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Energie & KlimaSonntag, 28. Juni 2026

Neue Temperaturrekorde in Deutschland: Heißeste Nacht und dritter Hitzegipfel in Folge

In Kubschütz fiel die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad, während tagsüber mit 41,7 Grad ein weiterer historischer Höchstwert erreicht wurde. Auch Tschechien meldet Spitzenwerte.

Deutschland hat in der Nacht zum Sonntag die wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sank das Thermometer im ostsächsischen Kubschütz nicht unter 29,4 Grad Celsius und übertraf damit den bisherigen Rekord von 27,2 Grad aus dem Jahr 2003 deutlich. Tagsüber setzte sich die Hitzewelle fort: In Coschen (Brandenburg) wurden 41,7 Grad gemessen, womit zum dritten Mal in Folge der nationale Tageshöchstwert gebrochen wurde – zuvor waren es 41,3 Grad in Saarbrücken und 41,5 Grad in Möckern-Drewitz. Auch das benachbarte Tschechien verzeichnete mit 41,1 Grad in Doksany nördlich von Prag einen neuen Landesrekord.

Die extreme nächtliche Wärme in Kubschütz führt der DWD auf die Mittelgebirgslage zurück. Südliche Winde verursachten auf den Nordhängen leichte Föhneffekte, die eine Abkühlung verhinderten. Diese Konstellation ist typisch für die Region Oberlausitz nahe der Grenzen zu Tschechien und Polen. Tagsüber wurde die Hitzebelastung durch ein Hochdruckgebiet verstärkt, das heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa lenkte. Die Kombination aus Tag- und Nachtwärme ließ die Menschen kaum zur Ruhe kommen und erhöhte die gesundheitliche Belastung.

Die Folgen waren in weiten Teilen Deutschlands und Tschechiens spürbar. In mehreren Bundesländern brachen Waldbrände aus, so bei Traisen in Rheinland-Pfalz, wo Munitionsreste im Boden die Löscharbeiten erschwerten, und in der Gohrischheide an der sächsisch-brandenburgischen Grenze. Ein Regionalzug bei Bonn musste wegen ausgefallener Klimaanlagen evakuiert werden; ein Fahrgast kam mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. In Berlin blieben Kuppel und Dachterrasse des Reichstags für Besucher geschlossen, während in Leipzig und Köln Freiluftveranstaltungen abgesagt wurden. Die tschechischen Behörden riefen für Prag wegen erhöhter bodennaher Ozonwerte eine Smogwarnung aus und rieten empfindlichen Personen von körperlicher Anstrengung im Freien ab. Der DWD verwies darauf, dass die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland infolge des Klimawandels zugenommen hat und extreme Wetterlagen häufiger auftreten.

Die Hitzewelle nähert sich ihrem Ende. Für den Sonntag und die Nacht zum Montag sagt der DWD schwere Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel voraus, die das Unwetterpotenzial in sich bergen. In der neuen Woche sollen die Höchstwerte auf 29 bis 32 Grad sinken. Zugleich bleiben die Wälder durch die vorangegangene Trockenheit brandgefährdet. Die Behörden beobachten die Lage genau, denn der Übergang von der Gluthitze zu den Gewittern birgt Risiken für Überschwemmungen und Blitzeinschläge.

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Sonntag, 28. Juni 2026

Neue Temperaturrekorde in Deutschland: Heißeste Nacht und dritter Hitzegipfel in Folge

In Kubschütz fiel die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad, während tagsüber mit 41,7 Grad ein weiterer historischer Höchstwert erreicht wurde. Auch Tschechien meldet Spitzenwerte.

Deutschland hat in der Nacht zum Sonntag die wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sank das Thermometer im ostsächsischen Kubschütz nicht unter 29,4 Grad Celsius und übertraf damit den bisherigen Rekord von 27,2 Grad aus dem Jahr 2003 deutlich. Tagsüber setzte sich die Hitzewelle fort: In Coschen (Brandenburg) wurden 41,7 Grad gemessen, womit zum dritten Mal in Folge der nationale Tageshöchstwert gebrochen wurde – zuvor waren es 41,3 Grad in Saarbrücken und 41,5 Grad in Möckern-Drewitz. Auch das benachbarte Tschechien verzeichnete mit 41,1 Grad in Doksany nördlich von Prag einen neuen Landesrekord.

Die extreme nächtliche Wärme in Kubschütz führt der DWD auf die Mittelgebirgslage zurück. Südliche Winde verursachten auf den Nordhängen leichte Föhneffekte, die eine Abkühlung verhinderten. Diese Konstellation ist typisch für die Region Oberlausitz nahe der Grenzen zu Tschechien und Polen. Tagsüber wurde die Hitzebelastung durch ein Hochdruckgebiet verstärkt, das heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa lenkte. Die Kombination aus Tag- und Nachtwärme ließ die Menschen kaum zur Ruhe kommen und erhöhte die gesundheitliche Belastung.

Die Folgen waren in weiten Teilen Deutschlands und Tschechiens spürbar. In mehreren Bundesländern brachen Waldbrände aus, so bei Traisen in Rheinland-Pfalz, wo Munitionsreste im Boden die Löscharbeiten erschwerten, und in der Gohrischheide an der sächsisch-brandenburgischen Grenze. Ein Regionalzug bei Bonn musste wegen ausgefallener Klimaanlagen evakuiert werden; ein Fahrgast kam mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. In Berlin blieben Kuppel und Dachterrasse des Reichstags für Besucher geschlossen, während in Leipzig und Köln Freiluftveranstaltungen abgesagt wurden. Die tschechischen Behörden riefen für Prag wegen erhöhter bodennaher Ozonwerte eine Smogwarnung aus und rieten empfindlichen Personen von körperlicher Anstrengung im Freien ab. Der DWD verwies darauf, dass die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland infolge des Klimawandels zugenommen hat und extreme Wetterlagen häufiger auftreten.

Die Hitzewelle nähert sich ihrem Ende. Für den Sonntag und die Nacht zum Montag sagt der DWD schwere Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel voraus, die das Unwetterpotenzial in sich bergen. In der neuen Woche sollen die Höchstwerte auf 29 bis 32 Grad sinken. Zugleich bleiben die Wälder durch die vorangegangene Trockenheit brandgefährdet. Die Behörden beobachten die Lage genau, denn der Übergang von der Gluthitze zu den Gewittern birgt Risiken für Überschwemmungen und Blitzeinschläge.

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