
Nach deutschem WM-Aus gegen Paraguay: Manuel Neuer tritt zum zweiten Mal aus der Nationalelf zurück
Die deutsche Mannschaft scheitert im WM-Achtelfinale an Paraguay, der 40-jährige Torhüter bestätigt unmittelbar danach das Ende seiner internationalen Laufbahn.
Mit einem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay endete für die deutsche Nationalmannschaft in der Nacht zum Mittwoch im Boston Stadium die Weltmeisterschaft 2026 bereits in der Runde der letzten 32 Mannschaften. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden, ehe Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah vom Punkt vergaben. Dass Manuel Neuer den Versuch von Fabián Balbuena parierte, reichte nicht. Wenige Minuten später erklärte der Torhüter vor laufender Kamera der ARD auf die Frage, ob dies sein letztes Länderspiel gewesen sei, mit einem knappen „Ja“ seinen endgültigen Rücktritt aus der Nationalelf.
Der Weg in dieses frühe Ausscheiden war von einer kontroversen Personalentscheidung geprägt. Julian Nagelsmann hatte Neuer, der nach der Europameisterschaft 2024 seinen Rückzug erklärt und diesen Schritt mehrfach als unumkehrbar bezeichnet hatte, drei Wochen vor Turnierbeginn zurück ins Aufgebot geholt und zur Nummer eins gemacht. Oliver Baumann, der in der Qualifikation und den Testspielen das Tor gehütet hatte, rückte ins zweite Glied. In der deutschen Öffentlichkeit und unter Fachleuten war diese Rochade auf Skepsis gestoßen. Auf dem Platz gelang es der Mannschaft in keinem ihrer vier Spiele, ohne Gegentor zu bleiben. Gegen Paraguay brachte Julio Enciso die Südamerikaner per Kopf in Führung, ehe Havertz nach der Pause ebenfalls per Kopf ausglich. Ein in der Verlängerung erzieltes Tor von Tah wurde nach Videobeweis wegen eines angeblichen Foulspiels am paraguayischen Torhüter aberkannt.
Für Neuer schließt sich mit diesem Abend ein Kreis, der zugleich einen statistischen Tiefpunkt markiert. Zum zehnten Mal in Folge blieb er bei einer Weltmeisterschaftspartie nicht ohne Gegentor und stellte damit den jahrzehntealten Rekord des Mexikaners Antonio Carbajal ein. Die Serie hatte unmittelbar nach dem Triumph von Rio de Janeiro 2014 begonnen, als er im Finale gegen Argentinien letztmals eine weiße Weste behielt. Mit 128 Länderspielen ist er der fünfterfahrene Akteur der DFB-Geschichte, der letzte verbliebene Weltmeister von 2014 im Kader und seit 2017 Kapitän des FC Bayern München, bei dem er noch einen Vertrag für die kommende Saison besitzt.
Aus südamerikanischer Perspektive ist das Weiterkommen Paraguays eine Überraschung, die dem Verband nach schwankenden Qualifikationsleistungen einen Achtelfinalplatz beschert. In Deutschland hingegen vertieft das Scheitern eine strukturelle Krise: Zum dritten Mal in Folge scheidet die DFB-Elf bei einer WM vorzeitig aus, nachdem sie jeweils als einer der Mitfavoriten angetreten war. Die defensive Anfälligkeit, die sich durch das gesamte Turnier zog, wurde gegen Paraguay erneut sichtbar und ließ die Debatte um die Kaderzusammenstellung neu aufflammen.
Paraguay trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Japan. Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt unterdessen die Aufarbeitung eines Turniers, das mit dem Rücktritt ihres prägendsten Torhüters der vergangenen anderthalb Jahrzehnte endet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Manuel Neuers internationale Karriere endet mit dem frühen WM-Aus Deutschlands. Der legendäre Torhüter, als einer der besten aller Zeiten angesehen, verlässt die Bühne, nachdem er einen unerwünschten Turnierrekord eingestellt hat. Seine Rückkehr aus dem Ruhestand endet in Enttäuschung und einer bitteren statistischen Fußnote.
Das schockierende frühe WM-Aus Deutschlands zwingt Manuel Neuer zu einem zweiten internationalen Rücktritt. Der 40-Jährige war kurz vor dem Turnier zur Rückkehr überredet worden, nur um die Kampagne in einem unerwarteten Scheitern enden zu sehen. Die dramatische Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay schließt ein Kapitel mit einem Gefühl von Dringlichkeit und Bedauern.
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