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Ausgabe von 06:00 CETMittwoch, 1. Juli 2026
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SportDienstag, 30. Juni 2026

Paraguay wirft Deutschland im Elfmeterschießen aus dem Turnier – ein historischer Abend für den Fussball

Die Albirroja bezwingt den viermaligen Weltmeister mit 4:3 nach Penaltys und sorgt gemeinsam mit Marokkos Sieg über die Niederlande für eine Premiere in der WM-Geschichte.

Orlando Gill streckte sich, parierte den Schuss von Nick Woltemade und riss die Arme in den Nachthimmel von Massachusetts. Wenig später verwandelte José María Canale den entscheidenden Strafstoß – Paraguay hatte Deutschland mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen und steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Zuvor hatte Kai Havertz bereits vom Punkt vergeben, auch sein Versuch war am Schlussmann von San Lorenzo gescheitert. Das 1:1 nach 120 Minuten, in denen ein deutscher Treffer von Jonathan Tah in der Verlängerung nach Videobeweis wegen einer Behinderung Gills aberkannt worden war, mündete in die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft in einem WM-Elfmeterschießen.

Die Partie hatte furios begonnen. Julio Enciso, der in Frankreich bei Racing Straßburg spielt, köpfte die Albirroja früh in Führung und ließ die mitgereisten paraguayischen Anhänger jubeln. Deutschland, angetrieben von Florian Wirtz und Leroy Sané, erhöhte den Druck und glich nach knapp einer Stunde durch Havertz aus. In der hitzigen Verlängerung wähnte sich die DFB-Elf bereits auf der Siegerstraße, als Tah eine Ecke per Kopf verwertete, doch Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko nahm den Treffer nach Ansicht der Bilder zurück, weil Waldemar Anton den Torhüter irritiert hatte. So blieb es beim Remis, und vom Punkt behielt Paraguay die Nerven.

Für den deutschen Fussball setzt sich damit eine Durststrecke fort. Seit dem Triumph von Rio de Janeiro 2014 hat die Nationalmannschaft kein K.-o.-Spiel mehr gewonnen; auf die Vorrunden-Aus 2018 und 2022 folgt nun das Scheitern in der ersten K.-o.-Runde. Aus internationaler Perspektive markiert der Abend zudem eine Premiere: Erstmals in der WM-Historie schieden mit Deutschland (Weltranglistenplatz 10) und den Niederlanden (Platz 8) zwei Top-10-Nationen bereits in der Runde der letzten 32 aus. Marokko hatte die Elftal zuvor ebenfalls im Elfmeterschießen bezwungen.

Gustavo Alfaro, der paraguayische Nationaltrainer, sprach nach dem Spiel von der „größten Nacht meiner Karriere“ und würdigte die Widerstandskraft seiner Mannschaft. „Resistir está grabado en nuestra cédula de identidad“ – Widerstehen sei in den Ausweis seines Teams eingraviert, sagte der Argentinier, der bereits 2022 Ecuador bei der WM betreut hatte. In südamerikanischen Medien wurde der Erfolg als Lohn für eine kompromisslose Defensivleistung gefeiert, bei der insbesondere die Innenverteidiger Gustavo Gómez und Canale überzeugten. Paraguay, das erstmals seit 2010 wieder an einer Endrunde teilnimmt, trifft nun am 4. Juli in Philadelphia auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Schweden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse
TriumphSchadenfreude

Eine historische Nacht für Paraguay, das die ruhmreichste Seite seiner Fußballgeschichte schrieb. Die Albirroja, angeführt von einem tränenreichen Alfaro, bezwang den deutschen Riesen im Elfmeterschießen mit einem überragenden Orlando Gill und sorgte für die erste große Sensation der WM. Ein Sieg des Glaubens und des Selbstvertrauens gegen alle Prognosen.

Kontinentaleuropäische Presse/ DACH+
AlarmSkepsis

Das neueste WM-Scheitern der deutschen Mannschaft nimmt dramatische Züge an: Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden, verlängert sich die Durststrecke ohne K.-o.-Sieg auf zwölf Jahre. Der Elfmeter-Albtraum, den es bei einer WM noch nie gegeben hatte, und die Unfähigkeit, gegen einen bescheidenen Gegner mehr als ein Tor zu erzielen, entfachen die Debatte über die strukturelle Krise der Nationalelf neu.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Paraguay wirft Deutschland im Elfmeterschießen aus dem Turnier – ein historischer Abend für den Fussball

Die Albirroja bezwingt den viermaligen Weltmeister mit 4:3 nach Penaltys und sorgt gemeinsam mit Marokkos Sieg über die Niederlande für eine Premiere in der WM-Geschichte.

