
Englands Achtelfinal-Duell mit Mexiko: Höhenangst und historische Schatten im Aztekenstadion
Nach dem 2:1 gegen die DR Kongo wartet auf England im Aztekenstadion eine Partie, die von extremer Höhenlage, Sicherheitsvorkehrungen und der Erinnerung an Maradonas 'Hand Gottes' geprägt ist.
Mit zwei späten Toren von Harry Kane hat England im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta einen frühen Rückstand gegen die Demokratische Republik Kongo gedreht und das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Der 2:1-Erfolg, bei dem Kane in der 75. und 86. Minute traf, sicherte dem Team von Thomas Tuchel das Duell mit Co-Gastgeber Mexiko – und die Rückkehr an einen Ort, der im englischen Fußballgedächtnis tief verankert ist: das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt.
Die Partie am Sonntag wird von einer geografischen Herausforderung überschattet, die Tuchel als „großen Nachteil“ bezeichnet. Das Aztekenstadion liegt auf 2.240 Metern Höhe, wo die dünnere Luft den Sauerstoffgehalt im Blut verringert und die Flugbahn des Balls verändert. Britische Medien zitieren den deutschen Trainer mit den Worten, es sei „physisch unmöglich, sich in vier Tagen an die Höhe anzupassen“. Anders als Mexiko, das bereits drei seiner vier Turnierspiele in dieser Umgebung bestritt, hat England seine Basis in Kansas City auf Meereshöhe und reist erst am Freitag an – ein Kompromiss zwischen der Empfehlung, entweder zehn Tage früher oder erst in letzter Minute einzutreffen, und den FIFA-Regularien, die eine Anwesenheit 24 Stunden vor Anpfiff vorschreiben.
Neben der Höhe beschäftigt die englische Delegation die Sorge vor gezielten Ruhestörungen. Mexikanische und britische Berichte verweisen auf die Beschwerde Ecuadors, dessen Spieler vor der Achtelfinalpartie durch nächtlichen Lärm von Fans mit Lautsprechern, Hupen und Motorrädern am Schlaf gehindert wurden. England hält daher den Standort seines Hotels geheim und stattet die Spieler mit Ohrstöpseln, Geräten für weißes Rauschen und natürlichen Schlafmitteln aus. Tuchel selbst sprach von „Terror“, dem man begegnen müsse, und zeigte sich zugleich elektrisiert von der Kulisse: „Es ist vielleicht eine der schönsten und aufregendsten Partien, die man haben kann – gegen Mexiko im Azteca.“
Für England ist es die erste Rückkehr an die Stätte der 2:1-Niederlage gegen Argentinien im Viertelfinale 1986, die durch Diego Maradonas „Hand Gottes“ und sein Jahrhunderttor in die Geschichte einging. Tuchel sprach von „Karma“ und der Chance, „Frieden mit dem Stadion zu schließen“. Mexiko hingegen hat im Azteca in offiziellen Spielen nur zweimal verloren und in diesem Turnier noch kein Gegentor kassiert. Die britische Presse verweist auf die beeindruckende Defensive des Teams von Javier Aguirre und die Tatsache, dass fünf der sechs mexikanischen Tore in der zweiten Halbzeit fielen, wenn die Gegner unter der Höhe litten.
Der Sieger dieser Achtelfinalbegegnung zieht ins Viertelfinale ein. Für England, das nach dem mühevollen Sieg gegen den Kongo noch nicht vollends als Titelanwärter überzeugt hat, wird die Partie zur Bewährungsprobe unter extremen Bedingungen. Mexiko wiederum will seine perfekte Turnierbilanz vor heimischem Publikum wahren und den Lauf ohne Gegentor fortsetzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der englische Trainer gestand, dass es physisch unmöglich sei, sich in nur vier Tagen an die Höhe anzupassen – eine Aussage, die wie eine vorbeugende Ausrede klingt. Das Azteca-Stadion mit seinen 2.240 Metern und 87.000 Fans wird als Festung dargestellt, in der die Libertadores-Atmosphäre das europäische Team ersticken wird. Die Erzählung legt nahe, dass England bereits geschlagen ist, bevor es überhaupt den Rasen betritt.
Thomas Tuchel räumte ein, dass England aufgrund der 2.240 Meter Höhe des Azteca-Stadions einen erheblichen Nachteil haben wird, mit nur einem Tag zur Akklimatisierung. Thierry Henry warnte, dass die Three Lions nicht mit einem weiteren dramatischen Comeback rechnen können, falls sie gegen Mexiko zuerst ein Gegentor kassieren. Das Spiel gilt als harte Prüfung, bei der die Vertrautheit der Gastgeber mit den Bedingungen und die volle Unterstützung der Fans ihnen einen klaren Vorteil verschaffen.
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