
Paraguay ruft nach historischem Sieg gegen Deutschland nationalen Feiertag aus
Nach dem überraschenden 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen die DFB-Elf im WM-Achtelfinale hat Präsident Santiago Peña einen Feiertag verfügt, um die erste deutsche Niederlage in einem WM-Elfmeterschießen zu feiern.
Die Entscheidung fiel in der Nacht zum Dienstag in Foxborough, Massachusetts: Paraguay bezwang Deutschland im Elfmeterschießen mit 4:3 und zog ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 ein. Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff verkündete Präsident Santiago Peña auf der Plattform X: „¡PARAGUAY NUNCA SE RINDE! ¡¡FERIADO CARAJO!!“ – Paraguay gebe niemals auf, und es gebe einen Feiertag. Per Dekret ordnete er für den folgenden Tag, den 30. Juni, einen nationalen Ruhetag an, um den Triumph zu feiern. Die Maßnahme stützt sich auf ein Gesetz, das dem Präsidenten bis zu drei zusätzliche Feiertage pro Jahr erlaubt; bereits im September 2025 hatte Peña nach der geglückten WM-Qualifikation einen solchen Sonderfeiertag ausgerufen.
Das Spiel selbst war an Dramatik kaum zu überbieten. Julio Enciso hatte Paraguay in der 42. Minute per Kopf in Führung gebracht, ehe Kai Havertz in der 54. Minute ausglich. In der Verlängerung schien Jonathan Tah die deutsche Mannschaft in der 101. Minute per Kopfball in Führung zu bringen, doch der Treffer wurde nach Videobeweis wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt. So musste das Elfmeterschießen entscheiden. Paraguays Torhüter Orlando Gill parierte die Versuche von Havertz und Nick Woltemade, während Tah über das Tor schoss. Auf paraguayischer Seite vergaben zwei Schützen, ehe José Canale den entscheidenden Strafstoß verwandelte. Es war das erste Mal, dass Deutschland ein WM-Elfmeterschießen verlor.
Für Paraguay bedeutet der Erfolg die erste Achtelfinalteilnahme seit 2010, als das Team unter Gerardo Martino bis ins Viertelfinale vorstieß. Die Mannschaft von Trainer Gustavo Alfaro hatte sich als einer der besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde qualifiziert und sorgte nun für eine der größten Überraschungen des Turniers: Der 41. der FIFA-Weltrangliste schaltete den Weltranglistenzehnten aus. In Asunción und im ganzen Land brachen spontane Feiern aus; die Regierung begründete den Feiertag damit, dass der Sieg „weit über den Sport hinausgeht“ und es gelte, „das Zusammenkommen aller Paraguayer zur Feier dieses historischen Tages zu ermöglichen“.
Paraguay ist bereits das zweite südamerikanische Land, das nach einem Überraschungserfolg gegen Deutschland einen Feiertag ausruft. In der Vorwoche hatte Ecuadors Präsident Daniel Noboa einen nationalen Ruhetag erklärt, nachdem sein Team die deutsche Elf in der Gruppenphase mit 2:1 besiegt und sich so für das Achtelfinale qualifiziert hatte. Aus chilenischer Perspektive gratulierte Präsident José Antonio Kast und hob die Bedeutung eines weiteren lateinamerikanischen Teams im Achtelfinale hervor.
Im Achtelfinale trifft Paraguay am 4. Juli in Philadelphia auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Schweden. Für Deutschland endet das Turnier dagegen mit dem frühesten Ausscheiden seit dem Vorrunden-Aus 2018 und 2022 – und einer historischen Premiere im Elfmeterschießen.
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Paraguay erlebte eine Nacht des puren Ruhms, warf Deutschland im Elfmeterschießen raus und entfesselte eine unbändige Volksfeier. Der Präsident erklärte umgehend einen nationalen Feiertag und machte die sportliche Heldentat zu einem Moment der nationalen Einheit. Die Straßen von Asunción füllten sich mit Fahnen und Gesängen, in einem Ausbruch von Stolz, wie man ihn seit Jahrzehnten nicht gesehen hatte.
Der paraguayische Präsident kündigte einen Feiertag nach dem Sieg der Nationalmannschaft über Deutschland an, der den Einzug ins Achtelfinale sicherte. Das Spiel endete 1:1 und wurde im Elfmeterschießen entschieden, wobei Deutschland sensationell ausschied. Die Nachricht wurde über die Social-Media-Kanäle des Staatsoberhaupts verbreitet.
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