
Mbappé nach 1:0 gegen Paraguay: „Wir können auch schmutzigen Fußball spielen“
In einem hitzigen Achtelfinale setzt sich Frankreich mit 1:0 gegen Paraguay durch; Kylian Mbappé verwandelt den entscheidenden Elfmeter und wehrt sich verbal gegen die rustikale Spielweise der Südamerikaner.
Frankreich hat sich mit einem knappen, von derben Tritten und hitzigen Wortgefechten geprägten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Paraguay ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gekämpft. Vor 70.000 Zuschauern im Lincoln Financial Field in Philadelphia erzielte Kylian Mbappé in der 70. Minute per Foulelfmeter den entscheidenden Treffer, nachdem Diego Gomez von Schiedsrichter Ilgiz Tantashev (Usbekistan) für ein Foul an Désiré Doué bestraft wurde. Die Partie war von Beginn an von einer destruktiven und körperbetonten Spielweise der Südamerikaner geprägt, die Frankreichs Kombinationsfußball mit permanenten Provokationen und rustikalen Zweikämpfen unterbanden. Lediglich drei Gelbe Karten – allesamt für französische Spieler – verhängte der Referee in dieser überaus unruhigen Begegnung.
Frankreichs Kapitän Mbappé, selbst immer wieder Opfer von Tritten und verbalen Attacken, zeigte sich nach dem Abpfiff in Interviews erbost über die Spielweise des Gegners: „Sie dachten, wir würden im Smoking kommen, ein paar schöne Spielzüge und Doppelpässe zeigen. Aber wir können auch schmutzigen Fußball spielen“, zitierten ihn mehrere Medien übereinstimmend. Der Stürmer von Real Madrid, der mit seinem siebten Turniertreffer in der Torschützenliste mit Lionel Messi gleichzog und seine Weltmeisterschaftstorbilanz auf insgesamt 19 erhöhte, fügte hinzu: „Wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen, dann tun wir das – und heute waren wir auch darin besser.“ Aus französischer Sicht wurde damit deutlich gemacht, dass das Team keineswegs nur auf Offensivspektakel reduziert werden will, sondern auch bereit ist, physische Intensität zu erwidern.
Nationaltrainer Didier Deschamps pflichtete seinem Kapitän bei und kritisierte die Taktik Paraguays ungewohnt scharf. „Sie haben alle Tricks genutzt – das ist kein Fußball, der die Leute ins Stadion lockt, aber sie haben sehr gut verteidigt“, sagte der 1998-Weltmeister. Besonders besorgt zeigte er sich um Mbappés Wohl: „Ich habe die zwei körperlich stärksten Spieler gebeten, in den Schlussminuten bei Kylian zu bleiben, weil sie ihn umgetreten hätten.“ Der sonst so beherrschte Michael Olise habe sich zu einer seltenen emotionalen Reaktion hinreißen lassen, während Mbappé selbst den Provokationen widerstanden habe. Deschamps lobte die fokussierte Haltung seiner Mannschaft in einem Spiel, das von übermäßiger Härte geprägt war.
In südamerikanischen Medienberichten wurde das aggressive Auftreten Paraguays zwar als taktisch legitim eingeordnet, doch die teils rustikalen Einlagen – etwa das beabsichtigte Aufwühlen des Elfmeterpunkts vor Mbappés Strafstoß – wurden auch dort als Grenzüberschreitungen vermerkt. Die Diskussion über physischen versus spielerischen Ansatz erhielt damit eine globale Dimension, wobei viele Beobachter außerhalb Südamerikas den sportlichen Wert der Partie in Frage stellten. Frankreich hingegen zog mit dem Arbeitssieg in das Viertelfinale ein und trifft dort am 10. Juli in Boston auf Marokko – eine Neuauflage des Halbfinals von 2022, das die Franzosen 2:0 gewannen.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
Paraguay rises to defend national honor against French provocations.
Through Chilavert's reaction, the bloc transforms a football statement into an attack on Paraguayan dignity, using the former goalkeeper's figure to mobilize national pride.
The context of Mbappé acknowledging the game's toughness is omitted, emphasizing only the provocation.
Mbappé comments on the match with realism and competitiveness.
The bloc adopts a descriptive tone that normalizes the statement, avoiding a conflictual frame.
The Paraguayan reaction and the context of provocation are omitted, presenting the comment as technical.
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