
USA verhängen Sanktionen gegen Treibstoffschmuggel-Netzwerk des CJNG
Das US-Finanzministerium friert Vermögenswerte von zwei Mexikanern und neun Firmen ein, die dem Kartell Jalisco Nueva Generación durch Steuerhinterziehung Millionen einbrachten.
Am 30. Juni verhängte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums Sanktionen gegen zwei mexikanische Staatsbürger und neun Unternehmen, die ein Netzwerk zum Schmuggel von Kraftstoffen zugunsten des Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) betrieben haben sollen. Die Maßnahmen umfassen die Sperrung sämtlicher Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten sowie ein Verbot von Transaktionen mit den designierten Personen und Firmen. Parallel dazu gab das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) eine Warnung an Finanzinstitute heraus, nachdem innerhalb eines Jahres mehr als 160 Verdachtsmeldungen über auffällige Transaktionen im Umfang von über sieben Milliarden US-Dollar eingegangen waren, die mit dem Treibstoffschmuggel in Verbindung stehen.
Aus Sicht des US-Finanzministeriums belegen die Sanktionen, dass mexikanische Kartelle ihre Einnahmequellen weit über den Drogenhandel hinaus ausdehnen. Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Organisationen generierten durch solche Machenschaften Einkünfte, während sie weiterhin tödliche Drogen in die USA schmuggelten. Die mexikanische Regierung schloss sich den Maßnahmen umgehend an: Die Unidad de Inteligencia Financiera (UIF) fror Konten der Betroffenen ein und nahm insgesamt 20 Personen und Unternehmen in die nationale Liste gesperrter Personen auf – neun mehr als von der OFAC benannt. Der US-Botschafter in Mexiko, Ronald Johnson, würdigte die Zusammenarbeit beider Länder unter Präsident Trump und Präsidentin Sheinbaum und betonte, dass Begünstigte krimineller Aktivitäten zur Rechenschaft gezogen würden.
Die OFAC beschreibt ein ausgeklügeltes System der Steuerhinterziehung, das als „huachicol fiscal“ bekannt ist. Demnach erwarben die Netzwerke in den USA raffinierten Kraftstoff, deklarierten ihn beim Grenzübertritt jedoch falsch – etwa als Altöl oder Industrieschmierstoffe –, um den mexikanischen Sondersteuersatz IEPS zu umgehen. Über ein Geflecht aus Transport- und Logistikfirmen, darunter auch eine in Großbritannien registrierte Gesellschaft, gelangte der Treibstoff zu regulären Tankstellen in Mexiko. Laut dem OFAC-Bericht flossen die Gewinne nicht nur in die Kartellkassen, sondern dienten auch der Finanzierung von Wahlkampagnen und Medien, um korrupte Amtsträger zu installieren und Schutz zu erkaufen. Schätzungen zufolge stammt in Mexiko mittlerweile jeder vierte bis dritte verkaufte Liter Kraftstoff aus illegalen Quellen; dem mexikanischen Fiskus entgehen dadurch jährlich Milliardensummen.
Die Sanktionen treffen das CJNG in einer Phase der Schwächung: Im Februar wurde sein langjähriger Anführer Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“) bei einem Militäreinsatz getötet, im April nahmen Spezialkräfte den designierten Nachfolger Audias Flores Silva („El Jardinero“) fest. Das Kartell war im vergangenen Jahr von Washington als ausländische Terrororganisation eingestuft worden. Die nun verhängten Finanzsanktionen und die parallelen Kontensperrungen in Mexiko-Stadt sind Teil einer intensivierten bilateralen Strategie, die darauf abzielt, die finanziellen Grundlagen der organisierten Kriminalität zu zerschlagen. Die Ermittlungen der zuständigen US-Behörden – darunter DEA, FBI und Homeland Security Investigations – dauern an; weitere Schritte auf Grundlage der FinCEN-Warnung gelten als wahrscheinlich.
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Das US-Finanzministerium hat zwei mexikanische Staatsbürger und neun Unternehmen sanktioniert, die ein grenzüberschreitendes Treibstoffschmuggelnetzwerk betreiben, das dem Jalisco-Kartell der neuen Generation zig Millionen Dollar einbringt. Begleitet wird dies von einem neuen Banken-Alarm, der die dringende Bemühung unterstreicht, die nicht-drogenbezogenen Finanzadern des Kartells zu kappen. Die Maßnahme stellt das System als unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit und fiskalische Integrität beider Länder dar.
Die Sanktionen des US-Finanzministeriums gegen zwei Mexikaner und neun Firmen legen ein System der Treibstoffsteuerhinterziehung offen, das zur größten nicht-drogenbezogenen Einnahmequelle des Jalisco-Kartells geworden ist. Die mexikanischen Behörden zogen sofort nach und sperrten die entsprechenden Bankkonten, was die bilaterale Koordination unterstreicht. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die finanzielle Mechanik des 'fiskalischen Huachicol' und seine Rolle bei der Diversifizierung des Kartells.
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