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SportFreitag, 3. Juli 2026

Luka Modric nach WM-Aus: „VAR wird selektiv und nach Team-Größe eingesetzt“

Der kroatische Kapitän übt scharfe Kritik an den Schiedsrichterentscheidungen nach der 1:2-Niederlage gegen Portugal im Achtelfinale der WM 2026.

Portugal hat sich in einem dramatischen Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 mit 2:1 gegen Kroatien durchgesetzt und trifft nun im Viertelfinale auf Spanien. In Toronto brachte Ivan Perišić die Kroaten in der 53. Minute in Führung, ehe Cristiano Ronaldo einen von Nikola Vlašić an Renato Veiga verursachten und nach VAR-Intervention gegebenen Strafstoß zum Ausgleich verwandelte (68.). In der Nachspielzeit traf Gonçalo Ramos zum 2:1 für Portugal (90.+4), doch die größte Aufregung folgte in der 102. Minute: Josko Gvardiol erzielte den vermeintlichen Ausgleich, der jedoch nach Videobeweis wegen einer Abseitsstellung von Mario Pašalić zurückgenommen wurde. Entscheidend war ein vom Chip im offiziellen Spielball registrierter, für das menschliche Auge kaum sichtbarer Kopfballkontakt von Igor Matanović, der Pašalić ins Abseits rücken ließ.

Luka Modrić, der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft, äußerte sich nach dem Spiel mit ungewöhnlicher Schärfe zu den Schiedsrichterentscheidungen. „Einige Dinge, die passiert sind, sind unglaublich“, sagte er in der Mixed Zone. Den Elfmeter für Portugal hielt er für falsch: „Beide Spieler haben sich gehalten und sind gefallen – so einen Elfmeter darf man in einem solchen Spiel nicht geben.“ Mit Blick auf den aberkannten Treffer erklärte Modrić, der Schiedsrichter habe ihm gesagt, Matanović habe den Ball berührt, doch auf den Bildern sei kein Kontakt zu erkennen. Der 40-Jährige kritisierte den Einsatz des VAR grundsätzlich: „Er wird falsch oder selektiv eingesetzt, je nach Größe des Teams. Der VAR sollte nur bei einem zweihundertprozentigen Fehler eingreifen, nicht in einer Grauzone.“

Die FIFA verteidigte die Technologie. In einer Stellungnahme hieß es, die im Ball integrierten IMU-Sensoren könnten jeden noch so leichten Kontakt erkennen und hätten dem Schiedsrichtergespann beispiellose Daten geliefert, um eine schnelle und präzise Entscheidung zu treffen. Aus kroatischer Sicht blieb der Vorwurf der selektiven Anwendung bestehen, während portugiesische Medien den Sieg als emotionalen Erfolg werteten – das Team widmete ihn dem vor einem Jahr bei einem Autounfall verstorbenen Diogo Jota, an den mit einer speziellen Trikotaktion erinnert wurde.

Für Modrić, der sein letztes WM-Spiel bestritt, ohne eine Entscheidung über seine Karriere zu verkünden, endet das Turnier mit einer bitteren Niederlage. Portugal hingegen trifft im Viertelfinale auf Spanien, das sich zuvor gegen eine andere Mannschaft durchgesetzt hatte. Die Partie verspricht ein weiteres hochklassiges Duell auf dem Weg zum Finale am 19. Juli.

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Luka Modric nach WM-Aus: „VAR wird selektiv und nach Team-Größe eingesetzt“

Der kroatische Kapitän übt scharfe Kritik an den Schiedsrichterentscheidungen nach der 1:2-Niederlage gegen Portugal im Achtelfinale der WM 2026.

Portugal hat sich in einem dramatischen Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 mit 2:1 gegen Kroatien durchgesetzt und trifft nun im Viertelfinale auf Spanien. In Toronto brachte Ivan Perišić die Kroaten in der 53. Minute in Führung, ehe Cristiano Ronaldo einen von Nikola Vlašić an Renato Veiga verursachten und nach VAR-Intervention gegebenen Strafstoß zum Ausgleich verwandelte (68.). In der Nachspielzeit traf Gonçalo Ramos zum 2:1 für Portugal (90.+4), doch die größte Aufregung folgte in der 102. Minute: Josko Gvardiol erzielte den vermeintlichen Ausgleich, der jedoch nach Videobeweis wegen einer Abseitsstellung von Mario Pašalić zurückgenommen wurde. Entscheidend war ein vom Chip im offiziellen Spielball registrierter, für das menschliche Auge kaum sichtbarer Kopfballkontakt von Igor Matanović, der Pašalić ins Abseits rücken ließ.

Luka Modrić, der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft, äußerte sich nach dem Spiel mit ungewöhnlicher Schärfe zu den Schiedsrichterentscheidungen. „Einige Dinge, die passiert sind, sind unglaublich“, sagte er in der Mixed Zone. Den Elfmeter für Portugal hielt er für falsch: „Beide Spieler haben sich gehalten und sind gefallen – so einen Elfmeter darf man in einem solchen Spiel nicht geben.“ Mit Blick auf den aberkannten Treffer erklärte Modrić, der Schiedsrichter habe ihm gesagt, Matanović habe den Ball berührt, doch auf den Bildern sei kein Kontakt zu erkennen. Der 40-Jährige kritisierte den Einsatz des VAR grundsätzlich: „Er wird falsch oder selektiv eingesetzt, je nach Größe des Teams. Der VAR sollte nur bei einem zweihundertprozentigen Fehler eingreifen, nicht in einer Grauzone.“

Die FIFA verteidigte die Technologie. In einer Stellungnahme hieß es, die im Ball integrierten IMU-Sensoren könnten jeden noch so leichten Kontakt erkennen und hätten dem Schiedsrichtergespann beispiellose Daten geliefert, um eine schnelle und präzise Entscheidung zu treffen. Aus kroatischer Sicht blieb der Vorwurf der selektiven Anwendung bestehen, während portugiesische Medien den Sieg als emotionalen Erfolg werteten – das Team widmete ihn dem vor einem Jahr bei einem Autounfall verstorbenen Diogo Jota, an den mit einer speziellen Trikotaktion erinnert wurde.

Für Modrić, der sein letztes WM-Spiel bestritt, ohne eine Entscheidung über seine Karriere zu verkünden, endet das Turnier mit einer bitteren Niederlage. Portugal hingegen trifft im Viertelfinale auf Spanien, das sich zuvor gegen eine andere Mannschaft durchgesetzt hatte. Die Partie verspricht ein weiteres hochklassiges Duell auf dem Weg zum Finale am 19. Juli.

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