
Zidane unterschreibt als französischer Nationaltrainer bis 2030
Laut Transfer-Insider Fabrizio Romano ist die Verpflichtung des früheren Weltmeisters beschlossen, eine offizielle Bestätigung des Verbandes steht noch aus.
Zinedine Zidane wird neuer Cheftrainer der französischen Fußballnationalmannschaft. Wie der italienische Transferjournalist Fabrizio Romano am Dienstag über seine sozialen Kanäle mitteilte, habe der 54-Jährige einen Vertrag bis Mitte 2030 unterzeichnet. Eine offizielle Bestätigung durch den französischen Fußballverband (FFF) liegt bislang nicht vor, doch die französische Sportzeitung L’Équipe hatte bereits zuvor über die bevorstehende Ernennung berichtet.
Zidane tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an, der das Amt seit Juli 2012 innehatte und die Équipe Tricolore in 187 Länderspielen betreute. Unter Deschamps gewann Frankreich die Weltmeisterschaft 2018 und die Nations League 2021, erreichte das EM-Finale 2016 und wurde Vize-Weltmeister 2022. Bei der jüngst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft schied das Team im Halbfinale gegen den neuen Weltmeister Spanien mit 0:2 aus und unterlag anschließend England im Spiel um Platz drei mit 4:6. Stürmer Kylian Mbappé stellte mit 22 Treffern einen neuen ewigen WM-Torrekord auf und sicherte sich mit zehn Toren im Turnier die Torjägerkrone.
Der Verband verabschiedete Deschamps am Sonntag mit einer Würdigung, in der es hieß, er habe „ein Vierteljahrhundert außergewöhnlichen Engagements für die Nationalmannschaft und den französischen Fußball“ abgeschlossen. Zidane, der als Spieler 1998 mit Frankreich Weltmeister wurde und 2000 die Europameisterschaft gewann, hatte bislang ausschließlich Real Madrid trainiert. In zwei Amtszeiten (2016–2018 und 2019–2021) führte er die Königlichen zu drei Champions-League-Titeln in Folge und zwei spanischen Meisterschaften. Sein letztes Spiel als Profi war das WM-Finale 2006, in dem er nach einem Kopfstoß gegen Marco Materazzi die Rote Karte sah.
Laut Romano erzielten Zidane und der Verband bereits im November eine mündliche Einigung. Angebote internationaler Spitzenklubs, darunter Real Madrid, soll der frühere Mittelfeldregisseur ausgeschlagen haben, weil für ihn die Nationalmannschaft stets Priorität genoss. Als Co-Trainer wird ihm voraussichtlich David Bettoni zur Seite stehen, der diese Rolle schon bei Real Madrid ausübte.
Sein erstes Länderspiel als Nationaltrainer bestreitet Zidane am 25. September in der Nations League auswärts gegen die Türkei, das Heimdebüt folgt am 2. Oktober gegen Italien. Das übergeordnete Ziel ist der Gewinn der Europameisterschaft 2028.
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Deutschland feiert Zidanes Ankunft als Triumph für den französischen Fußball und hebt hervor, dass er Angebote von Top-Klubs abgelehnt hat.
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