
Als Vierjähriger sang er für die Alliierten: Zum Tod von Peppino di Capri
Der italienische Sänger und Pianist, der mit „Champagne“ und zwei Sanremo-Siegen internationale Bekanntheit erlangte, starb im Alter von 86 Jahren auf Capri.
Die Aufnahme zeigt einen Knirps auf einer Bierkiste, irgendwo auf Capri im Jahr 1943. Vor ihm steht General Mark W. Clark und lauscht dem Jungen, der Klavier spielt und Lieder zum Besten gibt. So begann das musikalische Leben des Giuseppe Faiella, der als Peppino di Capri zur Legende wurde. Am 11. Juli 2026 ist er in seiner Villa Castiglione auf der Insel gestorben, die ihm den Künstlernamen schenkte, nach langer Krankheit.
Capri hat den Verlust mit einer Trauerfeier in der Kirche Santo Stefano begangen, nur wenige Schritte von der berühmten Piazzetta entfernt. Bürgermeister Paolo Falco rief die Bürgerschaft zur Teilnahme auf, in der Sala Consiliare des Rathauses war der Verstorbene aufgebahrt. Weggefährten wie Massimo Ranieri, Gianni Morandi und Orietta Berti sandten Kondolenzen, und die Insel verneigte sich vor einem Sohn, der ihre Seele in die Welt trug.
Peppino di Capri stand für eine seltene Kontinuität: Er verband die neapolitanische Melodik mit dem amerikanischen Rock ’n’ Roll und machte den Twist in Italien populär. Sein deutsch gesungener „Saint-Tropez Twist“ eroberte Anfang der sechziger Jahre die bundesdeutschen Top Ten, und mit Titeln wie „Champagne“ oder „Roberta“ drang er bis nach Brasilien vor. Zweimal gewann er das Sanremo-Festival (1973 und 1976), stets blieb ihm die Insel Heimat und Inspirationsquelle, wie sein Management betonte.
Seine Wirkung reichte weit über Italien hinaus. In Deutschland, Frankreich und der Schweiz wurde der „italienische Buddy Holly“ für seine mehrsprachigen Aufnahmen geschätzt; arabische Medien würdigten ihn als „Giganten der italienischen Musik“. Noch im Sommer 2024 trat er in der Certosa di San Giacomo auf und rührte das Publikum mit „Champagne“ – eine Geste der Verbundenheit mit dem Ort, der seinen künstlerischen Atem nährte.
Zurück bleibt ein Katalog, der durch Rechte und die eigene Plattenfirma Splash weiterlebt, und eine Insel, die nun einen ihrer größten Botschafter betrauert. In Santo Stefano fällt das Licht durch die Fenster auf die Trauergemeinde, während draußen die schmalen Gassen klingen, als hätten sie eine seiner Melodien gespeichert.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.80 | aligned |
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| Lateinamerikanische Presse | +0.60 | aligned |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.60 | aligned |
Italy mourns the loss of a renowned son, an artist who carried the name of Capri worldwide and whose music marked generations.
The article tightly links the artist to the territory and collective memory, turning a personal death into civic mourning through local details and testimonies from fellow artists.
Latin America remembers Peppino di Capri as a singer who brought Italy to the world with 'Champagne'.
The article extracts a single hit and turns it into a symbol of an entire career, making the artist accessible to a non-Italian audience.
The Arab world pays tribute to a great figure in Italian music, emphasizing his Sanremo triumphs and international fame.
The language is impersonal and factual, without emotional commentary, presenting the death as a newsworthy event.
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