
Russischer Drohnenangriff auf Kiew und ukrainische Gegenschläge: Wechselseitige Eskalation der Infrastrukturangriffe
Während Kiew einen neuen massiven Luftangriff abwehrt, intensiviert die Ukraine ihre Drohnenkampagne tief im russischen Hinterland – mit Rückendeckung der G7.
In der Nacht zum Donnerstag hat die russische Armee die ukrainische Hauptstadt Kiew mit einer Welle von Drohnen angegriffen. Nach Behördenangaben kam es zu Explosionen und einem Brand im Stadtzentrum; Trümmerteile fielen in den Bezirken Desnjanskyj und Schewtschenkiwskyj nieder. Die Luftabwehr war nach Darstellung der Militärverwaltung im Einsatz, während Bewohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten. Der Angriff folgte auf eine öffentliche Warnung von Präsident Wolodymyr Selenskyj, der wenige Stunden zuvor bei einem Besuch in Dublin von einem unmittelbar bevorstehenden „massiven Schlag“ Russlands gesprochen hatte.
Zeitgleich weitete die Ukraine ihre Angriffe auf Ziele tief im russischen Territorium aus. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurde in der Region Moskau zum zweiten Mal ein Satellitenkommunikationszentrum in Dubna getroffen, das der Aufklärung und Koordination russischer Kräfte diene. Zudem meldete Selenskyj Treffer auf eine Ölraffinerie in Ufa – mehr als 1300 Kilometer von der Front entfernt – sowie auf eine Fabrik für Raketenkomponenten in der Region Pensa. Das Verteidigungsministerium in Kiew bezifferte die Zahl der im Juni attackierten russischen Raffinerien auf elf. Aus Kiewer Sicht zielen diese Schläge darauf ab, die militärische Logistik Moskaus zu stören und den ökonomischen Druck zu erhöhen; Selenskyj sprach von einer 40-tägigen Kampagne, um Russland zu einer Beendigung des Krieges zu „bewegen“.
Der Kreml räumte unterdessen Versorgungsengpässe ein. Präsident Wladimir Putin erklärte in einem Interview, die ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur verursachten „Probleme“, bezeichnete die Lage jedoch als nicht kritisch. In mehreren Regionen, darunter das annektierte Krim und Teile Sibiriens, wurde Treibstoff rationiert. Die jüngste Eskalation fällt in eine Phase verstärkter westlicher Unterstützung: Auf dem G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains Mitte Juni sagten die Staats- und Regierungschefs der Ukraine zusätzliche Luftabwehrsysteme, Abfangraketen und Lizenzen für die heimische Waffenproduktion zu. Aus Sicht der G7-Staaten soll damit die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gestärkt und der Druck auf Moskau erhöht werden.
In Dublin thematisierte Selenskyj zudem die Ausfuhr von Aluminiumoxid aus der irischen Anlage Aughinish Alumina, die dem russischen Konzern Rusal gehört. Jede Tonne Rohstoff, die nach Russland gelange, werde gegen die Ukraine eingesetzt, sagte er und begrüßte eine laufende irische Untersuchung. Der Vorgang verdeutlicht, wie Kiew versucht, auch wirtschaftliche Lieferketten in den Konflikt einzubeziehen. Während die wechselseitigen Angriffe auf zivile und militärische Infrastruktur zunehmen, bleibt die Frontlinie im Osten und Süden der Ukraine von einem zermürbenden Stellungskrieg geprägt.
Die unmittelbare Entwicklung bleibt angespannt. Die ukrainische Luftwaffe warnte vor weiteren Drohnenwellen und einem möglichen kombinierten Angriff mit Raketen. Selenskyj kehrte nach eigenen Angaben umgehend aus Irland zurück. Die angekündigte 40-Tage-Kampagne Kiews lässt erwarten, dass die Schläge auf russisches Hinterland anhalten werden. Die G7-Partner haben für die kommenden Wochen weitere Sanktionspakete und Lieferungen schwerer Waffen in Aussicht gestellt.
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Die Ukraine hat ihre tiefen Angriffe auf russisches Gebiet verstärkt und zum zweiten Mal ein Satellitenkommunikationszentrum bei Moskau getroffen. Ehemalige US-Beamte deuten an, dass Putin unsicher ist, wie er reagieren soll, während Selenskyj vor einem bevorstehenden massiven russischen Angriff warnt. Das Narrativ stellt die Ukraine als initiativ und russische Schwächen offenlegend dar.
Ein neuer massiver russischer Drohnenangriff erschütterte Kiew und verursachte starke Explosionen und einen Brand im Stadtzentrum. Die Luftabwehr wurde aktiviert, als Drohnen aus mehreren Richtungen anflogen. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die unmittelbare Gefahr und die Schäden, wobei Selenskyjs vorherige Warnung vor einer großangelegten russischen Offensive das Ereignis als Teil eines eskalierenden Angriffs auf die Hauptstadt einordnet.
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