
Nach dem WM-Aus: Uruguays Verband vertraut auf Diego Forlán als Interimscoach
Der frühere Weltklassestürmer übernimmt die Nationalmannschaft bis März 2027 und soll zugleich die U20 betreuen – eine Doppelrolle, die es so noch nicht gab.
Uruguays Weltmeisterschaft 2026 endete bereits nach der Gruppenphase. In einer Gruppe mit Spanien, Kap Verde und Saudi-Arabien gelang der Celeste kein einziger Sieg; mit zwei Unentschieden und einer Niederlage schied das Team als Gruppendritter aus. Das frühe Turnierende bedeutete zugleich das Ende der Amtszeit von Marcelo Bielsa. Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll es vor dem letzten Gruppenspiel gegen Spanien zu einem Spieleraufstand gegen den argentinischen Trainer gekommen sein, bei dem mehrere Akteure Unzufriedenheit über zu hartes Training und eine riskante Spielweise äußerten.
Die Asociación Uruguaya de Fútbol (AUF) präsentierte nun Diego Forlán als Nachfolger. Der 47‑Jährige wird die Nationalmannschaft zunächst bis März 2027 als Interimstrainer führen. Verbandspräsident Ignacio Alonso erklärte, das Exekutivkomitee habe sich für Forlán entschieden, mit dem man bereits seit 2022 Gespräche geführt habe. Die Befristung hängt mit den anstehenden Verbandswahlen zum Jahresende zusammen; die neue Führung soll danach über eine dauerhafte Lösung entscheiden. Eine Besonderheit der Konstellation ist, dass Forlán parallel auch die U20-Auswahl übernimmt, die im Januar 2027 an der Südamerikameisterschaft teilnimmt. Die AUF erhofft sich davon eine einheitliche Ausbildungslinie zwischen den Altersstufen.
Forláns Spielerkarriere verleiht der Personalie Gewicht. Bei der WM 2010 in Südafrika wurde er mit fünf Toren und dem Goldenen Ball als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet, führte Uruguay ins Halbfinale und gewann ein Jahr später die Copa América. In 112 Länderspielen erzielte er 36 Tore. Seine Trainerlaufbahn ist dagegen überschaubar: 2020 betreute er Peñarol in elf Partien, 2021 den Zweitligisten Atenas de San Carlos in zwölf Begegnungen. Nun steht er vor der Aufgabe, eine verunsicherte Mannschaft neu auszurichten und das Vertrauen in die eigene Stärke wiederherzustellen.
Bis März 2027 wird Forlán die Celeste in den anstehenden Länderspielfenstern betreuen. Dazu zählen die WM-Qualifikationsspiele im September, Oktober und November 2026 sowie die ersten Partien der Ausscheidung für die WM 2030 im März 2027 – Uruguay ist als Co-Gastgeber bereits qualifiziert, wird aber dennoch an der Eliminatoria teilnehmen. Der unmittelbare sportliche Prüfstein ist jedoch die U20-Südamerikameisterschaft im Januar, bei der sich zeigen wird, ob der Verband mit der ungewöhnlichen Doppellösung den angestrebten Neuaufbau einleiten kann.
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | +0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Celeste turns to a distinguished son to rise from the ashes of World Cup failure.
The narrative contrasts Forlán's legendary grit with Bielsa's mediocrity, creating an emotional dichotomy that justifies the choice as inevitable and salvific.
Latin American press omits Forlán's lack of coaching experience, implied but not stated in other blocs.
Russia recalls Forlán as the 2010 best player and highlights the contract until 2027, projecting stability.
Emphasizing past successes and contract details minimizes the failure context, normalizing the transition.
Russian press omits the interim nature of the appointment and the strong criticism of Bielsa present in other blocs.
Continental Europe judges Uruguay's exit as embarrassing and sees Forlán only as a temporary stopgap.
Using terms like 'peinliches Aus' and 'zumindest vorerst' frames the situation with skepticism and urgency for a lasting solution.
European press omits celebratory aspects of Forlán's career, focusing solely on the negative context.
Sub-Saharan Africa announces Forlán's arrival as a fait accompli, without emotional emphasis.
Choosing a purely informative tone and citing only essential facts avoids any judgment, maintaining distance.
African press omits emotional language of 'fracaso' and 'peinliches Aus', not taking a critical stance.
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