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Geopolitik & PolitikMontag, 29. Juni 2026

Nayib Bukele registriert Kandidatur für dritte Amtszeit nach Verfassungsreform

Die umstrittene Verfassungsänderung von 2025 ermöglicht dem salvadorianischen Präsidenten eine erneute Kandidatur, die ihm bei einem Wahlsieg die Macht bis 2033 sichern würde.

Der salvadorianische Präsident Nayib Bukele hat seine Vorregistrierung für die Präsidentschaftswahlen 2027 eingereicht und strebt damit eine dritte aufeinanderfolgende Amtszeit an. Wie die Regierungspartei Nuevas Ideas mitteilte, wurden sowohl Bukele als auch Vizepräsident Félix Ulloa am Sonntagabend von der parteiinternen Wahlkommission als Vorkandidaten bestätigt. Der Schritt folgt auf eine von der regierungstreuen Legislativversammlung am 31. Juli 2025 beschlossene Verfassungsreform, die die Wiederwahl auf unbestimmte Zeit erlaubt, die laufende Amtszeit verkürzt und die allgemeinen Wahlen auf Februar 2027 vorzieht.

Aus Sicht der Regierungspartei und ihrer Anhängerschaft gründet die anhaltend hohe Zustimmung – Umfragen weisen Werte von über 80 Prozent, eine Erhebung von CID Gallup im Mai 2026 sogar 93 Prozent aus – vor allem auf den drastischen Rückgang der Gewaltkriminalität. Offizielle Statistiken verzeichnen einen Rückgang der Mordrate um mehr als 90 Prozent, was auf den seit 2022 geltenden Ausnahmezustand und die Offensive gegen kriminelle Banden zurückgeführt wird. Bukele selbst äußerte in einem Interview im Dezember 2025 den Wunsch, noch „zehn Jahre weiterzuregieren“. Für die parteiinternen Vorwahlen am 12. Juli wird nicht mit Gegenkandidaten gerechnet.

Internationale Menschenrechtsorganisationen und Teile der innenpolitischen Opposition bewerten die Entwicklung hingegen als fortschreitende Aushöhlung demokratischer Gewaltenteilung. Sie verweisen auf systematische Grundrechtsverletzungen unter dem Ausnahmezustand, Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten sowie auf Fälle von Korruption und Nepotismus. Beobachter in der Region registrieren zudem eine wachsende wirtschaftliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die trotz der Sicherheitserfolge zunehmend bessere öffentliche Dienstleistungen und wirtschaftliche Perspektiven einfordert. Die Reform passierte das Parlament ohne vorherige Debatte an einem einzigen Tag, was von Kritikern als Beleg für die Schwächung legislativer Kontrollmechanismen angeführt wird.

Mit der Verfassungsänderung wurde zugleich die Stichwahl abgeschafft, die Dauer der künftigen Präsidentschaftsmandate auf sechs Jahre verlängert und die Zusammenlegung aller Wahlen auf einen einzigen Termin festgeschrieben. Sollte Bukele die Wahl im Februar 2027 gewinnen, würde er das Amt bis zum 31. Mai 2033 ausüben und insgesamt 14 Jahre an der Staatsspitze stehen. Die nun erfolgte Registrierung ist ein verfahrenstechnischer Schritt; die parteiinternen Vorwahlen sind für den 12. Juli angesetzt, die allgemeinen Wahlen für den 28. Februar 2027. Das Dossier bleibt damit im Fluss, während sich der Wahlkampf formiert.

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Nayib Bukele registriert Kandidatur für dritte Amtszeit nach Verfassungsreform

Die umstrittene Verfassungsänderung von 2025 ermöglicht dem salvadorianischen Präsidenten eine erneute Kandidatur, die ihm bei einem Wahlsieg die Macht bis 2033 sichern würde.

Der salvadorianische Präsident Nayib Bukele hat seine Vorregistrierung für die Präsidentschaftswahlen 2027 eingereicht und strebt damit eine dritte aufeinanderfolgende Amtszeit an. Wie die Regierungspartei Nuevas Ideas mitteilte, wurden sowohl Bukele als auch Vizepräsident Félix Ulloa am Sonntagabend von der parteiinternen Wahlkommission als Vorkandidaten bestätigt. Der Schritt folgt auf eine von der regierungstreuen Legislativversammlung am 31. Juli 2025 beschlossene Verfassungsreform, die die Wiederwahl auf unbestimmte Zeit erlaubt, die laufende Amtszeit verkürzt und die allgemeinen Wahlen auf Februar 2027 vorzieht.

Aus Sicht der Regierungspartei und ihrer Anhängerschaft gründet die anhaltend hohe Zustimmung – Umfragen weisen Werte von über 80 Prozent, eine Erhebung von CID Gallup im Mai 2026 sogar 93 Prozent aus – vor allem auf den drastischen Rückgang der Gewaltkriminalität. Offizielle Statistiken verzeichnen einen Rückgang der Mordrate um mehr als 90 Prozent, was auf den seit 2022 geltenden Ausnahmezustand und die Offensive gegen kriminelle Banden zurückgeführt wird. Bukele selbst äußerte in einem Interview im Dezember 2025 den Wunsch, noch „zehn Jahre weiterzuregieren“. Für die parteiinternen Vorwahlen am 12. Juli wird nicht mit Gegenkandidaten gerechnet.

Internationale Menschenrechtsorganisationen und Teile der innenpolitischen Opposition bewerten die Entwicklung hingegen als fortschreitende Aushöhlung demokratischer Gewaltenteilung. Sie verweisen auf systematische Grundrechtsverletzungen unter dem Ausnahmezustand, Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten sowie auf Fälle von Korruption und Nepotismus. Beobachter in der Region registrieren zudem eine wachsende wirtschaftliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die trotz der Sicherheitserfolge zunehmend bessere öffentliche Dienstleistungen und wirtschaftliche Perspektiven einfordert. Die Reform passierte das Parlament ohne vorherige Debatte an einem einzigen Tag, was von Kritikern als Beleg für die Schwächung legislativer Kontrollmechanismen angeführt wird.

Mit der Verfassungsänderung wurde zugleich die Stichwahl abgeschafft, die Dauer der künftigen Präsidentschaftsmandate auf sechs Jahre verlängert und die Zusammenlegung aller Wahlen auf einen einzigen Termin festgeschrieben. Sollte Bukele die Wahl im Februar 2027 gewinnen, würde er das Amt bis zum 31. Mai 2033 ausüben und insgesamt 14 Jahre an der Staatsspitze stehen. Die nun erfolgte Registrierung ist ein verfahrenstechnischer Schritt; die parteiinternen Vorwahlen sind für den 12. Juli angesetzt, die allgemeinen Wahlen für den 28. Februar 2027. Das Dossier bleibt damit im Fluss, während sich der Wahlkampf formiert.

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