
Iran und Oman verhandeln über Verwaltung der Straße von Hormus – Keine direkten Gespräche mit USA in Doha
Während Teheran und Maskat ein gemeinsames Komitee zur künftigen Verwaltung der Meerenge einsetzen, widersprechen sich iranische und amerikanische Angaben zu möglichen direkten Verhandlungen in Katar.
Iran und Oman haben in Maskat die erste Sitzung eines gemeinsamen Komitees zur künftigen Verwaltung der Straße von Hormus abgehalten. Laut dem iranischen Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi wurden dabei die Modalitäten für Schifffahrtsdienste und anfallende Kosten im Rahmen des Islamabad-Memorandums erörtert. Parallel dazu erklärte Gharibabadi, dass in Doha keine direkten Gespräche mit den Vereinigten Staaten stattfänden; die iranische Expertendelegation werde dort ausschließlich über katarische Vermittlung die Freigabe eingefrorener Gelder verfolgen. Die US-Regierung hatte zuvor über Präsident Donald Trump und die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, ein Treffen mit iranischen Vertretern in der katarischen Hauptstadt angekündigt.
Nach Darstellung Teherans befindet sich die Straße von Hormus in einer sensiblen Phase. Gharibabadi betonte, dass die Minenräumung gemäß der Absichtserklärung ausschließlich durch Iran erfolge und wies ein Angebot Frankreichs zur Beteiligung zurück. Für eine Übergangszeit von 30 Tagen sei Iran für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen verantwortlich. Sollte Oman eine Kooperation verweigern, werde Iran die Verwaltung der Meerenge allein vorantreiben. Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi stellte hingegen klar, dass Maskat keine Transitgebühren unterstütze, jedoch die Erhebung von Kosten für konkrete Dienstleistungen wie Navigationssicherheit, Umweltschutz und Notfallvorsorge geprüft werden könne. Als Vorbild nannte er die Straße von Malakka und Singapur.
Einer in mehreren iranischen Medien zitierten Analyse des Portals The Conversation zufolge wäre die dauerhafte Erhebung von Transitgebühren in der Straße von Hormus weder rechtlich noch praktisch durchsetzbar. Die Meerenge sei ein internationaler Schifffahrtsweg, in dem das Recht der Transitdurchfahrt nach dem UN-Seerechtsübereinkommen nicht ausgesetzt werden dürfe. Anders als der Suez- oder Panamakanal sei die Straße von Hormus mit rund 39 Kilometern Breite kein kontrollierbarer künstlicher Kanal; die Hauptschifffahrtsrouten verliefen zudem in omanischen Gewässern. Iran könne die Wasserstraße als Druckmittel nutzen, nicht aber in eine dauerhafte Mautstelle umwandeln.
Die widersprüchlichen Signale fallen in eine Phase erhöhter Spannungen. Das Islamabad-Memorandum sieht eine 60-tägige gebührenfreie Passage vor, während der Iran und Oman mit weiteren Küstenstaaten über die künftige Ordnung beraten sollen. Gharibabadi zufolge hat Iran eine Arbeitsgruppe zur Überwachung der Umsetzung gebildet und beklagt Verstöße im Zusammenhang mit dem Libanon. Die nächsten faktischen Schritte umfassen die Fortsetzung der Expertengespräche in Doha zu den eingefrorenen iranischen Guthaben sowie die weitere Arbeit des gemeinsamen Komitees mit Oman.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Iran und Oman verhandeln über einen neuen Verwaltungsrahmen für die Straße von Hormus, wobei die gemeinsame Verantwortung und die Möglichkeit freiwilliger Servicegebühren betont werden. Teheran weist jede ausländische Einmischung zurück und stellt die Gespräche als natürliche Weiterentwicklung seiner souveränen Rechte dar, während Behauptungen über Transitgebühren als hypothetisch abgetan werden.
Der Iran droht damit, die Straße von Hormus einseitig zu verwalten, falls Oman nicht kooperiert, was Besorgnis über mögliche Störungen auslöst. Analysten halten die rechtliche und praktische Fähigkeit Teherans zur Erhebung von Gebühren für schwach und sehen den Schritt eher als Druckmittel denn als legitimen Anspruch.
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