
Ronaldo beginnt gegen Usbekistan – Martínez trotzt der Kritik
Portugals Kapitän steht in Houston erneut in der Startelf, während Trainer Roberto Martínez die Mannschaft nach dem Fehlstart gegen die DR Kongo in der Pflicht sieht.
Als der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed die Partie im NRG Stadium anpfiff, richteten sich alle Blicke auf Cristiano Ronaldo. Der 41‑Jährige führte Portugal als Spitze eines 4‑2‑3‑1 an, flankiert von João Félix und Pedro Neto – eine personelle Antwort auf die öffentliche Debatte, die nach dem 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo entbrannt war. Martínez hatte am Vortag jede Auskunft über die Aufstellung verweigert, doch nun stand der Kapitän erneut auf dem Rasen, während Bernardo Silva auf der Bank Platz nehmen musste. Die frühe Drangphase der Portugiesen, bei der Bruno Fernandes bereits in der zweiten Minute eine Großchance vergab, unterstrich den Willen, die Stockungen des ersten Spiels zu überwinden.
Die Ausgangslage in der Gruppe K verlieh dem Duell zusätzliche Dringlichkeit. Kolumbien hatte mit dem 3:1 gegen Usbekistan die Tabellenführung übernommen, während Portugal und die DR Kongo mit je einem Punkt hinter den Südamerikanern lagen. Ein weiterer Punktverlust hätte die Iberer vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kolumbien in eine prekäre Lage gebracht. Usbekistan, das unter Fabio Cannavaro sein erstes Weltmeisterschaftsturnier bestreitet, war nach der Niederlage gegen Kolumbien ebenfalls zum Punkten gezwungen, um nicht frühzeitig aus dem Rennen um die Plätze für das Sechzehntelfinale auszuscheiden.
Die Kritik an Ronaldo hatte sich in den Tagen nach dem Kongo‑Spiel in sozialen Netzwerken und in den Sendungen internationaler Fußballexperten verdichtet. In Portugal selbst veröffentlichte die Sportzeitung „A Bola“ eine Umfrage, in der weder die Leser noch die Redakteure den Rekordtorschützen in ihrer Wunschelf sahen. Martínez hingegen bezeichnete die Angriffe als „unfair und ungerecht“ und betonte, dass die Mannschaft „geeinter denn je“ sei. Aus italienischer Perspektive warnte Cannavaro, der 2006 als Spieler den Titel gewann, seine Abwehrspieler eindringlich davor, Ronaldo auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen: „Er kann in jeder Situation treffen, bei Freistößen, selbst an der Eckfahne.“
Die taktische Anlage der ersten Minuten bestätigte die Erwartungen: Portugal übernahm sofort die Kontrolle, suchte über die Außenbahnen und durch die Mitte den Abschluss. Usbekistan zog sich in ein kompaktes 3‑4‑2‑1 zurück und setzte auf Konter über Eldor Shomurodov und Abbosbek Fayzullaev, der gegen Kolumbien den historischen ersten WM‑Treffer seines Landes erzielt hatte. Die asiatische Mannschaft, die in der Qualifikation mit Disziplin und Kampfgeist überzeugt hatte, versuchte, die Räume eng zu machen und den Spielfluss der Portugiesen zu stören.
Für Portugal ging es an diesem Abend nicht allein um drei Punkte, sondern um die Wiederherstellung des Selbstverständnisses eines Turnierfavoriten. Ein Sieg würde den Druck vor dem Duell mit Kolumbien mindern und die Ausgangslage im Kampf um den Gruppensieg offenhalten. Für Usbekistan hingegen bedeutete ein weiterer Rückschlag das wahrscheinliche Ende aller Hoffnungen auf die K.-o.-Runde. Die nächste konkrete sportliche Konsequenz war damit klar: Nur der Gewinner dieses Abends durfte mit Zuversicht auf die abschließende Gruppenphase blicken.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Portugal steht nach dem Auftaktremis unter Druck und muss gegen Usbekistan gewinnen. Cristiano Ronaldo wird für seine Chancenverwertung kritisiert und muss seinen Killerinstinkt wiederfinden. Das Team ist aufgefordert, sofort zurückzuschlagen, um eine frühe Krise zu vermeiden.
Portugal trifft im zweiten Gruppenspiel auf Usbekistan. Nach dem Auftaktremis sucht das Team den ersten Sieg. Hier die voraussichtlichen Aufstellungen und wo zu sehen.
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