
Vier Weltmeister unter sich: Die Halbfinals der WM 2026 sind ein Novum
Erstmals seit 1990 stehen mit Frankreich, Spanien, England und Argentinien die vier bestplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste in der Vorschlussrunde – und alle sind ehemalige Titelträger.
Die Konstellation ist historisch: Zum ersten Mal seit 36 Jahren bestreiten vier ehemalige Weltmeister die Halbfinals einer Fußball-Weltmeisterschaft. Frankreich, Spanien, England und Titelverteidiger Argentinien setzten sich in den Viertelfinals durch und bilden nun exakt die Spitze der FIFA-Weltrangliste ab. Während Frankreich Marokko mit 2:0 bezwang und Spanien Belgien mit 2:1 niederrang, benötigten England gegen Norwegen (2:1) und Argentinien gegen die Schweiz (3:1) jeweils die Verlängerung. Damit ist garantiert, dass am 19. Juli im MetLife Stadium von New Jersey eine Nation mit mindestens einem WM-Titel den Pokal in Empfang nehmen wird.
Im ersten Halbfinale am Dienstag in Arlington, Texas, treffen mit Frankreich und Spanien zwei Mannschaften aufeinander, deren jüngste Duelle eine klare Sprache sprechen. Aus spanischer Perspektive verweist man selbstbewusst auf die Siege im EM-Halbfinale 2024 (2:1) und im Nations-League-Halbfinale 2025 (5:4). Der 19-jährige Lamine Yamal, der schon vor zwei Jahren mit einem Traumtor den Weg zum EM-Titel ebnete, formulierte es unmissverständlich: „Wenn Frankreich vor einem Team Angst haben muss, dann vor uns.“ In französischen Medien wird diese Rhetorik gelassen aufgenommen. Innenverteidiger Ibrahima Konaté, kürzlich von Liverpool zu Real Madrid gewechselt, konterte sachlich: „Er kann sagen, was er will. Wir haben vor niemandem Angst.“ Die Statistik untermauert das Selbstvertrauen beider Lager: Frankreich stellt mit 16 Treffern den zweitbesten Angriff des Turniers, angeführt von Kylian Mbappé (8 Tore), während Spanien in sechs Spielen erst ein einziges Gegentor kassierte und seit 36 Partien ungeschlagen ist.
Das zweite Halbfinale am Mittwoch in Atlanta elektrisiert vor allem durch die historische Rivalität zwischen England und Argentinien. Vierzig Jahre nach dem „Hand Gottes“ und Maradonas Jahrhunderttor im Viertelfinale 1986 kommt es zur Neuauflage – nun mit Lionel Messi auf argentinischer und Jude Bellingham auf englischer Seite. Beide Akteure führen mit je sechs Treffern die Torschützenliste gemeinsam mit Harry Kane an, während Messi und Mbappé mit acht Toren um die Torjägerkrone und den ewigen WM-Torrekord ringen. Aus englischer Sicht mahnt Trainer Thomas Tuchel trotz des Halbfinaleinzugs zur Vorsicht: „Wir hatten Glück, die Leistung war nicht zufriedenstellend.“ Argentinien wiederum, das nach 1962 als erstes Team den Titel verteidigen könnte, betont über Trainer Lionel Scaloni den rein sportlichen Charakter der Partie – ungeachtet der politischen Untertöne, die in Teilen der britischen und argentinischen Presse mitschwingen.
Die Vorschlussrunde vereint damit nicht nur fußballerische Klasse, sondern auch eine bemerkenswerte Dichte an individuellen Ausnahmekönnern und taktischen Stilrichtungen. Während Frankreich auf vertikale Wucht und Tempodribblings setzt, vertraut Spanien auf Ballbesitz und kollektive Verschiebekunst. England und Argentinien wiederum haben sich bislang eher durch Effizienz und mentale Stärke als durch spielerischen Glanz ausgezeichnet. Die beiden Halbfinals versprechen daher ebenso kontrastreiche wie hochklassige Duelle, deren Ausgang auch über die endgültige Hierarchie im Weltfußball entscheiden wird.
Die Verlierer der Halbfinals bestreiten am 18. Juli in Miami das Spiel um Platz drei, ehe einen Tag später in New Jersey der neue Weltmeister gekrönt wird. Für Frankreich geht es zudem um den dritten Finaleinzug in Folge – ein Kunststück, das zuvor nur Deutschland (1982–1990) und Brasilien (1994–2002) gelang. Spanien peilt den zweiten WM-Titel nach 2010 an, England den ersten seit 1966, und Argentinien könnte mit einem erneuten Triumph endgültig in die Sphäre der ganz Großen aufsteigen.
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.20 | neutral |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
French defender Konate dismisses Yamal's provocations, stating that France fears no one, but emphasizes the importance of humility in a crucial stage of the tournament. The tone is defensive and confident, aiming to downplay the opponent's statements.
Yamal states that Spain should not fear France, having already eliminated them twice. Konate replies dismissively, calling for silence and focus. The clash is framed as a psychological battle between two great teams.
Southeast Asian outlets report statements from both players, balancing Spanish confidence with French respect for the opponent's quality. The picture is one of mutual recognition of each other's strengths, without sharp polarization.
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