
Handgreiflichkeiten zwischen ägyptischem Betreuer und Polizei in Dallas
Ein Streit um ein Fanfoto im Hotel des ägyptischen WM-Teams eskalierte zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Beamten; beide Seiten erklärten die Angelegenheit später für beigelegt.
Im Mannschaftshotel der ägyptischen Nationalmannschaft in Dallas ist es am Donnerstagabend zu einem körperlichen Zwischenfall zwischen einem Polizeibeamten und Mitgliedern des Betreuerstabs gekommen. Videoaufnahmen, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, zeigen, wie der Beamte zunächst den Teamdirektor Ibrahim Hassan und den Spieler Mahmoud Trezeguet von einem jungen Fan wegdrängt, woraufhin sich ein Wortgefecht und ein gegenseitiges Schieben entwickelt. Die ägyptische Delegation befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Vorbereitung auf das WM-Achtelfinalspiel gegen Australien.
Nach Darstellung des ägyptischen Verbandes hatte der Teamdirektor dem Jungen und dessen Vater zuvor ausdrücklich erlaubt, ein Foto mit Trezeguet zu machen. Der Medienbeauftragte Mohamed Morad erklärte gegenüber Reuters, der Sicherheitsbeamte habe daraufhin nicht nur den Fan, sondern auch den Spieler und den Direktor geschubst, obwohl sich beide in ihrem dafür vorgesehenen Bereich aufgehalten hätten. Ibrahim Hassan habe den Beamten lediglich aufgefordert, mit dem Fan auf normale Weise umzugehen.
Die Polizeibehörde von Dallas bestätigte, man sei auf Ersuchen des Hotelsicherheitsdienstes wegen einer Person ohne gültige Akkreditierung vor Ort gewesen. Später habe sich herausgestellt, dass die betreffenden Personen ihre Ausweise nicht ordnungsgemäß sichtbar getragen hätten – eine vorgeschriebene Maßnahme. Die Situation sei noch vor Ort geklärt worden; im Anschluss habe es ein Gespräch mit Vertretern der Mannschaft gegeben, um deren Bedenken auszuräumen. Die Angelegenheit sei inzwischen beigelegt.
Der ägyptische Nationaltrainer Hossam Hassan, der selbst nicht unmittelbar in die Auseinandersetzung verwickelt war, erklärte am Folgetag, das Team habe eine Entschuldigung der Polizei angenommen und betrachte den Vorfall als abgeschlossen. Er betonte die Zufriedenheit mit dem allgemeinen Sicherheitsdispositiv und der Organisation des Turniers. In sozialen Medien wurde der Vorfall dennoch millionenfach aufgerufen und von Kommentatoren als Beispiel für ein überhartes Vorgehen der Sicherheitskräfte gegenüber ausländischen Delegationen gewertet.
Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie von Berichten über Einreise- und Sicherheitskontrollen während des in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragenen Turniers. So war der irakische Stürmer Aymen Hussein nach der Landung in Chicago eigenen Angaben zufolge stundenlang befragt worden, und die senegalesische Mannschaft sah sich ungewöhnlich langen Kontrollen auf dem Rollfeld ausgesetzt. Die ägyptische Mannschaft gewann ihr Spiel gegen Australien im Elfmeterschießen und zog ins Achtelfinale ein.
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | −0.60 | critical |
| Südostasiatische Presse | −0.20 | neutral |
Der Vorfall wurde mit einer Entschuldigung gelöst, was die Professionalität der Polizei zeigt.
Durch die Betonung der Entschuldigung und die Beschreibung des Ereignisses als 'Streit' wird die Schwere der Handlung des Polizisten verringert.
Der russische Bericht erwähnt weder den von Ägypten gemeldeten Stoß noch die ägyptische Version des Vorfalls.
Ägypten verurteilt den Angriff des Polizisten, der ohne Grund Teammitglieder gestoßen hat.
Indem nur die ägyptische Version berichtet und das Verb 'gestoßen' verwendet wird, wird die Schuld des Beamten ohne Gegenstimme festgestellt.
Der Bericht aus dem arabischen Golf lässt die Entschuldigung der Polizei und die Version des Vorfalls als einfachen Streit aus, die in anderen Berichten vorhanden sind.
Der Vorfall war ein Moment des Chaos und der Spannung zwischen der ägyptischen Mannschaft und der Polizei.
Durch die Verwendung von Wörtern wie 'Aufruhr' und 'Momente' wird ein Gefühl von Dringlichkeit und Drama erzeugt, jedoch ohne Schuldzuweisung.
Der südostasiatische Bericht erwähnt weder die Entschuldigung der Polizei noch die Stoßvorwürfe, sodass das Ereignis mehrdeutig bleibt.
Erweitere deinen Horizont
USA bombardieren Iran und widerrufen Öllizenz nach Angriffen auf Tanker
8 Sprachen · 54 Quellen
Aus Economy & MarketsSamsung-Rekordgewinn löst globalen Tech-Ausverkauf aus
4 Sprachen · 9 Quellen
Aus TechnologyOhne US-Chips an die Weltspitze: Chinas Effizienz-Strategie treibt KI-Wettbewerb
2 Sprachen · 4 Quellen