
Pew-Studie: China überholt die USA erstmals in der globalen Gunst
Eine neue Erhebung des Pew Research Center zeigt, dass China in 25 von 36 Ländern positiver bewertet wird als die Vereinigten Staaten – ein historischer Stimmungsumschwung.
Erstmals seit Beginn der weltweiten Erhebungen des Pew Research Center im Jahr 2002 wird China in einer Mehrheit der befragten Länder positiver gesehen als die Vereinigten Staaten. In 25 der 36 untersuchten Staaten und Territorien, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Kanada und Mexiko, überwiegt der Anteil der Befragten mit einem günstigen China-Bild jenen mit einem günstigen US-Bild. Die Erhebung unter mehr als 42.000 Erwachsenen, die zwischen Februar und Mai 2026 durchgeführt wurde, fällt in eine Phase, in der die Vereinigten Staaten und Israel einen Militärschlag gegen den Iran führten und die Regierung Trump Handelskonflikte mit Verbündeten eskalierte. Nur in sechs Ländern – Indien, Japan, Südkorea, den Philippinen, Polen und Israel – genießen die USA weiterhin mehr Zuspruch als China.
Aus Washingtoner Sicht wird der Befund als Ausdruck einer vorübergehenden Verstimmung unter Partnern interpretiert. Eine Sprecherin des Weißen Hauses verwies auf die militärischen Erfolge der Regierung Trump, darunter die Zerstörung iranischer Nuklearanlagen, und betonte, die Vereinigten Staaten seien „niemals stärker gewesen“. In Peking hingegen wertet man die Daten als Bestätigung des eigenen Kurses. Die chinesische Botschaft in Washington erklärte, die Umfrage belege, dass „Chinas Regierungserfolge und Entwicklungsfortschritte weithin anerkannt werden“. Die Studienautoren um Laura Silver führen den Wandel auf das Abklingen der pandemiebedingten China-Skepsis sowie auf eine wachsende Wahrnehmung zurück, Washington trage weniger zu globaler Stabilität bei. In vielen Ländern werde China zudem als verlässlicherer Partner eingestuft.
Für die transatlantischen Beziehungen markieren die Zahlen eine Zäsur. In Kanada sank der Anteil derjenigen mit einem positiven US-Bild binnen drei Jahren von 57 auf 33 Prozent, während die Zustimmung zu China von 14 auf 44 Prozent stieg. In Deutschland, wo 2023 noch eine deutliche Mehrheit die USA bevorzugte, hat sich das Verhältnis umgekehrt. Auch in der Schweiz und in Österreich, die nicht Teil der Erhebung sind, dürften die Ergebnisse in den außenpolitischen Debatten aufmerksam registriert werden. Die Umfrage zeigt zudem, dass das Vertrauen in beide Führungsfiguren gering bleibt, Xi Jinping jedoch in 22 Ländern höhere Vertrauenswerte erzielt als Donald Trump. Gleichzeitig schreiben die Befragten den USA weiterhin eine größere Achtung individueller Freiheiten zu, während China seltener Einmischung in innere Angelegenheiten vorgeworfen wird.
Die Verschiebung vollzieht sich vor dem Hintergrund einer von Zöllen, Annexionsrhetorik und militärischen Interventionen geprägten Außenpolitik der zweiten Trump-Administration. In den untersuchten Schwellenländern Lateinamerikas, Afrikas und des asiatisch-pazifischen Raums wird Peking zunehmend als wirtschaftlicher und diplomatischer Gegenpol wahrgenommen. Die Ergebnisse der Pew-Studie werden in den kommenden Wochen in den außenpolitischen Fachausschüssen westlicher Parlamente und in den Planungsstäben der Nato diskutiert werden. Eine Fortschreibung der Erhebung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
| Chinesische Presse | +1.00 | aligned |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Japanisch-koreanische Presse | −0.60 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
China celebrates the recovery of its global image, attributing it to Xi Jinping's leadership and the resilience of the Chinese model.
Presents the survey as evidence of a historic reversal, emphasizing recovery from pandemic lows and downplaying regional criticisms.
Does not mention that Japan and neighboring countries maintain negative views of China due to territorial disputes.
The Atlantic West warns of the decline of American soft power, attributing China's overtaking to tensions created by the Trump administration.
Uses the survey to highlight the consequences of Trump's policies, turning data on China into a critique of American leadership.
Does not emphasize that in Japan and neighboring countries China is still viewed negatively, limiting the scope of the global overtaking.
Japan and Korea reiterate that positive perception of China is a distant phenomenon, while in their region mistrust and security concerns prevail.
Contrasts global data with regional realities, using territorial disputes as evidence that China's overtaking is not universal.
Does not highlight that globally, for the first time, China is viewed more positively than the US in a majority of surveyed countries.
Continental Europe records the data without alarmism, presenting the overtaking as a statistical fact devoid of immediate implications.
Adopts a detached and descriptive tone, avoiding attributing causes or consequences, to maintain a position of neutrality.
Does not discuss the strategic implications of the shift in global perception for the world order.
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