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TechnologieSonntag, 19. Juli 2026

Prüfungen im Ausnahmezustand: Wie Bildungssysteme auf Krieg, Druck und Gewalt reagieren

Während Iran landesweite Abschlussprüfungen trotz Krieges staffelt, setzt Indien auf freiwillige Zweitversuche – und in Südostasien zwingen Gewaltvorfälle zum Umdenken bei der Schulkultur.

Irans Bildungsministerium hat eine landesweite Verschiebung der Abschlussprüfungen abgelehnt und setzt stattdessen auf ein regional gestaffeltes Modell. Rund 1,5 Millionen Schüler nehmen an den Prüfungen teil, etwa zehn Prozent davon in vier vom Krieg betroffenen Provinzen. Eine generelle Verlegung, so Minister Alireza Kazemi vor dem Parlamentsausschuss, hätte das gesamte Bildungssystem in eine schwere Krise gestürzt. Stattdessen werden die Prüfungen nun fachweise und in Abhängigkeit von der Sicherheitslage durchgeführt, mit dem Ziel, die Abschlüsse bis zum 15. September zu ermöglichen. Die Entscheidung fiel nach Beratungen mit Sicherheitsbehörden und dem Obersten Prüfungsrat und stützt sich auf eine vor Kriegsende verabschiedete Notverordnung, die dem Ministerium flexible Eingriffe erlaubt.

Parallel dazu zeigen andere asiatische Länder alternative Wege im Umgang mit Prüfungsdruck. In Indien hat das Central Board of Secondary Education (CBSE) erstmals ein Zwei-Prüfungs-System für die zehnte Klasse eingeführt. Von den 5,1 Millionen Teilnehmern der zweiten, freiwilligen Prüfung verbesserten sich rund 3,1 Millionen gegenüber ihrem ersten Versuch; die Gesamtbestehensquote stieg auf 96,8 Prozent. Die Reform, Teil der Nationalen Bildungspolitik 2020, soll die Abhängigkeit von einmaligen Hochrisikotests verringern. In Bangladesch hingegen kritisiert eine öffentliche Debatte das starre Festhalten an jährlichen Prüfungen: Wer in einem Fach durchfällt, verliert ein ganzes Jahr – eine Praxis, die angesichts international flexiblerer Modelle zunehmend als unverhältnismäßige Bestrafung gilt.

Die psychische Belastung von Schülern wird durch Vorfälle in Südostasien unterstrichen. An einer indonesischen Oberschule in Padang zündete ein Schüler einen selbstgebauten Sprengsatz, nachdem er eigenen Angaben zufolge gemobbt worden war. Psychologen der Universität Aisyiyah Yogyakarta forderten daraufhin ein schulisches Krisenmanagement mit psychologischer Erster Hilfe, verpflichtenden Anti-Mobbing-Programmen und Früherkennungssystemen. In Malaysia kritisierte ein Kommentator die anhaltende Gewalt an Internatsschulen und verlangte bauliche Zugangskontrollen, Überwachungskameras und vor allem Sanktionen gegen Schulleitungen und Aufsichtspersonen bei Versäumnissen. Beide Länder verzeichnen hohe Fallzahlen: Indonesien meldete 2025 über 2.600 Mobbingfälle, Malaysia sieht sich wiederholt mit Vorfällen an Eliteinternaten konfrontiert.

Als Gegenpol zu diesen Belastungen setzen Initiativen in der arabischen Welt auf kreative Entfaltung. Das Dubai International Writing Program, getragen von der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Knowledge Foundation, bietet jungen Autoren aus der gesamten Region eine strukturierte Ausbildung in verschiedenen literarischen Genres. Teilnehmer und Kritiker beschreiben es als institutionelles Modell, das über reine Schreibwerkstätten hinausgeht und auf den Aufbau einer nachhaltigen Wissensproduktion zielt. Die nächste Bewährungsprobe für die Prüfungssysteme steht unmittelbar bevor: In Iran müssen die Abschlussprüfungen in den Kriegsprovinzen bis Mitte September abgeschlossen sein, während in Indien die verbesserten Ergebnisse nun in die Zulassungsverfahren der Universitäten einfließen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
17%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis −0.30
KritischWohlwollend
INDEURATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Indische & südasiatische Presse−0.30critical
Kontinentaleuropäische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.70critical
Die direkten Beteiligten (Institutionen und KI-Entwickler) sind in den analysierten Presseblöcken nicht vertreten.
Indische & südasiatische Presse−0.30
Stimme

Veränderung ist unvermeidlich, aber der Schlüssel ist das Vertrauen der Arbeitnehmer und die Weiterqualifizierung.

