
Ivan Demidov und die Canadiens: Ein langfristiges Bekenntnis mit Signalwirkung
Mit der Vertragsverlängerung des russischen Stürmers um acht Jahre und 73,2 Millionen Dollar unterstreicht Montreal seine Teamphilosophie – während auch andere Klubs personelle Weichen stellen.
Am ersten Tag der Free-Agent-Periode setzten die Montreal Canadiens ein weithin sichtbares Zeichen: Der 20-jährige Russe Ivan Demidov, der in seiner Rookie-Saison mit 62 Punkten alle Neulinge angeführt hatte und erst im Finale um die Calder Trophy unterlag, band sich für acht Jahre und 73,2 Millionen US-Dollar an den Klub. Der Vertrag, der ab 2027/28 gilt und bis 2034/35 läuft, komplettiert einen jungen Kern um Nick Suzuki, Cole Caufield und Lane Hutson, der geschlossen langfristig und unterhalb der Zehn-Millionen-Marke unterschrieben hat. Demidov selbst begründete den vorzeitigen Abschluss mit der besonderen Atmosphäre: „Jeder will den Cup gewinnen, jeder ist hungrig – das motiviert mich noch mehr.“
Aus nordamerikanischer Sicht ist die Einigung mehr als eine Personalie. Sie festigt eine interne Gehaltsstruktur, die General Manager Kent Hughes als bewusstes Gegenmodell zur galoppierenden Gehaltsinflation der Liga präsentiert. Während die Zahl der Verträge über zehn Millionen Dollar jährlich mit der steigenden Gehaltsobergrenze zunimmt, bleibt Montreal mit Noah Dobson (9,5 Millionen) als Topverdiener betont zurückhaltend. Hughes sprach von einer „Kultur in der Kabine“, die auf freiwilligen Verzicht zugunsten kollektiver Schlagkraft setze – ein Argument, das künftig auch bei der Anwerbung externer Verstärkungen verfangen soll. Russische Medien erinnerten unterdessen an Demidovs Weg: vom SKA St. Petersburg, wo er 2024/25 bester Scorer war, über den fünften Draft-Platz bis zum sofortigen Durchbruch in der NHL.
Der Tag brachte weitere richtungsweisende Entscheidungen. Die Toronto Maple Leafs verpflichteten den zweifachen Stanley-Cup-Sieger Sergei Bobrovsky für drei Jahre und sieben Millionen Dollar pro Saison – ein Transfer, der in kanadischen Analysen mit Skepsis aufgenommen wurde. Bobrovsky kommt mit der schwächsten Fangquote seiner Karriere (87,7 Prozent) in ein Team, das in der Vorsaison die meisten Schüsse der Liga zuließ. In New Jersey verlängerte der Schweizer Captain Nico Hischier vorzeitig um fünf Jahre und 50,75 Millionen Dollar; Klubmitbesitzer David Blitzer würdigte ihn als Spieler, der „das Team über sich selbst stellt“. Die Winnipeg Jets wiederum holten mit Stuart Skinner (zwei Jahre, 7,5 Millionen) einen erfahrenen Torhüter, während Gerüchte um einen Wechsel von Connor Hellebuyck anhalten.
Für Montreal schafft der Demidov-Vertrag Planungssicherheit in einer Phase, in der das Team nach dem Einzug ins Eastern-Conference-Finale den nächsten Schritt anstrebt. Die Herausforderung wird sein, die durch die moderate Gehaltsstruktur gewonnene Flexibilität in gezielte Verstärkungen umzumünzen. In Toronto lastet der Druck auf der Defensive, Bobrovskys Qualitäten zur Geltung zu bringen, während Winnipeg vor einer ungeklärten Torhüter-Hierarchie steht. Die Weichenstellungen dieses Sommers werden die Kräfteverhältnisse der kommenden Spielzeit prägen.
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Die Montreal Canadiens haben Nachwuchsstar Ivan Demidov mit einer achtjährigen Vertragsverlängerung über 73,2 Millionen Dollar gebunden. Der Schritt sichert einen Eckpfeiler ihres talentierten jungen Kerns, nachdem er in seiner Rookie-Saison alle Neulinge mit 62 Punkten anführte. Der Deal unterstreicht eine langfristige Teambuilding-Strategie, die auf selbst ausgebildeten Spielern basiert.
Der Schweizer Kapitän Nico Hischier hat sich mit einer fünfjährigen Verlängerung über 50,75 Millionen Dollar langfristig an die New Jersey Devils gebunden. Der «Monstervertrag» hält den Walliser bis 2032 im Club und festigt seinen Status als Stützpfeiler der Franchise. Der Deal unterstreicht den wachsenden Einfluss von Schweizer Spielern in der NHL-Elite.
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