
Chip im WM-Ball erkennt Haarberührung: Kroatiens Aus gegen Portugal besiegelt
Die im offiziellen WM-Ball integrierte Sensortechnik registrierte eine kaum sichtbare Berührung, die den späten Ausgleichstreffer Kroatiens gegen Portugal kippte und das Turnierende bedeutete.
Portugal steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026, nachdem ein Treffer der kroatischen Mannschaft in der dramatischen Schlussphase der Partie in Toronto keine Anerkennung fand. Josko Gvardiol hatte den Ball in der 13. Minute der Nachspielzeit zum vermeintlichen 2:2-Ausgleich über die Linie gedrückt, doch der norwegische Schiedsrichter Espen Eskås annullierte das Tor nach Intervention des Video-Assistenten. Der Grund: Eine minimale Berührung des Balles durch den kroatischen Stürmer Igor Matanović, die mit blossem Auge nicht zu erkennen war, aber von der im Spielgerät verbauten Sensorik registriert wurde. Da Matanovićs Teamkollege Mario Pašalić zum Zeitpunkt dieser Berührung in Abseitsposition stand, war der Treffer regelkonform abzuerkennen.
Die Technologie, die diese Entscheidung ermöglichte, ist im offiziellen WM-Ball „Trionda“ von Adidas integriert. Ein inertiales Messsystem (IMU) sendet 500 Mal pro Sekunde Daten an das VAR-Team und zeichnet jeden noch so leichten Kontakt auf. Im Fernsehbild wurde den Zuschauern ein als „Herzschlag“ bezeichnetes Diagramm eingeblendet, das im Moment der Berührung einen Ausschlag zeigte. Die FIFA bestätigte nach dem Spiel in einer Mitteilung, dass die Daten der „Connected Ball Technology“ den Kontakt durch Matanović belegten und der Schiedsrichter den Abseitsentscheid korrekt getroffen habe. Matanović selbst räumte später ein, er habe einen leichten Kontakt am Haar gespürt, sich aber zunächst nicht sicher gewesen.
Die Reaktionen auf den technikgestützten Entscheid fielen entlang der nationalen Lager unterschiedlich aus. Aus kroatischer Sicht überwog die Enttäuschung, gepaart mit scharfer Kritik an der Rolle des VAR. Nationaltrainer Zlatko Dalić sagte, die Technologie töte die Emotionen und nehme dem Fussball seinen Reiz. Kroatische Medien kommentierten ironisch, mit einem kahlköpfigen Matanović wäre der Ausgleich wohl nicht aberkannt worden. In Portugal hingegen verwies Trainer Roberto Martínez nüchtern auf die Eindeutigkeit der Daten: Der Chip zeige die Berührung, da gebe es keine subjektive Meinung. Die FIFA betonte, die Sensoren lieferten ein beispielloses Niveau an Daten für schnelle und präzise Entscheidungen.
Für Kroatien, den Vizeweltmeister von 2018 und Dritten von 2022, bedeutet das Ausscheiden in der Runde der letzten 32 einen Rückschlag. Für den 40-jährigen Kapitän Luka Modrić dürfte es das letzte WM-Spiel gewesen sein. Portugal trifft nun am kommenden Montag im Achtelfinale auf Spanien. Die Begegnung der beiden iberischen Nachbarn ist ein Klassiker des europäischen Fussballs, bei dem die technische Überwachung des Spielgeschehens erneut in den Fokus rücken könnte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Connected-Ball-Technologie hat ein Tor Kroatiens gegen Portugal annulliert, indem sie eine für das bloße Auge unsichtbare Berührung erkannte. Der Artikel erklärt die Funktionsweise des Chips im Ball und stellt die Entscheidung als technische und unvermeidliche Tatsache dar.
Kroatiens Trainer Dalic sagt, dass das Spiel gegen Portugal im Mittelfeld entschieden wird, nicht durch Technologie. Der Artikel konzentriert sich auf Taktik und Spielerrollen und ignoriert die Kontroverse um das annullierte Tor.
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