Mechanismuspragmatismo adattivo

Durch die Darstellung konkreter Veränderungen (Kundendienst, Karrieren) wird die Idee normalisiert, dass KI eine schrittweise Anpassung erfordert.

Auslassung

Extreme Risiken wie Kindesmissbrauch oder Überwachung durch Arbeitgeber werden nicht thematisiert.

PragmatismusSkepsisGeteilte Stimmen
Kontinentaleuropäische Presse−0.60
Stimme

Arbeitgeber nutzen KI, um Kandidaten auszuspionieren; die Privatsphäre ist gefährdet.

Mechanismussorveglianza come minaccia

Indem das Szenario als Verletzung der Privatsphäre beschrieben wird, wird Empörung gegen Unternehmen mobilisiert.

Auslassung

Es wird nicht erwähnt, dass KI auch bei der Jobsuche helfen kann oder dass in einigen Ländern Datenschutzgesetze existieren.

AlarmEmpörung
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.70
Stimme

Die indische Gemeinschaft wird online von rassistischem Hass angegriffen; die Plattformen tun nicht genug.

Mechanismusvittimizzazione

Durch das Erzählen einer persönlichen Geschichte (Mohit Sharma) und das Zitieren von Like-Zahlen wird eine Täter-Opfer-Erzählung geschaffen.

Auslassung

Die Rolle der KI bei der Inhaltsmoderation oder Metas Initiativen zur Bekämpfung von Hass werden nicht diskutiert.

EmpörungOpferrolle

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Chris Brown bekennt sich der Schlägerei in Londoner Nachtclub schuldig·Der Bruder, den sie schon kannte: Eine Wiedervereinigung am Flughafen Manchester·Spaniens Finalsieg über Argentinien von Handgreiflichkeiten überschattet – Petitionen und Ermittlungen folgen·UN fordern Schutz und Evakuierung von 6000 Seeleuten in der Straße von Hormuz·Spanien ruft wegen Waldbränden bei Madrid erstmals nationalen Notstand aus·Bangladeschs Präsident Schahabuddin tritt vorzeitig zurück – politischer Druck vor Hasinas Rückkehr·Internationale Wetterwarnungen: Hitzewellen in Marokko, Starkregen in Indonesien und Stürme im Iran·Südkoreas teuerste Scheidung: SK-Chef zu 566 Millionen Euro verurteilt·Chris Brown bekennt sich der Schlägerei in Londoner Nachtclub schuldig·Der Bruder, den sie schon kannte: Eine Wiedervereinigung am Flughafen Manchester·Spaniens Finalsieg über Argentinien von Handgreiflichkeiten überschattet – Petitionen und Ermittlungen folgen·UN fordern Schutz und Evakuierung von 6000 Seeleuten in der Straße von Hormuz·Spanien ruft wegen Waldbränden bei Madrid erstmals nationalen Notstand aus·Bangladeschs Präsident Schahabuddin tritt vorzeitig zurück – politischer Druck vor Hasinas Rückkehr·Internationale Wetterwarnungen: Hitzewellen in Marokko, Starkregen in Indonesien und Stürme im Iran·Südkoreas teuerste Scheidung: SK-Chef zu 566 Millionen Euro verurteilt·
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Sonntag, 19. Juli 2026

Prüfungen im Ausnahmezustand: Wie Bildungssysteme auf Krieg, Druck und Gewalt reagieren

Während Iran landesweite Abschlussprüfungen trotz Krieges staffelt, setzt Indien auf freiwillige Zweitversuche – und in Südostasien zwingen Gewaltvorfälle zum Umdenken bei der Schulkultur.

Irans Bildungsministerium hat eine landesweite Verschiebung der Abschlussprüfungen abgelehnt und setzt stattdessen auf ein regional gestaffeltes Modell. Rund 1,5 Millionen Schüler nehmen an den Prüfungen teil, etwa zehn Prozent davon in vier vom Krieg betroffenen Provinzen. Eine generelle Verlegung, so Minister Alireza Kazemi vor dem Parlamentsausschuss, hätte das gesamte Bildungssystem in eine schwere Krise gestürzt. Stattdessen werden die Prüfungen nun fachweise und in Abhängigkeit von der Sicherheitslage durchgeführt, mit dem Ziel, die Abschlüsse bis zum 15. September zu ermöglichen. Die Entscheidung fiel nach Beratungen mit Sicherheitsbehörden und dem Obersten Prüfungsrat und stützt sich auf eine vor Kriegsende verabschiedete Notverordnung, die dem Ministerium flexible Eingriffe erlaubt.

