getragenen Wiederaufbauplan für den Gazastreifen sowie mit der von mehreren Mitgliedern als „Aggression“ bezeichneten Politik Irans. Aus europäischer diplomatischer Sicht ist die personelle Kontinuität an der Spitze der Liga von Belang, da die Organisation ein zentraler Ansprechpartner für Nahost-Fragen bleibt und über Formate wie den Russisch-Arabischen Kooperationsrat auch mit Moskau im Austausch steht.
Die Amtsübergabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Region durch den Krieg in Gaza und anhaltende Spannungen im Nahen Osten geprägt ist. Die neue Führung wird sich unmittelbar mit der Umsetzung des Gaza-Wiederaufbauplans und der weiteren Reintegration Syriens befassen müssen. Die nächsten regulären Konsultationen des Ministerrats sind turnusgemäß für den Herbst vorgesehen; eine außerordentliche Sitzung könnte jedoch jederzeit einberufen werden, falls die Sicherheitslage dies erfordert.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Ministerrat der Arabischen Liga ernannte den ägyptischen Diplomaten Nabil Fahmy zum neuen Generalsekretär mit einer fünfjährigen Amtszeit ab Juli. Der Rat bekundete volles Vertrauen in seine Führungsfähigkeiten und wünschte ihm Erfolg bei seinen neuen Aufgaben.
Die in Amman versammelten arabischen Außenminister bestätigten den ehemaligen ägyptischen Außenminister Nabil Fahmy als neuen Generalsekretär der Arabischen Liga, der auf Ahmed Aboul Gheit folgt. Der algerische Außenminister Ahmed Attaf nahm an der Sitzung teil, die auf Weisung der arabischen Staatschefs einberufen wurde, um den neuen Leiter der panarabischen Organisation zu wählen.
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