
Israel beharrt auf Truppenpräsenz in Südlibanon – Katz spricht von diplomatischem Erfolg
Verteidigungsminister Katz erklärte, es gebe keine amerikanische Forderung nach einem Rückzug, und schloss die Rückkehr von 200.000 Vertriebenen in die Grenzregion aus.
Die israelische Regierung hat ihre Position zur Besetzung eines Sicherheitsstreifens im Südlibanon bekräftigt und einen Truppenabzug kategorisch ausgeschlossen. Verteidigungsminister Israel Katz sagte am Mittwoch in Tel Aviv, es gebe „in diesem Moment – und das ist ein diplomatischer Erfolg – keine amerikanische Forderung an Israel, sich aus dem Libanon zurückzuziehen“. Nach Darstellung von Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dient die militärische Präsenz dem Schutz der Bewohner Nordisraels. Katz fügte hinzu, rund 200.000 vertriebene libanesische Zivilisten würden nicht in die Grenzregion zurückkehren dürfen, da die Infrastruktur dort zerstört und das Gebiet unsicher sei. Die israelische Armee hatte das etwa zehn Kilometer tiefe Gebiet im Zuge der Bodenoffensive gegen die Hisbollah besetzt, die am 2. März mit Raketenangriffen auf Israel begann.
Die Haltung Israels stellt einen zentralen Streitpunkt in den laufenden Verhandlungen über eine Waffenruhe dar. Aus Teheraner Sicht ist ein Ende der Feindseligkeiten im Libanon eine Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Einigung mit Washington. Die USA und Iran hatten vergangene Woche ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das den Weg zu einer umfassenden Beilegung des Nahostkriegs ebnen soll. US-Außenminister Marco Rubio bereist derzeit die Golfregion, um bei Verbündeten für das Abkommen zu werben, das in mehreren arabischen Hauptstädten Skepsis hervorruft. Laut US-Präsident Donald Trump sollen eingefrorene iranische Vermögenswerte für den Kauf amerikanischer Agrar- und Medizingüter verwendet werden; Teheran widersprach dieser Darstellung.
Die israelische Position wird von Katz mit sicherheitspolitischen Erwägungen begründet. In einer Rede vor Lokalpolitikern in Tel Aviv erklärte er, die Armee werde die besetzte Zone im Südlibanon nicht räumen, da frühere Sicherheitszonen, die auch Zivilisten beherbergten, zu Angriffszielen geworden seien. Netanjahu betonte, Israel behalte sich „volle Handlungsfreiheit“ gegen Bedrohungen vor. Der libanesische Präsident Joseph Aoun wies die Besetzung hingegen zurück und lehnte jede ausländische Einmischung in die Angelegenheiten seines Landes ab. Die libanesische Regierung beziffert die Zahl der Todesopfer seit Beginn der israelischen Offensive auf mehr als 4.100.
Die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung in Washington zielen auf eine diplomatische Lösung, die auch die Entwaffnung der Hisbollah umfasst. Parallel dazu versucht Rubio, die Golfstaaten von den Vorteilen des Iran-Abkommens zu überzeugen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain, die während des Krieges selbst Ziel iranischer Raketenangriffe wurden, beherbergen strategische US-Militärstützpunkte. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon hat bereits begonnen; ein Durchbruch ist angesichts der unvereinbaren Positionen zur Truppenpräsenz nicht absehbar.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der israelische Verteidigungsminister erklärte, dass die Truppen ungeachtet amerikanischer Forderungen im Südlibanon bleiben werden, unter Berufung auf die Sicherheitsdoktrin und das Scheitern früherer Pufferzonen. Die Haltung wird als notwendige Maßnahme zum Schutz israelischer Gemeinden dargestellt, ohne Zeitplan für einen Rückzug.
Der israelische Verteidigungsminister sagte, Washington habe keinen Rückzug aus dem Südlibanon gefordert, fügte jedoch hinzu, dass Israel eine solche Forderung ohnehin ignorieren würde. Dies verhärtet die Blockade in den Waffenstillstandsverhandlungen, in denen der Libanon auf einem vollständigen Rückzug als Bedingung besteht.
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