
Ein ignorierter Handschlag und ein Ballwurf: Frankreichs Mühsamer Sieg gegen Paraguay
Nach dem 1:0-Erfolg der Franzosen im WM-Achtelfinale durch einen Elfmeter von Kylian Mbappé sorgte Paraguays Torhüter Orlando Gill mit einem Ballwurf gegen den Torschützen für Aufsehen, weil dieser seinen Handschlag ignoriert hatte.
Die Schlussszene stand stellvertretend für eine hitzige Achtelfinalpartie: Frankreich mühte sich gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Paraguay zu einem 1:0-Sieg, doch nach dem Abpfiff verlor Torhüter Orlando Gill die Contenance. Der Keeper hatte Kylian Mbappé die Hand reichen wollen, der französische Kapitän ging feiernd an ihm vorbei – woraufhin Gill ihm den Ball an den Rücken warf. „Ich wollte ihm gratulieren, aber er hat mir keine Beachtung geschenkt, da bin ich kurz ausgerastet“, erklärte Gill später. Mbappé selbst reagierte nicht auf den Wurf und setzte seine Jubelgesten fort.
Die Partie im Lincoln Financial Field in Philadelphia war von Beginn an von südamerikanischer Intensität geprägt. Paraguay agierte mit großer körperlicher Härte, unterband den Spielfluss der Franzosen durch zahlreiche Fouls und setzte auf Konfrontation. Die Temperaturen von nahezu 38 Grad taten ein Übriges, um die Gemüter zu erhitzen. Frankreichs Trainer Didier Deschamps sprach von einem Gegner, der „alle Register zieht“, und Mbappé selbst betonte, man sei auf genau dieses Spiel vorbereitet gewesen: „Wir können uns auch die Hände schmutzig machen. Sie dachten wohl, wir kommen im Smoking, aber wir waren bereit.“
Der entscheidende Moment fiel in der 70. Minute. Nach einem Foul von Diego Gómez an Désiré Doué überprüfte der Unparteiische die Szene per Videobeweis und entschied auf Strafstoß. Mbappé verwandelte sicher und erzielte sein siebtes Turniertor sowie das 19. seiner WM-Karriere. Paraguay, das in der Runde zuvor Deutschland im Elfmeterschießen ausgeschaltet hatte, stemmte sich bis zuletzt gegen die Niederlage, doch Frankreich brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Nach dem Schlusspfiff entlud sich die aufgestaute Spannung. Aus südamerikanischer Perspektive gehörten solche Reibungen zum Alltag, wie Gill andeutete: „In Südamerika sind wir an solche Rempler gewöhnt, die offenbar nicht.“ Demgegenüber stand die französische Lesart, wonach die Provokationen der Paraguayer die eigentliche Ursache für die erhitzte Atmosphäre gewesen seien. Während Mbappé den Sieg mit ausladenden Gesten vor dem paraguayischen Torhüter bejubelte, interpretierte Gill dies als Arroganz: „Es schien, als hätte er sich aufgespielt. Er hat mich nicht angesehen, nur gelacht.“ Berichte über ein Handgemenge in den Katakomben blieben unbestätigt.
Frankreich zieht durch diesen Arbeitssieg ins Viertelfinale ein und trifft dort auf Marokko – eine Neuauflage des Halbfinals von 2022. Paraguay verabschiedet sich erhobenen Hauptes, während die Équipe Tricolore ihren Traum vom ersten WM-Titel seit 2018 weiterverfolgt.
| Indische & südasiatische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.80 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Gill reacts impulsively to Mbappé's disrespect, but both share blame.
It reports Gill's explanation and mentions Mbappé's lack of reaction, creating a balanced narrative.
The context of Mbappé's celebration with the crowd, which might explain his distraction, is omitted.
Mbappé refuses to greet Gill and provokes him; the Paraguayan goalkeeper is the victim.
It emphasizes Mbappé's 'terrible' gesture and gives ample space to Gill's version, constructing a narrative where the Frenchman is the antagonist.
It omits that Mbappé was celebrating the victory and might not have intentionally ignored Gill.
Mbappé celebrates and Gill reacts by throwing a ball: two opposing attitudes in a heated finale.
It alternates the actions of both players without expressing judgment, reporting Gill's statements directly.
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