
Iran droht mit Schließung der Meerenge Bab el-Mandeb – Ölpreis könnte auf 200 Dollar steigen
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit einer Ausweitung der Blockade auf das Rote Meer; die Houthi-Miliz warnt vor einer gleichzeitigen Schließung der Meerenge Bab el-Mandeb und der Straße von Hormus.
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben damit gedroht, alle für die USA und ihre Verbündeten wichtigen Exportkorridore zu schließen, und damit eine Ausweitung der Blockade des Persischen Golfs auf das Rote Meer in Aussicht gestellt. Ein hochrangiger Vertreter der Houthi-Miliz im Jemen warnte, die Meerenge Bab el-Mandeb könne gemeinsam mit der Straße von Hormus geschlossen werden, was den Ölpreis auf bis zu 200 Dollar je Barrel treiben würde.
Aus Teheraner Sicht ist die Drohung eine Reaktion auf die von Washington verhängte Seeblockade und die anhaltenden Luftangriffe auf iranische Militäranlagen. Die IRGC erklärten über die staatliche Nachrichtenagentur IRNA, regionale Energieexporte würden entweder allen oder niemandem zustehen. Washington wiederum wertet die Drohung als gefährliche Eskalation; Präsident Trump kündigte an, in der kommenden Woche auch iranische Energieinfrastruktur ins Visier zu nehmen. Analysten in der Region, darunter der Nahost-Experte Fawaz Gerges, deuten die Signale Teherans als Versuch, den Konflikt geografisch auszuweiten und den Druck auf die USA durch die gleichzeitige Bedrohung beider strategischer Engpässe zu erhöhen.
Die Meerenge Bab el-Mandeb zwischen Rotem Meer und Golf von Aden ist eine der wichtigsten Handelsrouten für saudi-arabisches Öl und einen erheblichen Teil des globalen Schiffsverkehrs. Eine Blockade würde die bereits durch die Störungen im Persischen Golf belasteten Energiemärkte weiter verknappen. In europäischen Hauptstädten wird befürchtet, dass ein gleichzeitiger Ausfall beider Passagen die Ölpreise drastisch in die Höhe treiben und die ohnehin angespannte Inflationslage in Deutschland und der Eurozone verschärfen könnte. Reedereien hatten bereits nach den Houthi-Angriffen auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer seit Oktober 2023 Routen um das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet, was die Transportkosten erhöhte.
Die Houthi-Miliz, die nach eigenen Angaben aus Solidarität mit den Palästinensern Schiffe attackiert, hatte zuletzt Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert, nachdem das Königreich einen von ihr kontrollierten Flughafen bombardiert haben soll. Damit wurde eine vierjährige Waffenruhe gebrochen. Die USA führten unterdessen neue Angriffswellen auf Stellungen nahe der Straße von Hormus durch und rechtfertigten diese mit der Abwehr iranischer Attacken auf Handelsschiffe. Die Gespräche über eine Waffenruhe gelten als festgefahren. Beobachter in Washington und Teheran sehen die nächsten Tage als entscheidend dafür an, ob es zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch oder zu einer weiteren militärischen Eskalation kommt.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.70 | critical |
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| Arabische Golfpresse | −0.50 | critical |
| Chinesische Presse | 0.00 | neutral |
| Japanisch-koreanische Presse | 0.00 | neutral |
The West denounces Iran's move as an existential threat to global energy.
Uses the nuclear option metaphor to raise the stakes and create a sense of moral urgency.
Omits the condition set by Yemen (Saudi attacks) that would make the closure not unilateral.
Gulf states warn against Iran's expansion of the conflict to the Red Sea.
Emphasizes the continuity of Iranian threats (from Hormuz to Bab el-Mandeb) to build a narrative of inevitable escalation.
Omits the IRGC statement on sharing exports and the US blockade renewal, which would show the reciprocity of Iran's move.
China observes the Iran-US standoff with detachment, emphasizing the reciprocity of threats.
Reports official Iranian and US statements without commentary, presenting the situation as a symmetric dispute between two state actors.
Omits the escalation of US strikes inside Iran and Houthi attacks, which would show a more active conflict.
Yemen warns it will close Bab el-Mandeb if Saudi Arabia does not stop attacks.
Directly quotes a Yemeni official to shift focus to the Yemen-Saudi conflict and condition the threat.
Omits Iran's role and the US blockade, presenting the threat as purely Yemeni.
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