
Mexikanischer Peso setzt Aufwertung fort – Argentinien erwartet schnellere Peso-Abwertung
Während der mexikanische Peso am 20. Juli 2026 auf ein neues Mehrmonatshoch zum Dollar stieg, deuten Marktprognosen in Argentinien auf eine Beschleunigung des Crawling Peg in der zweiten Jahreshälfte hin.
Der mexikanische Peso notierte am 20. Juli bei 17,47 je US-Dollar und verzeichnete damit einen Rückgang von 0,41 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Auf Wochensicht gab die US-Währung um 0,36 Prozent nach, im Jahresvergleich summiert sich der Verlust auf 7,01 Prozent. Die Volatilität lag mit 6,94 Prozent unter dem Referenzwert von 7,57 Prozent, was auf eine gewisse Stabilisierung hindeutet. Aus Sicht von Marktteilnehmern in Mexiko-Stadt stützt die Aussicht auf anhaltende Nearshoring-Investitionen sowie die erwarteten Devisenzuflüsse im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 die Landeswährung. Gleichzeitig könnten eine mögliche Lockerung der US-Geldpolitik und die Neuverhandlung des T-MEC-Abkommens die Richtung vorgeben.
In Argentinien bewegte sich der offizielle Wechselkurs bei 1.500 Peso je Dollar, während der informelle „Blue“-Dollar mit 1.530 Peso notierte und die Lücke zum offiziellen Kurs damit bei 2 Prozent lag. Der von der Zentralbank gesteuerte Großhandels-Dollar lag bei 1.478 Peso. Die Wechselkursbänder, die seit Jahresbeginn an die Inflationsrate des Vormonats gekoppelt sind, wurden im Juli mit 2,1 Prozent entsprechend dem Juni-Verbraucherpreisindex angepasst. Das aktuelle Relevamiento de Expectativas de Mercado (REM) der Zentralbank prognostiziert für die zweite Jahreshälfte eine Beschleunigung der Abwertung: von durchschnittlich 1.482 Peso im Juli auf 1.673 Peso im Dezember. Die Notenbank setzte unterdessen ihre Devisenkäufe fort und akkumulierte seit Ende 2025 insgesamt 12,7 Milliarden Dollar, wobei die Reserven zuletzt bei 48,8 Milliarden Dollar lagen.
In den übrigen lateinamerikanischen Devisenmärkten zeigte sich ein gemischtes Bild. Der kolumbianische Peso notierte bei 3.254,53 je Dollar und gab auf Wochensicht 0,17 Prozent nach, während der Euro mit 3.723,14 Peso einen Wochenanstieg von 3,97 Prozent verzeichnete, im Jahresvergleich jedoch 17,28 Prozent einbüßte. Der peruanische Sol lag bei 3,39 je Dollar, der paraguayische Guaraní bei 6.053 und der uruguayische Peso bei 40,23. In Venezuela blieb der offizielle Kurs unverändert bei 737 Bolívar, doch die kumulierte Abwertung seit Jahresbeginn beträgt 144,53 Prozent. Aus Moskauer Sicht senkte die Zentralbank den Rubel-Referenzkurs geringfügig auf 78,32 je Dollar, während der Euro auf 89,55 Rubel nachgab. Die Behörden wiesen darauf hin, dass rund die Hälfte der Rubel-Dynamik nicht durch fundamentale Faktoren erklärbar sei.
Für die kommenden Wochen richten sich die Blicke auf die Inflationsdaten aus Argentinien, die den Pfad der Wechselkursanpassung bestimmen, sowie auf die geldpolitischen Signale der Federal Reserve, die den globalen Dollar beeinflussen. In Mexiko bleibt die Neuverhandlung des T-MEC ein zentraler Unsicherheitsfaktor, während in Russland die strukturellen Schocks am Devisenmarkt beobachtet werden.
| Lateinamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
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| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
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