
Hegseth droht Iran mit Wiederaufnahme von Militäroperationen und Seeblockade
Nach Unterzeichnung eines Nuklear-Memorandums warnt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, Washington werde bei iranischen Verstößen unverzüglich militärisch reagieren und die maritime Absperrung reaktivieren.
Aus Brüssel kommend hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth der Islamischen Republik Iran unmissverständliche rote Linien aufgezeigt. Sollte Teheran die im Laufe dieser Woche unterzeichnete Absichtserklärung zu seinem Atomprogramm nicht innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens einhalten, werde die Regierung Trump militärische Operationen wiederaufnehmen und eine lückenlose Seeblockade verhängen. Hegseths Äußerungen am Rande des Nato-Verteidigungsministertreffens bekräftigen die bereits von Präsident Donald Trump formulierte Drohung, Iran notfalls erneut zu bombardieren. Die Wortwahl des Pentagon-Chefs – er sprach von einem „eisernen Embargo“ und der vollen Einsatzbereitschaft der Streitkräfte – lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Das Memorandum, über dessen genauen Inhalt offiziell wenig bekannt ist, sieht nach übereinstimmenden Berichten aus Washington, Kuala Lumpur und arabischen Hauptstädten vor, dass die USA ihre seit April bestehende Seeblockade aufheben und Iran im Gegenzug die ungehinderte Passage von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus garantiert. Kern der Vereinbarung ist das iranische Versprechen, sämtliche Ambitionen auf Kernwaffen endgültig aufzugeben. Die eigentlichen Verhandlungen sollen am Freitag unter Schweizer Vermittlung nahe Luzern beginnen. Doch bereits die Unterzeichnung des Vorvertrags hat in Washington eine Welle parteiübergreifender Empörung ausgelöst; Abgeordnete beider Lager geißelten das Abkommen als „historische Sünde“ und unannehmbaren Rückschritt in der amerikanischen Außenpolitik.
Aus europäischer Perspektive ist die Lage besonders brisant. Mehrere Nato-Staaten haben laut Hegseth ihre Bereitschaft signalisiert, sich an der Sicherung der strategischen Wasserstraße zu beteiligen, sollte der Waffenstillstand brüchig werden. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, deren Volkswirtschaften auf stabile Energiepreise und freie Handelswege angewiesen sind, wäre eine erneute maritime Blockade mit erheblichen ökonomischen Verwerfungen verbunden. Die Schweiz, die als Gastgeberin der Gespräche fungiert, steht zudem vor der delikaten diplomatischen Aufgabe, zwischen den unversöhnlichen Positionen zu vermitteln, während die militärischen Drohkulissen unvermindert aufrechterhalten werden.
In Teheran selbst hüllt man sich bislang in Schweigen zu den konkreten Warnungen aus Washington. Beobachter in der Region verweisen auf den tiefen Graben zwischen dem von Hardlinern dominierten iranischen Sicherheitsapparat und jenen Kräften, die auf eine Entspannung drängen. Die kommenden Verhandlungen am Vierwaldstättersee werden zeigen, ob das Memorandum mehr ist als ein taktisches Manöver – oder ob der Nahe Osten vor einer neuen militärischen Eskalation steht, deren Schockwellen weit über die Region hinausreichen würden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der US-Kriegsminister drohte dem Iran: Sollte er die Vereinbarung nicht einhalten, seien die USA bereit, die Militäroperationen wieder aufzunehmen und eine eiserne Seeblockade zu verhängen. Die Warnung klingt wie ein Ultimatum, das wenig Raum für Diplomatie lässt, und stellt Washington als eine Macht dar, die bereit ist, Gewalt anzuwenden. Die Region beobachtet mit Alarm, wie das brüchige Abkommen bereits gefährdet ist.
Der US-Verteidigungsminister erklärte, dass die USA bereit seien, die Militäroperationen wieder aufzunehmen und eine Seeblockade erneut zu verhängen, falls der Iran seine Zusagen nicht einhält. Die Warnung wurde als bedingte Maßnahme dargestellt, die Washingtons Fähigkeit unterstreicht, auf Nichteinhaltung zu reagieren. Die Erklärung wurde sachlich und ohne zusätzliche Kommentare wiedergegeben.
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