
SK Hynix’ US-Börsengang siebenfach überzeichnet – Technologiewerte erholen sich
Die geplante Notierung der südkoreanischen Chipherstellerin an der Nasdaq stößt auf enorme Nachfrage und treibt die Aktienkurse von Halbleiterfirmen weltweit an.
Die Nachricht, dass die Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs) des südkoreanischen Speicherchip-Herstellers SK Hynix mehr als siebenfach überzeichnet ist, hat am Donnerstag die Technologiebörsen weltweit beflügelt. Der Nasdaq Composite stieg um 1,3 Prozent, der Philadelphia Semiconductor Index legte um über 5 Prozent zu. In Europa zogen die Kurse von Chipausrüstern wie ASML, Siltronic und Soitec zweistellig an. Die überwältigende Nachfrage signalisiert aus Sicht von Marktteilnehmern in New York und London ein ungebrochenes Investoreninteresse an der Infrastruktur für künstliche Intelligenz.
SK Hynix, zentraler Lieferant von High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für Nvidias KI-Prozessoren, will mit dem Erlös von voraussichtlich rund 24,5 Milliarden Dollar neue Fabriken in Südkorea finanzieren. Die Notierung an der Nasdaq soll zudem den sogenannten „Korea Discount“ verringern – die strukturelle Unterbewertung südkoreanischer Aktien gegenüber globalen Wettbewerbern wie Micron Technology. Mit diesem Emissionsvolumen würde das Unternehmen die zweitgrößte Platzierung nach dem SpaceX-Börsengang im Vormonat erreichen und noch vor Saudi Aramco und Alibaba liegen.
Die Erholung der Technologiewerte vollzog sich vor dem Hintergrund erneuter militärischer Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Beide Seiten tauschten in dieser Woche Angriffe aus, und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kam Berichten zufolge nahezu zum Erliegen. Dennoch fiel der Ölpreis um rund zwei Prozent, nachdem er am Vortag kurzzeitig über 80 Dollar je Barrel gestiegen war. Beobachter in Washington und europäischen Handelsräumen werteten dies als Hinweis, dass weder die US-Regierung noch Teheran eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg anstreben.
An den europäischen Börsen schloss der Stoxx 600 mit einem Plus von 0,8 Prozent, während der FTSE 100 in London durch einen Kurseinbruch von AstraZeneca belastet wurde. In den USA erreichte der Dow Jones ein neues Rekordhoch. „Es gibt keine Anzeichen für eine Abschwächung der Nachfrage nach Speicherchips“, sagte Wei-Sern Ling von Union Bancaire Privee mit Blick auf die SK-Hynix-Emission. Die anstehende Berichtssaison und die weitere Entwicklung im Nahen Osten bleiben die bestimmenden Faktoren für die Märkte.
Die endgültige Preisfestsetzung für die ADRs wird noch am Donnerstag erwartet; der Handel an der Nasdaq soll am Freitag aufgenommen werden. Zehn ADRs entsprechen einer Stammaktie. Mit dem Emissionserlös will SK Hynix seine Produktionskapazitäten ausbauen und seine Position im Wettlauf um KI-Chips festigen.
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Die Märkte erholen sich dank Chips, und die Iran-USA-Spannungen treten in den Hintergrund. Die Stabilisierung des Öls und Trumps Äußerungen über eine mögliche Einigung stärken das Vertrauen.
Durch die Betonung von Leistungsdaten und Trumps Aussage wird die Schwere des Konflikts minimiert und die Erholung als natürlich dargestellt.
Die menschlichen Folgen des Konflikts und die Möglichkeit einer militärischen Eskalation werden ausgelassen.
US-Investoren setzen auf Technologie und spielen die Kriegsrisiken mit dem Iran herunter. Die Marktreaktion wird als rationaler Dip-Kauf dargestellt.
Indem die Marktreaktion als rationale 'Dip-Kauf'-Entscheidung dargestellt wird, wird die Gleichgültigkeit gegenüber dem Konflikt normalisiert.
Jede Erwähnung von Opfern oder Eskalation des Konflikts wird weggelassen.
Der indische Markt beobachtet begeistert den Chip-Aufschwung, der geopolitische Sorgen ausgleicht. KI-Investitionen sind der Haupttreiber.
Durch die Hervorhebung von Microns massiven Investitionen und dem KI-Boom wird die Aufmerksamkeit vom Konflikt auf technologische Chancen gelenkt.
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