
Kanes Doppelpack rettet England gegen Kongo – nun wartet Mexiko im Azteca-Stadion
Nach frühem Rückstand dreht Harry Kane das Spiel und führt die Three Lions ins Achtelfinale, wo mit Gastgeber Mexiko eine große Herausforderung wartet.
Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta stand England am Mittwochabend kurz vor einer Blamage, ehe Harry Kane mit zwei Treffern binnen elf Minuten die Partie gegen die Demokratische Republik Kongo drehte und das 2:1 sicherte. Brian Cipenga hatte die Afrikaner in der siebten Minute in Führung gebracht, nachdem die englische Defensive bei einem schnellen Angriff nicht sortiert war. In der Folge liefen die Three Lions gegen eine diszipliniert verteidigende kongolesische Mannschaft an, scheiterten aber immer wieder an Torhüter Lionel Mpasi, der mit mehreren Glanzparaden – darunter zwei Kopfballabwehr gegen Jude Bellingham – den Ausgleich verhinderte. Erst in der 75. Minute köpfte Kane eine Flanke von Anthony Gordon zum 1:1 ein, ehe er in der 86. Minute einen Abpraller aus spitzem Winkel unhaltbar zum Siegtreffer versenkte.
Es war Englands erster Sieg nach Rückstand in einem WM-K.o.-Spiel seit dem Finale 1966 gegen die Bundesrepublik Deutschland. Der Druck auf das Team von Thomas Tuchel war nach dem frühen Gegentor spürbar gewachsen, doch der Trainer lobte anschließend die mentale Stärke seiner Spieler: „Sie haben sich geweigert, eine Niederlage hinzunehmen.“ Aus englischer Sicht überdeckte der späte Erfolg jedoch erneut strukturelle Probleme, insbesondere auf der rechten Abwehrseite, wo Declan Rice in der Schlussphase aushalf. Tuchel räumte ein, das zu aggressive Pressing habe in der Anfangsphase Räume für den Gegner geöffnet; erst nach taktischen Anpassungen sei mehr Kontrolle entstanden.
Mit seinen Saisontoren fünf und sechs im Turnier baute Kane seinen Rekord als englischer WM-Rekordtorschütze auf 13 Treffer aus und liegt damit gleichauf mit Erling Haaland, einen Treffer hinter Kylian Mbappé und Lionel Messi. Der 32-Jährige sprach von einem „verrückten Spiel“ und forderte seine Mitspieler auf, den Moment zu genießen, bevor der Blick auf das Achtelfinale geht. Dort wartet am Sonntag, dem 5. Juli, im Estadio Azteca von Mexiko-Stadt der Co-Gastgeber Mexiko.
Die Begegnung ist nicht nur sportlich brisant, sondern auch historisch aufgeladen: England kehrt an den Ort zurück, an dem es 1986 im Viertelfinale gegen Argentinien durch die „Hand Gottes“ und das „Tor des Jahrhunderts“ von Diego Maradona ausschied. Aus mexikanischer Perspektive bietet sich die Chance auf eine Revanche für das 0:2 im WM-Gruppenspiel 1966 in Wembley. Das Team von Javier Aguirre hat im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Gegentreffer zugelassen und alle vier Spiele gewonnen, zuletzt ein souveränes 2:0 gegen Ecuador. Die Höhenlage von über 2.200 Metern stellt für die Engländer eine zusätzliche Belastung dar; Tuchel sprach von einem „großen Nachteil“, da eine Akklimatisierung in vier Tagen unmöglich sei.
Der Sieger dieses Duells trifft im Viertelfinale auf den Gewinner der Partie zwischen Brasilien und Norwegen. Für England, das seit 1966 auf einen großen Titel wartet, wird die Partie im Azteca zu einer Bewährungsprobe, die weit über das rein Sportliche hinausgeht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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England tat sich gegen die DR Kongo schwer, doch ein Doppelpack von Kane rettete das Team, und nun muss es ins Azteca-Stadion von Mexiko-Stadt, um auf ein ungeschlagenes Mexiko zu treffen, das noch kein Gegentor kassiert hat. Das Spiel wird als kolossale Prüfung für die Three Lions dargestellt, wobei Höhenlage und Atmosphäre die Herausforderung verschärfen. Die Erzählung betont den dramatischen Wandel vom Beinahe-Aus zum Hochrisiko-Duell mit dem Co-Gastgeber.
Die DR Kongo überraschte England mit einem frühen Tor und ließ sie über weite Strecken gewöhnlich aussehen, ehe ein später Doppelpack von Kane die Partie drehte. Es ist das erste Mal seit dem Finale 1966, dass England in einem WM-K.o.-Spiel einen Rückstand aufholte und gewann, was zeigt, wie nah das afrikanische Team an einer historischen Sensation war. Englands Leistung warf Fragen auf, doch Kanes individuelle Klasse gab den Ausschlag.
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