
Washington wirft Machado nach Erdbeben „grotesken Opportunismus“ vor
Die US-Regierung blockierte die Rückkehr der venezolanischen Oppositionsführerin und sieht in ihrem Vorhaben politischen Eigennutz – ein Bruch mit der bisherigen Venezuela-Politik.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Versuch der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado, nach den verheerenden Doppelbeben in ihr Land zurückzukehren, scharf verurteilt. Aus dem Weißen Haus und dem Außenministerium wurde Machados Vorstoß laut übereinstimmenden Berichten von Axios und Bloomberg als „grotesker politischer Opportunismus“ bezeichnet. Die geplante Reise über die niederländische Karibikinsel Curaçao scheiterte, nachdem Washington signalisiert hatte, das Unterfangen nicht zu unterstützen, und niederländische Behörden daraufhin die Einreise verweigerten.
Aus Washingtoner Sicht gefährdet eine Rückkehr Machados die laufenden Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5, die über 2.000 Todesopfer forderten. Mehrere hochrangige Beamte äußerten sich verärgert über den Zeitpunkt und warfen Machado vor, sie wolle „eine Fotosession bei der Verteilung unserer Hilfe“ und verfolge eigene Interessen. Gleichzeitig lobte das Außenministerium die Reaktion der amtierenden Regierung unter Delcy Rodríguez, die alle US-Hilfsersuchen erfüllt habe. Washington ist bestrebt, die in den vergangenen Monaten aufgebaute Zusammenarbeit mit Caracas – insbesondere bei Handels-, Bergbau- und Ölabkommen – nicht durch eine Konfrontation mit der Opposition zu gefährden.
Machado, die sich seit längerem in den USA aufhält, hatte für die Reise einen privaten Sicherheitsdienstleister engagiert und dessen Personal bereits in Curaçao stationiert. Ihr fehlt ein gültiger Reisepass, sodass eine legale Einreise nur mit Zustimmung der Regierung Rodríguez möglich wäre. Aus dem Umfeld Machados verlautete, sie strebe weiterhin einen Kurzbesuch an und werde von mindestens einem hochrangigen Trump-Beamten unterstützt. Venezolanische Exilorganisationen in Florida kritisierten unterdessen die Haltung Washingtons und warfen der Regierung Rodríguez vor, zivile Rettungsbemühungen zu behindern.
Die Spannungen offenbaren einen grundlegenden Kurswechsel der US-Venezuela-Politik seit der Festnahme von Nicolás Maduro im Januar. Die Regierung Trump setzt seither auf eine pragmatische Annäherung an die faktische Machthaberin Rodríguez, während die einst als demokratische Alternative hofierte Opposition zunehmend an Rückhalt verliert. Offiziell bezeichnet sich Washington als „agnostisch“ gegenüber Machados Rückkehrwunsch, faktisch wurde dieser jedoch blockiert. Beobachter in der Region erwarten, dass Machado in den kommenden Tagen weitere Versuche unternehmen wird – ohne erkennbare politische oder logistische Unterstützung der USA.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die US-Regierung wirft Oppositionsführerin Machado politischen Opportunismus vor, weil sie nach dem Erdbeben versuchte, nach Venezuela zurückzukehren. Washington signalisierte seine Ablehnung, was zur Absage der Reise führte. Der Bericht gibt die amerikanische Haltung und Machados anhaltenden Rückkehrwunsch ohne explizite Wertung wieder.
Das Weiße Haus bezeichnet Machados Rückkehrversuch nach Venezuela als 'grotesken Opportunismus', während die Zahl der Erdbebentoten 2.000 übersteigt und die Verwüstung noch immer unermesslich ist. Washingtons Wut wirkt angesichts der humanitären Notlage fehl am Platz und deutet auf ein zynisches politisches Kalkül hin, das die Tragödie der Bevölkerung ignoriert.
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