
Nach enttäuschendem WM-Aus: Diego Forlán übernimmt Uruguays Nationalteam
Der 47-jährige ehemalige Weltfußballer tritt bis März 2027 die Nachfolge von Marcelo Bielsa an, nachdem Uruguay bei der WM 2026 ohne Sieg in der Gruppenphase scheiterte.
Die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft 2026 sitzt tief im uruguayischen Fußball. Der zweimalige Weltmeister (1930, 1950) verabschiedete sich nach drei Spielen ohne Sieg und mit lediglich zwei Punkten aus dem Turnier. Rückblickend war bereits das 2:2 gegen Außenseiter Kap Verde ein Warnsignal, dem ein torloses Remis gegen Saudi-Arabien und eine 0:1-Niederlage gegen den späteren Gruppensieger Spanien folgten. Die Amtszeit von Trainer Marcelo Bielsa endete daraufhin sofort. Wenig später gab der uruguayische Fußballverband (AUF) bekannt, dass Diego Forlán, einer der erfolgreichsten Stürmer des Landes, die Mannschaft als Interimstrainer übernimmt.
Wie Verbandspräsident Ignacio Alonso bestätigte, soll Forlán die Nationalmannschaft vorerst bis März 2027 führen. Danach entscheidet eine neu gewählte Verbandsspitze über eine mögliche Verlängerung. Parallel übernimmt der 47-Jährige auch die U20-Auswahl, die im Januar 2027 beim Sudamericano gefordert ist. Es ist eine Doppelfunktion, die laut Alonso Teil eines seit 2022 geplanten Projekts sei: »Die Gelegenheit ist jetzt da, und er hat mit großer Begeisterung zugesagt.« Forlán selbst verfügt über vergleichsweise wenig Trainererfahrung – 2020 coachte er kurz den Erstligisten Peñarol, 2021 den Zweitligisten Atenas de San Carlos.
Forláns Name steht in Uruguay für eine goldene Generation, die mit dem vierten Platz bei der WM 2010 und dem Copa-América-Titel 2011 an vergangene Triumphe anknüpfte. Beim Turnier in Südafrika wurde der Stürmer mit fünf Treffern Torschützenkönig und zum besten Spieler gewählt – auch im Spiel um Platz drei gegen Deutschland (2:3) traf er. Insgesamt kommt der ehemalige Angreifer von Manchester United, Villarreal und Atlético Madrid auf 112 Länderspiele und 36 Tore. Seine Berufung ist daher nicht allein eine sportliche, sondern auch eine emotionale Geste in einem Moment der sportlichen Krise.
Konkret stehen für Uruguay in den kommenden Länderspielfenstern im September, Oktober und November 2026 Testspiele sowie Qualifikationsspiele für die WM 2030 an – auch wenn das Land als Co-Gastgeber bereits gesetzt ist. Die ersten Bewährungsproben werden zeigen, ob Forlán die Mannschaft wieder auf Kurs bringen kann. Der Verband hat angekündigt, im Frühjahr 2027 eine Bilanz zu ziehen und dann über die längerfristige Ausrichtung zu befinden. Für den Interimstrainer beginnt damit eine Mission, die weit über die kommenden Monate hinausweisen soll: die Grundlagen für eine erfolgreiche Heim-WM in vier Jahren zu legen.
| Lateinamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | +0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Celeste turns to a distinguished son to rise from the ashes of World Cup failure.
The narrative contrasts Forlán's legendary grit with Bielsa's mediocrity, creating an emotional dichotomy that justifies the choice as inevitable and salvific.
Latin American press omits Forlán's lack of coaching experience, implied but not stated in other blocs.
Russia recalls Forlán as the 2010 best player and highlights the contract until 2027, projecting stability.
Emphasizing past successes and contract details minimizes the failure context, normalizing the transition.
Russian press omits the interim nature of the appointment and the strong criticism of Bielsa present in other blocs.
Continental Europe judges Uruguay's exit as embarrassing and sees Forlán only as a temporary stopgap.
Using terms like 'peinliches Aus' and 'zumindest vorerst' frames the situation with skepticism and urgency for a lasting solution.
European press omits celebratory aspects of Forlán's career, focusing solely on the negative context.
Sub-Saharan Africa announces Forlán's arrival as a fait accompli, without emotional emphasis.
Choosing a purely informative tone and citing only essential facts avoids any judgment, maintaining distance.
African press omits emotional language of 'fracaso' and 'peinliches Aus', not taking a critical stance.
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