Orlando Gill streckte sich, parierte den Schuss von Nick Woltemade und riss die Arme in den Nachthimmel von Massachusetts. Wenig später verwandelte José María Canale den entscheidenden Strafstoß – Paraguay hatte Deutschland mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen und steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Zuvor hatte Kai Havertz bereits vom Punkt vergeben, auch sein Versuch war am Schlussmann von San Lorenzo gescheitert. Das 1:1 nach 120 Minuten, in denen ein deutscher Treffer von Jonathan Tah in der Verlängerung nach Videobeweis wegen einer Behinderung Gills aberkannt worden war, mündete in die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft in einem WM-Elfmeterschießen.

Die Partie hatte furios begonnen. Julio Enciso, der in Frankreich bei Racing Straßburg spielt, köpfte die Albirroja früh in Führung und ließ die mitgereisten paraguayischen Anhänger jubeln. Deutschland, angetrieben von Florian Wirtz und Leroy Sané, erhöhte den Druck und glich nach knapp einer Stunde durch Havertz aus. In der hitzigen Verlängerung wähnte sich die DFB-Elf bereits auf der Siegerstraße, als Tah eine Ecke per Kopf verwertete, doch Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko nahm den Treffer nach Ansicht der Bilder zurück, weil Waldemar Anton den Torhüter irritiert hatte. So blieb es beim Remis, und vom Punkt behielt Paraguay die Nerven.

Für den deutschen Fussball setzt sich damit eine Durststrecke fort. Seit dem Triumph von Rio de Janeiro 2014 hat die Nationalmannschaft kein K.-o.-Spiel mehr gewonnen; auf die Vorrunden-Aus 2018 und 2022 folgt nun das Scheitern in der ersten K.-o.-Runde. Aus internationaler Perspektive markiert der Abend zudem eine Premiere: Erstmals in der WM-Historie schieden mit Deutschland (Weltranglistenplatz 10) und den Niederlanden (Platz 8) zwei Top-10-Nationen bereits in der Runde der letzten 32 aus. Marokko hatte die Elftal zuvor ebenfalls im Elfmeterschießen bezwungen.

Gustavo Alfaro, der paraguayische Nationaltrainer, sprach nach dem Spiel von der „größten Nacht meiner Karriere“ und würdigte die Widerstandskraft seiner Mannschaft. „Resistir está grabado en nuestra cédula de identidad“ – Widerstehen sei in den Ausweis seines Teams eingraviert, sagte der Argentinier, der bereits 2022 Ecuador bei der WM betreut hatte. In südamerikanischen Medien wurde der Erfolg als Lohn für eine kompromisslose Defensivleistung gefeiert, bei der insbesondere die Innenverteidiger Gustavo Gómez und Canale überzeugten. Paraguay, das erstmals seit 2010 wieder an einer Endrunde teilnimmt, trifft nun am 4. Juli in Philadelphia auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Schweden.

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Eine historische Nacht für Paraguay, das die ruhmreichste Seite seiner Fußballgeschichte schrieb. Die Albirroja, angeführt von einem tränenreichen Alfaro, bezwang den deutschen Riesen im Elfmeterschießen mit einem überragenden Orlando Gill und sorgte für die erste große Sensation der WM. Ein Sieg des Glaubens und des Selbstvertrauens gegen alle Prognosen.

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AlarmSkepsis

Das neueste WM-Scheitern der deutschen Mannschaft nimmt dramatische Züge an: Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden, verlängert sich die Durststrecke ohne K.-o.-Sieg auf zwölf Jahre. Der Elfmeter-Albtraum, den es bei einer WM noch nie gegeben hatte, und die Unfähigkeit, gegen einen bescheidenen Gegner mehr als ein Tor zu erzielen, entfachen die Debatte über die strukturelle Krise der Nationalelf neu.

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