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Geopolitik & PolitikFreitag, 3. Juli 2026

Petro bittet Trump um Aufhebung der Sanktionen – Zusage unter Vorbehalt

In einem Telefonat ersuchte der scheidende kolumbianische Präsident um die Streichung von der OFAC-Liste; Trump stellte eine Prüfung in Aussicht.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat in einem Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump um die Aufhebung der gegen ihn und seine Familie verhängten Finanzsanktionen gebeten. Laut einer Mitteilung der kolumbianischen Präsidentschaft vom 3. Juli 2026 sagte Trump zu, er werde „sein Bestes tun“, um das Anliegen zu prüfen. Petro selbst erklärte über den Kurznachrichtendienst X, Trump habe ihm versprochen, in der Sache tätig zu werden. Die Unterredung, die vierte direkte Kontaktaufnahme beider Staatschefs, wurde von Petro als „freundlich“ beschrieben.

Aus kolumbianischer Sicht standen zwei weitere Themen im Zentrum: Petro präsentierte Daten zum Programm der freiwilligen Substitution von Koka-Anbauflächen und gab an, das vereinbarte Ziel von 30.000 Hektar eradizierter Fläche sei erreicht, bis Ende 2026 werde man auf 41.000 Hektar kommen. Er ersuchte Washington, das Programm auch unter der ab August amtierenden Regierung von Abelardo de la Espriella fortzuführen. Zugleich äußerte Petro seine Sorge vor einer wachsenden politischen Polarisierung in der Region und bat um amerikanische Hilfe, um ein Umschlagen des „Hasses in Blut und Gewalt“ zu verhindern.

Die von Petro genannten Zahlen zur Koka-Eradikation werden durch das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) allerdings relativiert. Dessen Regionaldirektor für die Andenregion, Amado Philip de Andrés, erklärte gegenüber dem kolumbianischen Medium La Silla Vacía, in den ersten viereinhalb Monaten des Jahres seien lediglich 9.200 Hektar erfasst worden. Bei gleichbleibendem Tempo sei bis Jahresende mit höchstens 28.000 Hektar zu rechnen. Die Diskrepanz zwischen den Regierungsangaben und den UNODC-Daten wirft Fragen zur tatsächlichen Wirksamkeit des Programms auf, das Petro als einen der zentralen Erfolge seiner Amtszeit darstellt.

Die Sanktionen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) waren im Oktober 2025 verhängt worden, nachdem Trump Petro öffentlich als „Anführer des Drogenhandels“ bezeichnet hatte. Neben dem Präsidenten sind auch First Lady Verónica Alcocer und Innenminister Armando Benedetti auf der Liste. Petro zeigte sich in seinen Äußerungen überrascht, dass Trump weder von der fortdauernden Listung noch von seiner fehlenden Unterstützung für den neugewählten Präsidenten De la Espriella gewusst habe. Aus Washingtoner Sicht liegt die Entscheidung über eine Streichung beim Finanzministerium, das jedoch dem Präsidenten untersteht. Der republikanische Senator Bernie Moreno, der als Wahlbeobachter in Kolumbien war, hatte bereits zuvor eine Aufhebung als „möglich und wahrscheinlich“ bezeichnet.

Das Telefonat fand einen Monat vor dem Ende von Petros Amtszeit am 7. August statt. Eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme aus dem Weißen Haus lag zunächst nicht vor. Die nächsten faktischen Schritte hängen nun davon ab, ob das US-Finanzministerium ein formelles Verfahren zur Überprüfung der Sanktionen einleitet. Petro kündigte an, die entsprechenden Daten zur Koka-Substitution zu veröffentlichen, was als Teil der kolumbianischen Argumentation gegenüber Washington dienen dürfte.

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Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat in einem Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump um die Aufhebung der gegen ihn und seine Familie verhängten Finanzsanktionen gebeten. Laut einer Mitteilung der kolumbianischen Präsidentschaft vom 3. Juli 2026 sagte Trump zu, er werde „sein Bestes tun“, um das Anliegen zu prüfen. Petro selbst erklärte über den Kurznachrichtendienst X, Trump habe ihm versprochen, in der Sache tätig zu werden. Die Unterredung, die vierte direkte Kontaktaufnahme beider Staatschefs, wurde von Petro als „freundlich“ beschrieben.

Aus kolumbianischer Sicht standen zwei weitere Themen im Zentrum: Petro präsentierte Daten zum Programm der freiwilligen Substitution von Koka-Anbauflächen und gab an, das vereinbarte Ziel von 30.000 Hektar eradizierter Fläche sei erreicht, bis Ende 2026 werde man auf 41.000 Hektar kommen. Er ersuchte Washington, das Programm auch unter der ab August amtierenden Regierung von Abelardo de la Espriella fortzuführen. Zugleich äußerte Petro seine Sorge vor einer wachsenden politischen Polarisierung in der Region und bat um amerikanische Hilfe, um ein Umschlagen des „Hasses in Blut und Gewalt“ zu verhindern.

Die von Petro genannten Zahlen zur Koka-Eradikation werden durch das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) allerdings relativiert. Dessen Regionaldirektor für die Andenregion, Amado Philip de Andrés, erklärte gegenüber dem kolumbianischen Medium La Silla Vacía, in den ersten viereinhalb Monaten des Jahres seien lediglich 9.200 Hektar erfasst worden. Bei gleichbleibendem Tempo sei bis Jahresende mit höchstens 28.000 Hektar zu rechnen. Die Diskrepanz zwischen den Regierungsangaben und den UNODC-Daten wirft Fragen zur tatsächlichen Wirksamkeit des Programms auf, das Petro als einen der zentralen Erfolge seiner Amtszeit darstellt.

Die Sanktionen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) waren im Oktober 2025 verhängt worden, nachdem Trump Petro öffentlich als „Anführer des Drogenhandels“ bezeichnet hatte. Neben dem Präsidenten sind auch First Lady Verónica Alcocer und Innenminister Armando Benedetti auf der Liste. Petro zeigte sich in seinen Äußerungen überrascht, dass Trump weder von der fortdauernden Listung noch von seiner fehlenden Unterstützung für den neugewählten Präsidenten De la Espriella gewusst habe. Aus Washingtoner Sicht liegt die Entscheidung über eine Streichung beim Finanzministerium, das jedoch dem Präsidenten untersteht. Der republikanische Senator Bernie Moreno, der als Wahlbeobachter in Kolumbien war, hatte bereits zuvor eine Aufhebung als „möglich und wahrscheinlich“ bezeichnet.

Das Telefonat fand einen Monat vor dem Ende von Petros Amtszeit am 7. August statt. Eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme aus dem Weißen Haus lag zunächst nicht vor. Die nächsten faktischen Schritte hängen nun davon ab, ob das US-Finanzministerium ein formelles Verfahren zur Überprüfung der Sanktionen einleitet. Petro kündigte an, die entsprechenden Daten zur Koka-Substitution zu veröffentlichen, was als Teil der kolumbianischen Argumentation gegenüber Washington dienen dürfte.

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