
Pakistan und Saudi-Arabien drängen auf Deeskalation: Appelle nach erneuten US-iranischen Angriffen
Die Außenminister Pakistans und Saudi-Arabiens tauschen sich über die jüngsten Feindseligkeiten aus, pochen auf das Islamabader Memorandum und fordern Mäßigung, während Teheran seine Kontrolle über die Straße von Hormus bekräftigt.
Die erneuten militärischen Schläge zwischen den Vereinigten Staaten und Iran haben in Islamabad und Riad sofortige diplomatische Aktivität ausgelöst. Nach Angaben des pakistanischen Außenministeriums telefonierte Außenminister Ishaq Dar am 12. Juli mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi und drängte auf die Einhaltung des im Juni 2026 unterzeichneten Memorandum of Understanding (MoU) von Islamabad, das einen Deeskalationspfad vorsieht. Gleichzeitig führte Ministerpräsident Shehbaz Sharif separate Gespräche mit der Führung in Teheran und in Katar, um die festgefahrenen Vermittlungsbemühungen wiederzubeleben. Pakistan, das gemeinsam mit Katar als Mediator zwischen Washington und Teheran fungiert, signalisierte damit seine Bereitschaft, den Dialog aufrechtzuerhalten.
Parallel konsultierte Dar den saudi-arabischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan. Aus der Sicht Riads gefährden die Gefechte die regionale Stabilität und untergraben die Ziele des MoU. In einer gemeinsamen Erklärung des pakistanischen Außenamtes hieß es, beide Seiten seien überzeugt, dass der Konflikt niemandes Interessen diene. Die maldivische Außenministerin Iruthisham Adam würdigte in einem weiteren Telefonat mit Dar die Vermittlerrolle Pakistans. Diese Schritte verdeutlichen, dass Islamabad bestrebt ist, seine diplomatische Führungsrolle in der islamischen Welt zu unterstreichen und zugleich die Unterstützung Riads als gewichtigem regionalem Akteur zu sichern.
Der Auslöser der jüngsten Eskalation liegt nach Darstellung des US-Zentralkommandos in iranischen Angriffen auf ein unter zypriotischer Flagge fahrendes Handelsschiff in der Straße von Hormus. Daraufhin flog die US-Luftwaffe Vergeltungsschläge gegen Ziele in Iran. Aus Teheraner Sicht bestätigte das Außenministerium die Telefonate, ohne auf militärische Einzelheiten einzugehen. Ein Vertreter des parlamentarischen Sicherheitsausschusses, Ebrahim Rezaei, erklärte jedoch über einen sozialen Netzwerkdienst, Iran werde die Kontrolle über die Meerenge „mit Gewalt“ behalten. Die Straße von Hormus, durch die täglich ein Fünftel des Weltölverbrauchs transportiert wird, rückt damit erneut ins Zentrum strategischer Auseinandersetzungen – ein Zustand, der in europäischen Hauptstädten aufmerksam verfolgt wird, da Unterbrechungen unmittelbar auf die Energiepreise durchschlagen könnten.
Das Islamabader MoU war am 18. Juni 2026 geschlossen worden und sah technische Verhandlungen in der Schweiz vor, die bereits am 21. Juni unter Beteiligung der Mediatoren Pakistan und Katar begannen. Laut pakistanischen Diplomaten ist der Verhandlungsprozess durch die neue Welle der Gewalt nun in Frage gestellt. Außenminister Dar betonte, dass den Vermittlungsbemühungen der „notwendige zeitliche und politische Raum“ gewährt werden müsse, um ein friedliches Ergebnis zu erzielen. Beobachter in der Region weisen darauf hin, dass ohne eine Rückkehr zum Dialog die Gefahr einer weiteren militärischen Eskalation wächst, die auch Stellvertreterkonflikte im Nahen Osten befeuern könnte. Wann formelle Gespräche wieder aufgenommen werden, ist derzeit unklar; die diplomatischen Kanäle bleiben jedoch offen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Iran denounces US strikes while tightening the Strait of Hormuz; Pakistan mediates but violations continue.
By presenting facts of military actions from both sides, the bloc creates a narrative of symmetric conflict in which Iran is not the sole aggressor.
The Iranian bloc omits Saudi Arabia's involvement and the explicit reference to the Islamabad memorandum of understanding, preferring to describe military actions alone.
Pakistan and Saudi Arabia warn: the US-Iran escalation destabilizes the entire Middle East.
By emphasizing the threat to regional stability and the role of mediators like Pakistan and Saudi Arabia, the bloc legitimizes the call for restraint.
The Indian-South Asian bloc omits description of military hostilities (Strait of Hormuz closure, missile strikes) and focuses solely on diplomatic appeals.
Russia records the diplomatic dialogue between Iran and Pakistan and emphasizes that only diplomacy can resolve the crisis.
By reporting the phone call without emotional emphasis, the bloc lends authority to the diplomatic position as the only viable path.
The Russian bloc omits information on military actions and Saudi involvement, presenting a purely diplomatic situation.
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