
Ein Schneesturm, ein Sirenengeheul und eine neue Verzögerung: The Batman Part II kommt erst 2028
Matt Reeves veröffentlicht erste Testaufnahmen von Robert Pattinson als Dunkler Ritter, während der Kinostart der Fortsetzung auf Februar 2028 verschoben wird.
Ein schwarzer Bildschirm, durchbrochen vom Heulen des Windes und fernen Polizeisirenen. Langsam schält sich eine Gestalt aus der Dunkelheit: Robert Pattinson, erneut im Mantel des Batman, steht in einem Schneetreiben, dreht sich bedächtig zur Kamera. Die 36 Sekunden, die Regisseur Matt Reeves auf Vimeo veröffentlichte, sind keine fertige Szene, sondern eine Kamera-Probe – und doch das erste offizielle Lebenszeichen einer Produktion, die sich immer weiter in die Ferne schiebt. Am Ende des Clips erscheint das neue Logo und ein Datum: 18. Februar 2028.
Es ist die zweite Verschiebung des Starttermins. Ursprünglich für Oktober 2025 angekündigt, dann auf Oktober 2027 verlegt, wird „The Batman Part II“ nun fast sechs Jahre nach dem ersten Teil in die Kinos kommen. Die Dreharbeiten begannen im Juni 2026, die lange Postproduktionsphase begründet das Studio mit dem nötigen Raum für aufwendige visuelle Effekte. James Gunn, Co-Chef der DC Studios, hatte bereits früher darauf verwiesen, dass Abstände von fünf oder mehr Jahren zwischen Sequels großer Budgets nicht ungewöhnlich seien – er nannte Beispiele von „Alien“ bis „Avatar“. Reeves’ Gotham bleibt dabei bewusst außerhalb des neuen DC-Universums, das Gunn mit Peter Safran aufbaut; der Film gehört zum Label „DC Elseworlds“, das unabhängige Erzählwelten erlaubt.
Der erste „Batman“ mit Pattinson hatte im März 2022 weltweit über 770 Millionen Dollar eingespielt und mit seinem düsteren, detektivischen Ton Kritiker wie Publikum überzeugt. Die Fortsetzung knüpft unmittelbar an die Ereignisse der HBO-Serie „The Penguin“ an, in der Colin Farrells Figur nur in wenigen Szenen auftauchen soll. Zum Ensemble stoßen Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Charles Dance, Brian Tyree Henry und Sebastian Koch; ihre Rollen hält Warner Bros. unter Verschluss. In Fan-Kreisen kursieren Spekulationen über die Einführung von Harvey Dent, Poison Ivy oder der geheimen Organisation „Court of Owls“, doch offizielle Bestätigungen fehlen.
Für das weltweite Publikum bedeutet die Ankündigung eine Geduldsprobe, die durch die kurzen, atmosphärischen Bilder nur bedingt gemildert wird. In den sozialen Medien mischen sich Erschöpfung über die wiederholten Verzögerungen mit der Faszination für das winterliche Setting und Pattinsons Rückkehr. Während Disney zeitgleich mit dem Vorverkauf für „Avengers: Doomsday“ (Start Dezember 2026) die Blockbuster-Maschinerie anwirft, setzt Reeves auf eine eigenwillige, fast schon europäisch anmutende Langsamkeit. Die Trennung vom kanonischen DC-Universum verschafft ihm künstlerische Freiheit, verlängert aber auch die Wartezeit auf eine Auflösung der losen Fäden.
Am Ende des kurzen Videos bleibt das Bild des Schnees, der auf die Schultern des Dunklen Ritters fällt, während die Sirenen nicht verstummen. Das Versprechen einer Fortsetzung ist erneuert, doch der Weg dorthin führt durch eine lange, stille Nacht.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
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