Parallel dazu zeigen andere asiatische Länder alternative Wege im Umgang mit Prüfungsdruck. In Indien hat das Central Board of Secondary Education (CBSE) erstmals ein Zwei-Prüfungs-System für die zehnte Klasse eingeführt. Von den 5,1 Millionen Teilnehmern der zweiten, freiwilligen Prüfung verbesserten sich rund 3,1 Millionen gegenüber ihrem ersten Versuch; die Gesamtbestehensquote stieg auf 96,8 Prozent. Die Reform, Teil der Nationalen Bildungspolitik 2020, soll die Abhängigkeit von einmaligen Hochrisikotests verringern. In Bangladesch hingegen kritisiert eine öffentliche Debatte das starre Festhalten an jährlichen Prüfungen: Wer in einem Fach durchfällt, verliert ein ganzes Jahr – eine Praxis, die angesichts international flexiblerer Modelle zunehmend als unverhältnismäßige Bestrafung gilt.

Die psychische Belastung von Schülern wird durch Vorfälle in Südostasien unterstrichen. An einer indonesischen Oberschule in Padang zündete ein Schüler einen selbstgebauten Sprengsatz, nachdem er eigenen Angaben zufolge gemobbt worden war. Psychologen der Universität Aisyiyah Yogyakarta forderten daraufhin ein schulisches Krisenmanagement mit psychologischer Erster Hilfe, verpflichtenden Anti-Mobbing-Programmen und Früherkennungssystemen. In Malaysia kritisierte ein Kommentator die anhaltende Gewalt an Internatsschulen und verlangte bauliche Zugangskontrollen, Überwachungskameras und vor allem Sanktionen gegen Schulleitungen und Aufsichtspersonen bei Versäumnissen. Beide Länder verzeichnen hohe Fallzahlen: Indonesien meldete 2025 über 2.600 Mobbingfälle, Malaysia sieht sich wiederholt mit Vorfällen an Eliteinternaten konfrontiert.

Als Gegenpol zu diesen Belastungen setzen Initiativen in der arabischen Welt auf kreative Entfaltung. Das Dubai International Writing Program, getragen von der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Knowledge Foundation, bietet jungen Autoren aus der gesamten Region eine strukturierte Ausbildung in verschiedenen literarischen Genres. Teilnehmer und Kritiker beschreiben es als institutionelles Modell, das über reine Schreibwerkstätten hinausgeht und auf den Aufbau einer nachhaltigen Wissensproduktion zielt. Die nächste Bewährungsprobe für die Prüfungssysteme steht unmittelbar bevor: In Iran müssen die Abschlussprüfungen in den Kriegsprovinzen bis Mitte September abgeschlossen sein, während in Indien die verbesserten Ergebnisse nun in die Zulassungsverfahren der Universitäten einfließen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
17%Niedrig
3 Blöcke · Positionen von −0.70 bis −0.30
KritischWohlwollend
INDEURATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Indische & südasiatische Presse−0.30critical
Kontinentaleuropäische Presse−0.60critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.70critical
Die direkten Beteiligten (Institutionen und KI-Entwickler) sind in den analysierten Presseblöcken nicht vertreten.
Indische & südasiatische Presse−0.30
Stimme

Veränderung ist unvermeidlich, aber der Schlüssel ist das Vertrauen der Arbeitnehmer und die Weiterqualifizierung.

Mechanismuspragmatismo adattivo

Durch die Darstellung konkreter Veränderungen (Kundendienst, Karrieren) wird die Idee normalisiert, dass KI eine schrittweise Anpassung erfordert.

Auslassung

Extreme Risiken wie Kindesmissbrauch oder Überwachung durch Arbeitgeber werden nicht thematisiert.

PragmatismusSkepsisGeteilte Stimmen
Kontinentaleuropäische Presse−0.60
Stimme

Arbeitgeber nutzen KI, um Kandidaten auszuspionieren; die Privatsphäre ist gefährdet.

Mechanismussorveglianza come minaccia

Indem das Szenario als Verletzung der Privatsphäre beschrieben wird, wird Empörung gegen Unternehmen mobilisiert.

Auslassung

Es wird nicht erwähnt, dass KI auch bei der Jobsuche helfen kann oder dass in einigen Ländern Datenschutzgesetze existieren.

AlarmEmpörung
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.70
Stimme

Die indische Gemeinschaft wird online von rassistischem Hass angegriffen; die Plattformen tun nicht genug.

Mechanismusvittimizzazione

Durch das Erzählen einer persönlichen Geschichte (Mohit Sharma) und das Zitieren von Like-Zahlen wird eine Täter-Opfer-Erzählung geschaffen.

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